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Vier Pferde schaffen einen Arbeitsplatz

27.03.2018

Krämer zieht es immer wieder nach Bayern


Vom Reitsport leben in Deutschland über 300.000 Menschen

Krämer Pferdesport eröffnet demnächst schon seinen 34. MEGA STORE – diesmal in Werneck/Unterfranken, an der A 70, Ausfahrt Werneck. Hier entstehen weitere ca. 15 Arbeitsplätze des Familienbetriebes mit Sitz in Hockenheim/Baden. Werneck ist bereits der sechste MEGA STORE des europäischen Marktführers für Pferdesportartikel in Bayern. Guter Anlass, einmal die wirtschaftliche Bedeutung des Pferdesports in Deutschland und speziell in Bayern zu betrachten.

 

Deutschlands Pferdebesitzer, Züchter und Reiter lassen sich ihre Tiere einiges kosten. Etwa 2,6 Milliarden Euro investieren sie lt. einer Studie jährlich für die Pferdehaltung. Sogar auf 5 Milliarden Euro jährlich wird der Gesamtumsatz rund ums Pferd geschätzt, wenn man Tierarztrechnungen und die Ausstattung für Reiter und Pferde hinzurechnet.

 

Das Geschäft mit den Pferden blüht gerade in Deutschland. Mit über 690.000 Mitgliedern, die in 7.569 Vereinen organisiert sind, ist die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) der größte Pferdesportverband weltweit.

 

Mittlerweile werden kaum noch Pferde in der Landwirtschaft genutzt, wie dies nach dem Krieg noch der Fall war, aber als Reit- und Sporttiere sind sie umso beliebter und damit wichtig für die Freizeitindustrie. Lt. Marktforschungsinstitut Ipsos sichern 3 bis 4 Pferde einen Arbeitsplatz in Deutschland. Hierzulande verdienen mehr als 300.000 Menschen ihr Einkommen direkt oder indirekt mit Pferden – vom Reitlehrer über den Schmied und den Pferdefachtierarzt bis hin zum FN-geprüften Fachverkäufer bei Krämer Pferdesport.

 

Die Zahlen sind sehr eindrucksvoll, wenn man bedenkt, dass es 2014 bundesweit über 143.000 turniersportregistrierte Pferde gab. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung geht sogar von einem Gesamtbestand von ca. 1,2 Mio. Pferden und Ponys in Deutschland aus. Weltweit soll es über 60 Mio. Pferde geben.

 

Mit über 93.000 Mitgliedern in Reitervereinen (Anteil 13,5 % in Deutschland) liegt Bayern bundesweit auf einem vorderen Platz. Aber nur weniger als die Hälfte der deutschen Pferdeleute ist in Vereinen organisiert und es gibt viele Pferdehalter, die ihr Hobby auf eigene Faust betreiben. Zwar ist Niedersachsen auf dem Spitzenrang, wenn man die Anzahl der Reiter in Relation zur Einwohnerzahl setzt, aber mit 1,5 Reitern pro 1.000 Einwohner belegt Bayern nur einen soliden Platz im Bundesvergleich.

 

Ca. 1,17 Mio. Menschen in Deutschland reiten regelmäßig und wenn man Jugendliche unter 14 Jahren noch hinzurechnet, sind es sogar 1,6 Mio. Reitsportanhänger – etwa 2 % der Bevölkerung. Besonders beim weiblichen Geschlecht erfreut sich das Hobby hoch zu Ross enormer Beliebtheit. Rund 75 % der Mitglieder der deutschen Reitvereine sind Mädchen und Frauen. Bei den aktiven Reitern dominiert das weibliche Geschlecht mit 83 % sogar noch stärker. Die Entwicklung geht seit Jahrzehnten von den Herrenreitern zur Mädchen-Domäne.

 

Die große Liebe zu den Pferden ist zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden: Lt. FN beschäftigen sich bundesweit über 10.000 Firmen mit dem Pferd als Hauptgeschäftsfeld. Aber auch die Futtermittelbranche profitiert von Pferden und Ponys. Sie vertilgen etwa 1,6 Mio. Tonnen Futtergetreide und 1,8 Mio. Tonnen Heu jährlich.

 

Bei den Weltreiterspielen 2014 in der Normandie waren von 444 gestarteten Pferden 145, also ca. 1/3, aus deutscher Zucht. Die deutschen Pferdezüchter haben maßgeblichen Anteil am florierenden Pferdegeschäft. Mit 19 Gold-, 14-Silber- und 15 Bronzemedaillen gewannen deutsche Pferde 48 von 192 möglichen Medaillen bei den Weltreiterspielen 2014. Damit ist die deutsche Sportpferdezucht die mit Abstand erfolgreichste der Welt.

 

Deutsche Reiter haben bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften immer eine bedeutende Rolle gespielt und hieran ist Krämer auch beteiligt. Der Shooting-Star der Militaryszene, der 35-jährige Michael Jung, wird von Krämer seit Jahren gefördert und seine Erfolgsserie gipfelte im Gewinn dreier Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen in London 2012 und Rio 2016. Er war gleichzeitig Olympiasieger, Welt- und Europameister – eine Situation, die vor ihm kein anderer Reiter erleben durfte.

 

Doch nicht nur der Profi, sondern auch der Freizeitreiter investiert erheblich in sein Ross: Über die deutschen Auktionen wurden 2014 rund 900 Pferde zu einem Durchschnittspreis von € 21.394,-- vermarktet. Der Gesamtumsatz lag bei etwa 19,21 Mio. Euro und die deutschen Auktionen haben eine weltweite Reputation.

 

Auch die Medien haben die Pferde längst für sich entdeckt. Zur Zeit gibt es auf dem deutschsprachigen Markt allein etwa 60 Fachzeitschriften und Magazine rund um Pferd und Pony. Viele Tageszeitungen bringen von Zeit zu Zeit eine Beilage, die sich nur mit dem Pferd befasst. Der Pferdesport und die Pferdehaltung sind längst ein bedeutender Zukunftsfaktor für die Wirtschaft – auch und gerade in den neuen Bundesländern.

 

Krämer Pferdesport wurde 1967 von Richard Krämer gegründet und 1973 von der Familie Schmeckenbecher übernommen. In Reiterkreisen ist Krämer als Pferdesport-Versandhaus seit Jahrzehnten bekannt. Seit dem Jahr 2003 gründet man sogenannte Reitsport MEGA STORES in Deutschland und Österreich. In Bayern gibt es diese Einkaufs-Eldorados bereits in Sulzemoos, Irschenberg, Nürnberg, Regensburg und Türkheim/Bad Wörishofen. Bei den Eidgenossen arbeitet Krämer unter der Traditionsbezeichnung Felix Bühler und auch in Frankreich wurde im April 2016 der erste MEGA STORE eröffnet. Krämer hat über 800 Beschäftigte und man legt Wert auf sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse mit geschulten Fachkräften. Die Bauarbeiten am neuen Standort Werneck wurden planmäßig abgeschlossen und die Eröffnung findet vom 05.-07. April statt.

Bild 1: Die Krämer Flotte wartet auf ihren Einsatz---Bild 2: Aktuelle Luftaufnahme vom Krämer MEGA STORE Werneck---Bilder 3 und 4: Freundliche, lichtdurchflutete Verkaufsräume warten auf die ersten Kunden. Los geht‘s am 5. April!--- Bild 5: Die Reiterinnen und Reiter in Mainfranken freuen sich auf die Eröffnung vom 5.-7. April

Von: S. Thomas/F. Schmeckenbecher