Soziale Netzwerke

  

Anzeige

Bananen und Rosen, Kaffee und Sportbälle

13.07.2018

Landkreis Würzburg weiter auf Fairtrade-Kurs


Seit Februar 2016 ist der Landkreis Würzburg als Fairtrade-Landkreis zertifiziert. Zahlreiche Aktionen und Ideen wurden bisher umgesetzt – von fair gehandelten Bananen als Magnesiumspender auch beim diesjährigen Firmenlauf über die Give-Aways des Landkreises aus gerechtem Handel bis zum Fairtree als Weihnachtsbaum im Landratsamtsfoyer. Zum Weltfrauentag gibt es für die Besucherinnen und Mitarbeiterinnen Fairtrade-Rosen. Die landkreiseigenen Schulen sind mit fair produzierten Sportbällen, die nicht von Kindern genäht wurden, ausgestattet.

 

Impulse gibt immer wieder die Fairtrade-Steuerungsgruppe, die sich regelmäßig trifft. Ihr gehören unter Leitung von Kreisentwickler und Regionalmanager Michael Dröse die Fairtrade-Beauftragte Brigitte Schmid, Pressesprecherin Eva Schorno, Werner Stumpf, Vorsitzender des Harambee-Weltladens in Güntersleben und Thomas Mitschke, Bildungsreferent und Geschäftsführer des Würzburger Weltladens an.

 

Auch der vor kurzem neu aufgelegte Einkaufsführer „Regional – fair – bio“, der in Zusammenarbeit mit der Stadt Würzburg unter dem Motto „stadt.land.wü.“ entstanden ist, will Konsumenten fair produzierte Alternativen aufzeigen.

 

Wenn Landrat Eberhard Nuß seine sportlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bei der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ zum Frühstück einlädt, kommen selbstverständlich Zutaten aus fairem Handel auf den Tisch. „Der von der Don-Bosco-Berufsschule gefertigte fahrbare Fairtrade-Verkaufsstand kommt bei Schulen super an und ist ständig für spezielle Aktionen ausgeliehen“, freut sich Brigitte Schmid. Bei Sitzungen im Landratsamt wird schon seit 2015 fair gehandelter Würzburger Partnerkaffee getrunken und mit eigenem Etikett auch an Jubilare verschenkt.

 

Der Fairtrade-Gedanke breitet sich im Landkreis aus

Im Landkreis Würzburg gehen immer mehr Gemeinden den Schritt zur Fairtrade-Kommune. Nach Güntersleben, Ochsenfurt und Veitshöchheim wird in diesem Jahr noch Rimpar zertifiziert werden. Auch Gerbrunn und Rottendorf will sich bewerben. Die Mittelschule Rimpar, das Gymnasium Veitshöchheim und das Deutschhaus-Gymnasium Würzburg wollen Fairtrade-School werden. Die Ignatius-Gropp-Grundschule Güntersleben hat dies bereits erreicht. Auch der Städtische Kindergarten Rechts des Mains in Ochsenfurt bewirbt sich als Fairtrade-Kindergarten. So wird die Bildungsarbeit für eine gerechtere Welt bei den Kindern und Jugendlichen verankert.

 

Eine-Welt-Bildungsreferent Thomas Mitschke nutzt den guten Draht zum Landkreis, um bei verschiedenen Anlässen mit seiner Kollegin Shiloe Mokay-Rinke, die Eine-Welt-Promoterin für Unterfranken ist, Informationen anzubieten. So waren die beiden bei Bürgermeister-Arbeitstagungen im Landratsamt vor Ort, sie informierten hunderte von Erzieherinnen bei der jährlichen Fachtagung „Ziele, Wege, Stolpersteine“ und auch bei der Verleihung des „Vorstandes des Jahres“.

 

Fairtrade auf der Landesgartenschau

Auch auf der Landesgartenschau gibt es vom 25. bis 27. Juli 2018 jeweils von 10 bis 18 Uhr im stadt.land.wü.-Pavillon zum Thema „Ernährung und Fairtrade“ viele Informationen und Aktionen der unterfränkischen Weltläden. Hier gilt es, Schülern und Besuchern auf unterhaltsame Weise den Zusammenhang zwischen Fairtrade, den Verhältnissen im Süden der Welt und unserem Konsum aufzuzeigen.

Auch die Realschule Höchberg hat sich den mobilen Verkaufsstand des Landkreises für den „fairen Pausenverkauf“ ausgeliehen. Foto: Julia Rindt

Von: S. Thomas/E. Schorno