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Bayernpartei hat Landtag im Visier

19.02.2018

Ausgelassene Stimmung beim politischen Aschermittwoch im Stadtteilzentrum


Die anwesenden Damen wurden gleich beim Betreten der Veranstaltung von der Bezirkstagskandidatin Birgit Hartmann und den Landtagskandidaten Uwe Hartmann mit einen weiss-blauen Schokoladenherz zum Valentinstag willkommen geheißen. Nach dem musikalischen Auftakt mit dem Frankenlied dargebracht von den Erlacher Wirtshausmusikanten begrüßte Birgit Hartmann die Gäste. Sie verwies darauf, dass es die Bayernpartei und nicht wie fälschlicherweise oft angenommen die CSU es war, welche den politischen Aschermittwoch 1948 in Vilshofen wieder aufleben ließ. „Das Orginal ist immer noch in Vilshofen, eben bei uns von der Bayernpartei, alles andere, egal ob in Passau oder sonst wo ist Nachgemacht!“, so die Bezirkstagskandidatin. Erfreut zeigte Sie sich darüber, dass im Saal nur noch wenige Plätze frei waren, „Es werden Jahr für Jahr einige mehr, wir sind auf einen guten Weg“ skandierte sie.

 

Josef Lausch, der stv. Landesvorsitzende, Kreis- und Stadtrat in Rosenheim zeigte in einer aussergewöhnlich sachbezogenen Aschermittwochsrede auf, Lausch, selbst Agrarfachwirt und Betreiber eines landwirtschaftlichen Betriebes forderte das Stärken der bäuerlichen Landwirtschaft – „Wir brauchen in Bayern keine chemieverseuchten Kolchosen“, so Lausch, er zog auch Stellung gegen die Treibjagd welche wegen Glyphosat auf die Bauern abzielt, die Deutsche Bahn, und nicht die Landwirte ist der größte Glyphosatverwender. Das die sogenannte GROKO in Wahrheit gar keine Mehrheit mehr hat vereiterte Lausch dazu, die Bundeskanzlerin aufzufordern sich von ihren Sitz zu trennen, „aber offensichtlich, so der Oberbayer weiter „ ist der Leim schon zu fest“.Zum Thema Eigenstaatlichkeit meinte Lausch mit einen Augenzwinkern, betrachten wir es mal von der sportlichen Seite, der FC Bayern steht im Championsleague Viertelfinale, unsere bayerischen Athleten in Korea wären auf den ersten Platz im Medaillenspiegel, also aus der Sicht der Dinge wären wir ebenso wie wirtschaftlich als eigener Staat mehr als überlebensfähig, so schloß „Sepp lausch“ seinen mit sehr viel Beifall bedachten Vortrag.

 

Eine typische Aschermittwochsrede hingegen lieferte Uwe Hartmann ab, immer wieder musste er seine Betrachtungsweise auf Grund von Lachsalven und Applaus unterbrechen. So bezeichnete er die Jamaika Verhandlungen mit Blick auf den Film Cool Runnings als Bob Jamaika 1 mit Angela Merkel als Steuermann, Cem Özdemir und Horst Seehofer als Anschieber und Christian Lindner als Bremser, das das nichts werden konnte, war von vorneherein klar, die FDP war schon immer eine Partei, die vor lauter Selbsterhaltungstrieb gerne Wortbruch begeht, ich darf nur auf die Vertrauenfsfrage bei Helmut Schmidt hinweisen, und so entwickelte sich, laut Hartmann, Jamaika zum Fluch der Karibik. Bei der CSU, so Hartmann, hat man momentan wohl das Guttenberg 2.0 Syndrom, sie liefert nur Plagiate, den Stop der Strassenausbaugebühr, übrigens seit 2012 auch von der Bayernpartei gefordert, hat man jetzt auf Grund des Bürgerbegehrens der Freien Wähler übernommen, die bayerische Grenzpolizei möchte Söder wieder einführen, das verlangt die Bayernpartei schon seit diese von eben jener CSU abgeschafft wurde, seit 1998, und Horst Seehofer möchte grenznahe Einrichtungen schaffen um die Asylanträge schnellstmöglich abzuschaffen. Hartmann selbst hat einen gleichlautenden Antrag beim letzten Parteitag der Bayernpartei gestellt, dieser wurde mit großer Mehrheit ins Landtagswahlprogramm aufgenommen. Hartmanns Fazit – Alles nur geklaut – Über die bayerische SPD zu sprechen, verweigerte Hartmann mit dem Hinweis, dass dies an Leichenfledderei grenzen würde.

