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Studentenprojektes DAEDALUS

10.08.2017

Veitshöchheimer Unternehmen all ahead composites GmbH unterstützt Studentenprojekt Daedalus


Raumfahrzeuge, die auf fremden Planeten landen - für die Meisten ist das nur aus Filmen wie Star Wars oder Star Trek bekannt. Doch was für viele Fiktion ist, wird heute zunehmend zur Realität. Seien es Raumfahrzeuge, die auf anderen Planeten landen, oder auch Gleiter, die Flüge in fremden Atmosphären durchführen. Studenten aus Würzburg haben sich im Daedalus-Projekt zusammengeschlossen, um einen innovativen Gleiter zu entwickeln, der einen Beitrag zur Luft- und Raumfahrtforschung liefern soll. Das Projekt wird im Zuge des REXUS/BEXUS-Programms der deutschen Raumfahrtbehörde DLR in Kooperation mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) realisiert.

 

Bei der Fertigung der Faserverbundteile ihrer sog. SpaceSeeds, die aus 90km Höhe aus einer Rakete ausgeworfen werden, haben die Studenten der Universität Würzburg und der FHWS nun die Unterstützung des Unternehmens all ahead ahead composites GmbH zugesagt bekommen. Der Geschäftsführer und Gründer des Unternehmens Christian Gemperlein lud die Studenten in seine Firma nach Veitshöchheim ein, um mit ihnen über das Projekt zu sprechen. „Als ich eine Anfrage von den Studenten bekam und sie mich um meine Unterstützung baten, habe ich sie direkt zu mir in die Firma eingeladen. Dass die Jungs ihre freie Zeit in so ein Projekt investieren, finde ich klasse!“ so Gemperlein. Der Geschäftsführer der all ahead composites GmbH entwickelte schon früh eine große Leidenschaft für Fahrradtechnik, bis er sich 2010 selbständig machte. Nun verkauft sein Unternehmen Laufräder, Lenker und Sattelstützen aus Faserverbundwerkstoffen in die ganze Welt. „In meiner Zeit als Student hatte ich den Traum eigene Ideen in die Tat umzusetzen. Diese Leidenschaft herrscht auch bei den Studenten vom Projekt Daedalus und das möchte ich unterstützen.“, fügt Christian Gemperlein hinzu.

 

Die Studenten werden in der Fertigungshalle der Firma all ahead composites in Veitshöchheim die Flügel und andere Komponenten ihres SpaceSeeds aus Faserverbundwerkstoffen herstellen. Der Projektleiter Clemens Riegler bedankt sich beim Geschäftsführer und sagt: „Wir sind Herrn Gemperlein sehr dankbar, dass er sich unserem Projekt widmet und neben seinem Know-how auch seine Fertigungskapazizäten zur Verfügung stellt. Dadurch kommen wir einem erfolgreichen Abschluss des Projektes einen großen Schritt näher.“ Den Studenten bleibt zusätzliche Arbeit jedoch nicht erspart. Nach der ersten Besprechung mit Gemperlein wurden die ersten Vorgehensweisen besprochen.

Die beiden Konstrukteure des Teams Jonas Staus und Erik Hemmelmann haben nun alle Hände voll zu tun, um den Anforderungen für eine erfolgreiche Fertigung gerecht zu werden. Zudem steht das Team Daedalus unter enormen Zeitdruck: „Wir müssen bis November mit der Fertigung von vier SpaceSeeds fertig werden, die den Raumfahrtstandards entsprechen. In den nächsten Monaten kommt auf uns viel Arbeit zu.“ so der Projektleiter Riegler. Schon im März 2018 werden die Teammitglieder von Daedalus nach Schweden reisen um vom Raumfahrtzentrum Esrange Space Center in Kiruna ihre drei SpaceSeeds in die Rakete REXUS23 zu platzieren. Aus 90km Höhe fallen die frei fallenden Raumfahrzeuge Richtung Erde. Sie sollen durch ihre Eigenrotation einen Auftrieb erzeugen, der eine bremsende Wirkung erzielt, sodass ein kontrollierter Sinkflug ohne den Einsatz eines Fallschirms möglich wird. Das Projekt sei laut Riegler eine enorme Herausforderung für alle Teammitglieder, aber Gemperlein ist sich sicher, dass die Studenten mit ihrem Projekt Erfolg haben werden.

v.l.n.r: Jonas Staus, Christian Gemperlein, Clemens Riegler, Erik Hemmelmann (Foto: A.Bilican)

Von: SIGGI/AB