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Kämpferische Betriebsversammlung der Beschäftigten des H&M Lagers in Großostheim am Freitag, den 13. Oktober 2017 in Ringheim

12.10.2017

„Aktion Arbeitsrecht“ übergibt Negativpreis für schlechte Beschäftigungsverhältnisse und Union Busting an Betriebsversammlung – H&M hält weiter an Schließungsabsicht des Lagers in Großostheim fest.


Großostheim, 13. Oktober 2017. Der Betriebsrat des H&M Lagers in Großostheim lädt heute am Freitag, den 13. Oktober zu einer Betriebsversammlung ein, um die Beschäftigten über den aktuellen Stand des von Schließung bedrohten Lagers zu informieren. Klar ist jetzt schon, dass die Beschäftigten mit ver.di gemeinsam für den Erhalt der 336 Arbeitsplätze kämpfen werden.

 

Die von den Arbeitgebervertretern aus Hamburg bisher vorgestellten Informationen über eine angebliche Unrentabilität des Lagerstandortes in Großostheim war nur sehr oberflächlich. Ob Alternativen zur Betriebsschließung wie z.B. eine Modernisierung des Standortes überhaupt ernsthaft geprüft wurde, ist bislang nicht erkennbar.

 

Ver.di-Sekretär Peter König rechnet damit, dass dies heute eine sehr kämpferische Betriebsversammlung für den Erhalt der Arbeitsplätze geben wird. Gerade H&M muss sich an seine selbst aufgestellten Unternehmenswerte wie z.B. „wir sind ein Team“ und „wir glauben an den Menschen“ messen lassen. H&M sagt über sich selbst „Unsere Werte sind Teil unseres Selbstverständnisses. Sie sagen aus, wofür wir stehen und wie wir handeln… Möglicherweise werdet ihr feststellen, dass man nach diesen Werten nicht nur arbeiten, sondern auch leben kann.“

 

Der Arbeitsplatzverlust von über 300 Beschäftigten passt da nicht in die vermeintlich heile Welt, in der sich H&M gerne selber wähnt. Die heutige Betriebsversammlung ist ein „schwarzer Freitag“ für H&M, so König weiter.

 

Torben Ackermann, Vorstandsmitglied der „Aktion Arbeitsunrecht“ übergibt H&M an der Betriebsversammlung den Negativpreis für schlechte Beschäftigungsverhältnisse und Union Busting, eine Auszeichnung, die sicherlich kein Arbeitgeber erhalten möchte. Neben der geplanten knallharten Vernichtung von über 300 Arbeitsplätzen in Großostheim ist H&M darüber hinaus seit Jahren im gesamten Bundesgebiet wegen systematischer Zermürbung von Betriebsräten und miesen Tricks mit befristeten Arbeitsverträgen auf unserer Liste, so Torben Ackermann. Auch hier am Standort in Großostheim wird der Betriebsrat seit vielen Jahren der Betriebsrat bei seiner Arbeit massiv von H&M behindert.

 

Geplanter Ablauf:

Beginn der Betriebsversammlung:

  • 13. Oktober 2017, ab 11:00 Uhr
  • im MOSAIK, Mehrgenerationenhaus,
  • Marsstr. 11a, 63762 Großostheim-Ringheim

Ver.di-Sekretär Peter König wird gegen ca. 12:30 Uhr aus der Betriebsversammlung heraus mit den Beschäftigten gegen die geplante Betriebsschließung protestieren. Hierbei steht der Vorstand der Aktion Arbeitsunrecht Ver.di-Sekretär Peter König und Beschäftigten für Fragen gerne zur Verfügung.


Von: SIGGI/PK