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Ehrenpreis des Landkreises für Spätburgunder Spätlese trocken, Großes Gewächs

08.11.2018

Weingut Matthias Hirn zum zweiten Mal Ehrenpreisträger


Als Sieger bei der Fränkischen Weinprämierung 2018 ging für den Bereich des Landkreises Würzburg das Weingut Hirn in Untereisenheim hervor. Dies war Anlass für Landrat Eberhard Nuß, dem Familienbetrieb „Weinparadies“ einen Besuch abzustatten.

 

Die Familie Hirn zählt in Eisenheim zu den traditionellen Weinbaubetrieben. Nachzulesen ist das im Kellerbuch von 1756, das bis heute fortgeschrieben wird. Um 1866 zählte der Untereisenheimer Betrieb zu den größten Weinhandelshäusern in der Region. Heute betreibt Matthias Hirn das Weingut mit seinen Eltern und dem „Weinparadies-Team“. Die Marktstrategie der Familie Hirn beruht dabei auf dem Gedanken, dass es die Weinlagen Sonnenberg und Höll‘ gibt. Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass das Paradies dazwischen liegen muss.

 

Der prämierte Wein, ein 2016er Spätburgunder Spätlese trocken, Großes Gewächs, begeisterte den Landrat ebenso wie die Tatsache, dass dieser hochkarätige Wein vom Besitzer des „Weinparadieses“ Matthias Hirn im Barrique-Fass ausgebaut wurde.

 

Mit der Eröffnung des Weinguts „Weinparadies“ im Baustil von Friedensreich Hundertwasser im Jahr 2003 ging für Matthias Hirn ein Jugendtraum in Erfüllung. Als Jugendlicher hat ihn ein Architekturbuch des Künstlers tief beeindruckt, später hat er Hundertwasser persönlich kennengelernt. 1998 begann die gemeinsame Planung für das Weingut, vollendet wurde es vom Architekten Heinz M. Springmann, nachdem Friedensreich Hundertwasser im Februar 2000 verstorben war. Die markante Optik zieht sich dabei konsequent durch das gesamte Weingut. Von der Fassade über die Innengestaltung bis hin zu den Flaschenetiketten - alles ist im Design des österreichischen Künstlers gestaltet. Dem Landrat gefiel das besondere Weingut zwischen den Weinlagen Höll‘ und Sonnenberg: Er lobte besonders den Mut zur künstlerischen und lebensfrohen Gestaltung, den die Familie Hirn bewiesen hat.

 

Rund 20 Prozent seiner Weine baut Matthias Hirn in Bio-Qualität aus. Er setzt dabei den biologischen und nachhaltigen Gedanken konsequent um. So werden nicht nur Pflanzenschutzmittel vermieden, sondern der Anbau erfolgt auch CO2-schonend. Dafür eignen sich besonders pilzresistente Sorten wie Regent und Johanniter. Alle Weine aus dem „Weinparadies“ - egal ob konventionell oder in Bio-Qualität ausgebaut – sind prämiert mit Silber- bzw. Goldmedaillen.

Landrat Eberhard Nuß (links) zeigt das Modell des Ehrenpreises, mit dem Matthias Hirn bei der Fränkischen Weinprämierung für eine 2016er Spätburgunder Spätlese trocken, Großes Gewächs, ausgezeichnet wird. Foto: Dagmar Hofmann

Von: S. Thomas/D. Hofmann