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AOK-Pflegeberater unterstützen in letzter Lebensphase

24.08.2018

Schweinfurt: Schwerstkranke, Sterbende und deren Angehörige wissen oft zu wenig über geeignete Beratungs- und Versorgungsangebote für die letzte Phase ihres Lebens. Helfen können Pflegeberaterinnen und Pflegeberater der AOK Bayern. 61 von ihnen haben sich in der Hospiz- und Palliativberatung weitergebildet, darunter Andrea Hippold, Petra Russ, Konstanze Jünemann-Dietz und Sandra Wimmer, allesamt Pflegeberaterinnen bei der AOK in Schweinfurt. Sie unterstützen bei Bedarf Betroffene und ihre Angehörigen bei der Suche nach einem geeigneten Angebot zur Begleitung und Betreuung am Lebensende. "Wir Pflegeberater übernehmen damit eine wichtige Lotsenfunktion und besprechen gemeinsam mit Patient, Angehörigen, Ärzten und Pflegeeinrichtungen, welche Versorgungsform die passende ist", so Andrea Hippold. "Dabei hat der Wunsch des Patienten stets Vorrang."

 

Stationär oder ambulant?

Die Palliativversorgung ermöglicht es schwerstkranken und sterbenden Menschen, umfassend und individuell medizinisch und pflegerisch betreut zu werden. "Das gilt sowohl für die ambulante Pflege in der eigenen häuslichen Umgebung, zum Beispiel durch Ärzte, Pflegedienste und Therapeuten, als auch für die stationäre oder teilstationäre Pflege in einem Hospiz, Pflegeheim oder Krankenhaus", so Petra Russ. Im Mittelpunkt der palliativen Versorgung steht nicht die Heilung einer Krankheit, sondern die Linderung von Schmerzen und anderen belastenden Beschwerden ebenso wie die Lebensqualität des Patienten und der Angehörigen.

 

Im Direktionsbereich der AOK Schweinfurt, deckungsgleich mit der Region Main-Rhön, unterstützen 6 ambulante Hospiz- und Paliativdienste Patienten in ihrer letzten Lebensphase. Die AOK Schweinfurt kommt für die pflegerische und ärztliche Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen auf. Sie trägt die erforderlichen Kosten der Betreuung auf der Palliativstation eines Krankenhauses oder in einem Hospiz. Auch die von ambulanten Hospizdiensten angebotene Sterbebegleitung zu Hause wird von der AOK mitfinanziert, so dass die palliative Versorgung für die Versicherten kostenfrei ist.

 

Die AOK-Pflegeberaterinnen informieren zudem auch allgemein über Möglichkeiten persönlicher Vorsorge für die letzte Lebensphase, insbesondere über die Themen Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung. Wer eine Pflegeberatung benötigt, kann sich bei Andrea Hippold unter der Rufnummer 09721/95 414 informieren.

 

Palliativmedizin

Ziel der Palliativmedizin ist es, schwerstkranken und sterbenden Menschen die Qualität der verbleibenden Lebenszeit zu verbessern. Dabei wird unterschieden zwischen der allgemeinen und der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung. Die allgemeine ist die sogenannte Basisversorgung von Sterbenden, um die sich die Haus- und Fachärzte gemeinsam mit Pflegediensten kümmern. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung gibt es für schwerstkranke Patienten, die eine besonders aufwändige Versorgung benötigen. Hier geht es vor allem darum, die Schmerztherapie und die Kontrolle der Symptome besser zu koordinieren. Dazu werden die Patienten in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung von eigens qualifizierten

 


Von: PM/LZ