 

Für diejenigen, welche in punkto AfD Bauchschmerzen hätten, hatte Hartmann einen Rat: „ Macht es wie bei Blähungen, lasst einen fahren und schlimmstenfalls bleiben ein paar braune Streifen zurück“.

Den Linken und auch den ANTFA Anhängern warf Hartmann, ein ewig gestriges Denken vor, die bewegen sich noch in der Zeit des kommunistischen Manifestes und haben das Atomzeitalter verschlafen.

 

Auch auf lokale Themen ging der Kitzinger Kreis- und Stadtrat ein: „Als Schlag mit einer Fliegenklatsche auf den Elefantenhintern“ bezeichnet Hartmann die Aufnahme der Personalien der drei Afghanen welche im Kitzinger Aqua Sole, Teenager sexuell belästigten. Wer sich in unseren Land nicht nach unseren Rechtsempfinden verhält, muss so lange interniert werden bis man sie in den nächsten Flieger in ihre angestammte Heimat schicken kann. Wir verschließen uns keinesfalls denjenigen welche in unser Land kommen und Hilfe brauchen, ein Slogan der Bayernpartei lautet: Einheimisches Stärken, anstatt das Fremde zu verteufeln, aber unser Recht muss auch konsequent angewandt werden.

Auch zum Kitzinger Notwohngebiet nahm er aus aktuellem Anlass Stellung. „Sicherlich sind die Wohnungen nicht komfortabel, das müssen Behelfswohnungen auch nicht sein. Aber auch mit diesen Wohnraum sollten die Bewohner pflegsam umgehen, es kann nicht angehen, dass Duscharmaturen herausgerissen werden, Toiletten verschmutzt werden und Mobiliar aus geschlossenen Fenstern geworfen wird, und sich dann die Bewohner beschweren, dass es in den Wohnungen zieht und es keine Duschgelegenheit gibt. Es kann auch nicht sein, dass städtische Arbeiter körperlich oder verbal angegriffen werden, er nannte als Beispiel den Wurf mit einer Bronzestatue auf einen Stadtgärtner der um 8.30 Uhr Rasen mähen wollte und als Ruhestörer beschimpft wurde. Ich bin sehr dafür, so Hartmann dass man den jungen Familien dort unter die Arme greift um nicht zuletzt für die Kinder ein geborgenes Aufwachsen zu ermöglichen, aber ich bin dagegen, dass man immer wieder investiert um die suchtkranken und kriminellen zu fördern, für diese Klientel gibt es Beratungsstellen, da ist nicht die Stadt zuständig, die müssen halt ihren Hintern dann zum Landratsamt bewegen, so der Kitzinger Stadtrat. Er zeigte durchaus Verständnis und Respekt für die Arbeit der Ehrenamtlichen, regte aber an, die Kräfte besser zu bündeln und damit das Cafe Wegweiser mit der gegebenen Möglichkeit zu Duschen täglich, wenn auch nur stundenweise zu öffnen.

 

Ja, so schloss Uwe Hartmann, - wir von der Bayernpartei wollen in den Landtag und ja – wir können auch Landtag. Umrahmt von den Erlacher Wirtshausmusikanten ließen die Anwesenden bei anregenden Gesprächen den gelungen Abend ausklingen.

Bilder: Rudi Stadel

Von: SIGGI/UH