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Ein Leben im Zeichen der Blutspende

19.05.2017

In Würzburg ehrte der Blutspendedienst des BRK seine 645 treuesten Blutspender aus Unterfranken


Franz Bedenk aus Lindach gehört zu den treuesten Blutspendern im Kreisverband Schweinfurt. Insgesamt 125 gute Taten stehen für ihn bislang zu Buche. Stolz erzählt er, wie seine Blutspenderkarriere vor vielen Jahren ins Rollen kam: „Es war knapp zwei Wochen nach meiner ersten Spende bei der Bundeswehr - um 5 Uhr morgens wurde ich in der Kaserne angerufen“, erzählt Bedenk, „da für einen Notfall in der Uni-Klinik Schweinfurt ein Null-Negativ-Spender gesucht war.“ Er habe natürlich Gewehr bei Fuß gestanden. Ab ging`s auf die Spenderliege in die Klinik, wo auch der Empfänger untergebracht war. Dessen Leben hat Franz Bedenk gerettet, weil er unverzüglich zur Stelle war. Das Hochgefühl, das er damals wieder mit in die Kaserne nahm, erlebe er bei jeder Blutspende. Doch der Grund zu spenden, ist für Bedenk ein anderer: „Mir geht es gut, ich bin fit. Aber vielen Menschen in Bayern geht es nicht so. Ihnen will ich einfach nur helfen.“

 

Insgesamt kommen aus Unterfranken 645 Blutspender, die, so scheint es, in ihrem Leben beinahe nichts anderes machen, als Blut zu spenden. Denn einzeln haben sie 75, 100, 125, 150 oder sogar 175 Mal ihr Blut für andere Menschen gegeben. Gemeinsam kommen Sie auf 64.200 Blutspenden. Sie gehören zu den Kreisverbänden Aschaffenburg (82), Bad Kissingen (61), Hassberge (75), Kitzingen (45), MainSpessart (87), Miltenberg-Obernburg (60), Rhön-Grabfeld (67), Schweinfurt (108) und Würzburg (60).

 

Für diese gesellschaftlichen Vorbilder Unterfrankens veranstaltete der Blutspendedienst des BRK (BSD) am Mittwoch im Würzburger Congress Centrum einen unterhaltsamen Ehrungsabend als herzliches Dankeschön. „Ihr Einsatz macht uns stolz, und er trägt dazu bei, dass mit rund 250.000 Aktiven die Blutspende die größte Bürgerinitiative in Bayern ist. Vor allem aber retten Sie seit vielen Jahren und Jahrzehnten das Leben anderer Menschen. Herzlichen Dank im Namen der Patienten in Bayern“, betonte Georg Götz, der BSD-Geschäftsführer.

 

Dass ihnen Blutspenden Spaß macht, war den Gästen anzumerken. Noch mehr Freude bescherte ihnen das Unterhaltungsprogramm mit prominenten bayerischen Größen aus Fernsehen, Sport und Comedy. So führte BR-Moderator Michael Sporer durchs Programm, und Behinderten- und Extremsportler Felix Brunner beeindruckte die Gäste mit seiner bisherigen Lebensgeschichte: Der junge Allgäuer erhielt nach einem schweren Kletterunfall im Jahr 2009 rund 800 Blutkonserven. Seither sitz er im Rollstuhl, ist aber sportlich mindestens genauso aktiv wie vor dem Unfall. Aktuell bereitet er sich als Monoskifahrer auf die Winter-Paralympics 2018 vor. In einem persönlichen Grußwort an die Spender bedankte er sich bei ihnen dafür, dass er überleben konnte. Darüber hinaus sorgte der bayerische Kabarettist Chris Boettcher mit einem Auszug aus seinem aktuellen Bühnenprogramm für mehr als einen Lacher.

Bild 1: Die Top-Spender aus Unterfranken mit jeweils 175 Lebensretter-Taten heißen: Herbert Wieczorek und Hans Zentgraf (beide KV Aschaffenburg), Nikolaus Kiesel und Eugen Teubert (beide KV Bad Kissingen), Guenther Trum und Rudolf Fischer (beide KV Hassberge), Manfred Hofmann (KV Kitzingen) und Karl Schäfer (KV Würzburg).___Bild 2: Franz Bedenk aus dem KV Schweinfurt ist mit 125 Blutspenden ein echtes Vorbild in Unterfranken.___Bild 3: Die Unterhalter auf der Bühne: Michael Sporer und Felix Brunner___Bild 4: Chris Boettcher___Bild 5: Georg Götz___Bild 6: glückliche Spender im Publikum (Bilder: BSD/Guido Rehme)

Von: SIGGI/SS