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IHK Würzburg-Schweinfurt informiert

03.01.2018

Top 1: Chef dringend gesucht; Top 2: Wie mache ich mich selbstständig?; Top 3: IHK berät zu Finanzierung & Förderung


Top 1: Herausforderung Unternehmensnachfolge in Mainfranken

Würzburg Der Unternehmer wird zur Mangelware: In Bayern stehen laut dem Bayerischen Wirtschaftsministerium bis zum Jahr 2021 knapp 30.000 Betriebe mit über 500.000 Mitarbeiter vor dem Generationenwechsel. In Mainfranken sind vier von zehn IHK-Mitgliedsunternehmen akut betroffen, weshalb das Thema in Handel, Industrie und Dienstleistung immer mehr an Bedeutung gewinnt. In verschiedenen Veranstaltungen wird die IHK Würzburg-Schweinfurt daher 2018 für dieses Thema sensibilisieren und konkrete Hilfestellungen anbieten.

 

Betriebsübergaben scheitern meist am fehlenden Nachfolger

„Erfreulicherweise möchte nahezu jeder Betriebsinhaber sein Unternehmen in die nächste Generation weiter geben, oftmals auch innerhalb der Familie“, so Dr. Sascha Genders, IHK-Bereichsleiter Existenzgründung und Unternehmensförderung sowie Standortpolitik. Der Großteil der geplanten Übergaben scheitere letztlich aber daran, dass kein passender Nachfolger gefunden werde. „Diese Entwicklung lässt mittelfristig viele Unternehmen in der Region verschwinden, kostet Arbeitsplätze und gefährdet den deutschen Mittelstand.“ Neben der Nachfolgersuche zählen laut Genders die rechtzeitige Vorbereitung und Planung des Vorhabens, das emotionale Loslassen des Übergebers und die Finanzierung auf Seiten potenzieller Nachfolger zu den größten Hürden einer erfolgreichen Betriebsübergabe.

 

Entwicklung beschleunigt sich rasant

Laut Report zur Unternehmensnachfolge 2017 des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) e. V. kamen zuletzt auf jeden Senior-Unternehmer, der durch die IHKs im Bundesgebiet beraten wurde, 0,6 potenzielle Nachfolger. Noch im Jahr 2010 lag dieses Verhältnis bei 1,6. „Die Geschwindigkeit, in der sich die Herausforderung der Unternehmensnachfolge weiter aufbaut, ist erschreckend. Sie ist das Ergebnis aus rückläufigem Interesse an der Selbstständigkeit und demografischer Alterung der bestehenden Unternehmerschaft“, betont Dr. Genders. Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich noch verstärken: Nach Auswertung der IHK Würzburg-Schweinfurt sind bereits heute zwei von zehn Unternehmer in Mainfranken über 60 Jahre alt (23 Prozent), mehr als die Hälfte (55 Prozent) ist heute über 50 Jahre alt.

 

IHK-Schwerpunkte zur Unternehmensnachfolge in 2018

Auch 2018 bietet die IHK Würzburg-Schweinfurt Informationen zum Thema Unternehmensnachfolge. Den Anfang macht am 28. Februar 2018 die Veranstaltung „Wie wird ein Unternehmen erfolgreich alt?“ im Tattersall in Bad Kissingen.

 

Am 14. Mai 2018 lädt die IHK Würzburg-Schweinfurt gemeinsam mit der IHK Aschaffenburg und dem Bayerischen Wirtschaftsministerium zum „Unternehmensnachfolgekongress“ nach Schweinfurt. Anlass ist die Offensive „Unternehmensnachfolge.Bayern“, die Ende 2017 durch das Bayerische Wirtschaftsministerium mit dem Bayerischen Industrie- und Handelskammertag (BIHK) e. V. und den bayerischen Handwerkskammern ins Leben gerufen wurde.

 

Im Herbst 2018 findet eine Workshopreihe „Generationenwechsel“ statt.

Unterjährig bietet die IHK ihren Mitgliedsbetrieben ein Servicepaket zur Unternehmensnachfolge an. Dazu gehören Informationsunterlagen und persönliche Beratung, geförderte Coaching-Programme und Finanzierungssprechtage. Außerdem steht unter www.wuerzburg.ihk.de/nachfolge ein kostenfreier digitaler Notfallkoffer zur Verfügung, der hilft, Vorkehrungen für eine ungeplante Übergabe, zum Beispiel durch Krankheit oder Tod, zu treffen.

 

Informationen: Dr. Sascha Genders, IHK, Tel.: 0931 4194-373, E-Mail: sascha.genders@wuerzburg.ihk.de oder unter www.wuerzburg.ihk.de/unternehmensnachfolge.

 

Top 2: IHK erklärt Einmaleins der Selbstständigkeit

WürzburgWie komme ich an Geld für den Start in die Selbstständigkeit? Was sind die erforderlichen ersten Schritte? Welche Formalitäten und rechtlichen Besonderheiten muss ich beachten? Die IHK Würzburg-Schweinfurt hilft angehenden Existenzgründern, Start-Ups und Unternehmensübernehmern dabei, bei der Gründung die Weichen richtig zu stellen. Ralf Hofmann, Referent Existenzgründung und Unternehmensförderung, informiert am 17. Januar 2018 von 13:00 bis 20:00 Uhr in der IHK in Würzburg über formale Voraussetzungen, öffentliche Fördermittel, Inhalte eines Geschäftskonzepts anhand einer Businessplanvorlage sowie Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Rechtsformen.

