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Gleichsetzung von Auftragsmord und Schwangerschaftsabbruch

10.10.2018

Zu den Aussagen des Papstes während der Audienz am heutigen Tage


Der Frauenwürde e.V. Verein zur Förderung von Schwangerschaftskonfliktberatung in Trägerschaft katholischer Frauen und Männer verwahrt sich energisch gegen den Vergleich von Auftragsmorden mit der Not vieler Frauen, die keinen andern Ausweg aus ihrer Situation sehen, als ihre Schwangerschaft abzubrechen. Die Herstellung eines Zusammenhangs zwischen einem Auftragsmord und einem Schwangerschaftsabbruch beleidigt sowohl die Opfer eines Mordes als auch die Gewissensentscheidung einer Frau im Schwangerschaftskonflikt.

 

Die geringe Sensibilität gegenüber schwangeren Frauen, die sich aus vielerlei und unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage sehen, für das Kind, das sie erwarten, eine Zukunft aufzubauen, reiht sich ein in die vielen abstrusen Gedanken der Päpste der römisch-katholischen Kirche zur Lebenswirklichkeit von Frauen. Die Verurteilung gesetzlicher Möglichkeiten zu einem straffreien Abbruch durch den Papst verkennt, dass es Schwangerschaftsabbrüche auch unter strengsten Verboten immer gegeben hat und weiter geben wird. Allerdings immer auf Kosten der Frauen, die oftmals einen heimlichen Abbruch mit dem Leben bezahlten. Die Parlamentarierinnen und Parlamentarierer, die Gesetze zur Straffreiheit verabschieden, haben erkannt, dass der Schutz ungeborenen Lebens nicht gegen den Willen der Mutter möglich ist.

 

Nur über den Weg der Anerkennung des Konfliktes und der Entscheidung der Frau und der Möglichkeit, über ihre Not- und Konfliktsituation zu reden und Rat einzuholen, können Hilfen aufgezeigt werden, ein Leben mit dem Kind zu gestalten und zu meistern. Die Haltung des Papstes und der katholischen Kirche verhindert somit möglicherweise sogar die Entscheidung für das Kind.

 

Kontakte zum Vorstand des Frauenwürde e.V.:
Annegret Laakmann, Tel. 02364-5588, E-Mail: frauenwuerdenrw(at)versanet.de
Ulla Beckers, Tel. 0203-5006866, E-Mail: momimu(at)arcor.de
Hanspeter Schladt, Tel. 02631-48327, E-Mail: hpschladt(at)arcor.de

 

Der Verein Frauenwürde e.V. ist als eigenständiger Verein Projektgruppe der KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche. Der Verein wurde 1998 gegründet, als abzusehen war, dass die katholische Kirche in Deutschland auf Bitten des damaligen Papstes aus dem staatlichen System der Schwangerschaftskonfliktberatung aussteigen würde.

 

Ortsgruppen des Vereins betreiben 6 Beratungsstellen für Frauen im Schwangerschaftskonflikt.

 

Ein Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland nach § 219 StGB in den ersten 12 Wochen straffrei.


Von: PM/WSK