 

Information und Anmeldung:

Katja Reichert, IHK, Tel. 0931 4194-311, E-Mail: katja.reichert@wuerzburg.ihk.de oder im Internet unter www.wuerzburg.ihk.de/gruendertage.

 

TOP 3: Jahresbeginn mit Blick auf die Unternehmensfinanzierung

Würzburg – Kontakte, Know-how und Kapital sind die drei Erfolgsfaktoren für Unternehmen. Bei der Gründung, für das eigene Wachstum oder bei der Unternehmensnachfolge lohnt sich stets ein Blick auf die IHK-Unterstützungsangebote rund um Finanzierung und Förderung.

 

Rat für mainfränkische Unternehmen

„Unternehmen sollten bei der Finanzierung stets auch an staatliche Unterstützungen denken, wie zum Beispiel durch die LfA Förderbank Bayern oder die KfW-Förderbank“, rät Dr. Sascha Genders, IHK-Bereichsleiter für Existenzgründung und Unternehmensförderung sowie Standortpolitik. Neben zinsgünstigen Kreditprogrammen seien auch Beteiligungen, Bürgschaften, Zuschüsse einzelbetrieblicher Wirtschaftsförderung, Programme der Arbeitsagenturen, Coachingprogramme zur Finanzierung von Unternehmensberatungsleistungen oder Crowdfunding für Start-ups Bausteine der Unternehmensfinanzierung. Die IHK bietet Interessierten eine neutrale, kostenfreie und kompetente Beratung in allen Finanzierungs- und Fördermittelfragen.

 

Grundregeln der Unternehmensfinanzierung beachten

Zwar sei das Zinsumfeld nach wie vor positiv, dennoch mahnt Finanzierungsexperte Dr. Genders: „Kein Kredit ist umsonst, das Geld für Zins und Tilgung muss erwirtschaftet und zurückgezahlt werden“. Grundsatz sei demnach, dass sich ein Darlehen nur dann lohne, wenn es auch notwendig sei. Öffentliche Kredite der Förderbanken sind hierbei stets eine Alternative zu Angeboten der Hausbanken, wobei besondere Regelungen zu beachten seien. So erfolge die Beantragung stets über eine Hausbank. Das Förderdarlehen – ebenso wie die meisten anderen Programme - darf daher als weiterer Grundsatz nicht für private Zwecke verwendet werden und es gelte ferner stets eine sogenannte Vorhabensbeginnklausel: Für die Kreditbeantragung darf das Vorhaben, der Erwerb eines Unternehmensanteils oder der Kauf einer Maschine noch nicht begonnen beziehungsweise der Kauf noch nicht getätigt sein. Der Vorteil öffentlicher Darlehen liege laut Dr. Genders neben möglicher günstiger Zinskonditionen bei entsprechender Bonität und vorhandener Sicherheiten, in der oftmals möglichen Haftungsfreistellung.

 

Finanzierung oftmals für kleine Betriebe schwieriger

Um nicht frühzeitig baden zu gehen, rät die IHK weiterhin, sich von Anfang an mit dem Thema Finanzierung und Förderung zu befassen. Laut einer Sonderauswertung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) e. V. nutzen nur rund zwölf Prozent der Unternehmen hierzulande Förderkredite und Zuschüsse. Demgegenüber finanzieren 65 Prozent der Betriebe ihre Investitionen mit dem klassischen Bankkredit. Auffällig sei laut der Befragung von rund 20.000 Unternehmen, dass trotz insgesamt verbesserter Finanzierungsbedingungen insbesondere kleine Unternehmen überproportional häufig von Schwierigkeiten bei der Fremdkapitalfinanzierung berichten, dies sind oftmals auch Existenzgründer und Start-ups. „Wichtig ist es, bei der Finanzierung, egal welchen Vorhabens, stets allumfassend alle Arten der Geldbereitstellung in Betracht zu ziehen. Nur wer die richtige Mixtur findet, der profitiert tatsächlich“, betont Dr. Genders.

 

Veranstaltungsreihe „Erfolgreich finanziert!“

Im Jahr 2018 bietet die IHK eine kostenfreie Veranstaltungsreihe an mit dem Titel „Erfolgreich finanziert! Finanzierung & Förderung leicht gemacht“. An insgesamt fünf Terminen erhalten Interessierte Informationen zu den Themen Crowdfunding (05.03.2018), Unternehmensberatung & Coaching (17.04.2018), Kredite, Beteiligung & Zuschüsse (08.05.2018), Business Angels & Private Equity (05.06.2018) sowie Bonität & Rating (12.07.2018). Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe sowie Anmeldemöglichkeiten gibt es un ter www.wuerzburg.ihk.de/erfolgreichfinanziert.

 

Weiterhin bietet die mainfränkische Wirtschaftskammer Unternehmern auch 2018 regelmäßig und kostenfrei Finanzierungssprechtage zusammen mit der LfA Förderbank Bayern in Würzburg, Schweinfurt, Bad Kissingen, Kitzingen und Haßfurt an. Information und Termine: Dr. Sascha Genders, IHK, Tel.: 0931 4194-373, E-Mail: sascha.genders@wuerzburg.ihk.de oder unter www.wuerzburg.ihk.de/Finanzierung.


Von: SIGGI/JB