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Der Christbaum fürs gute Gewissen

07.12.2017

Landratsamt schmückt wieder einen „Fair Tree“


Bereits zum dritten Mal erstrahlt eine stattliche Nordmanntanne aus fairer Produktion in der Eingangshalle des Landratsamtes Würzburg in der Zeppelinstraße 15. Anwärterin Svenja Leuchs und Auszubildende Antonia Horbelt schmückten die rund drei Meter hohe Tanne mit wunderbarem Schmuck, der von einem kleinen Familienunternehmen in Kaschmir, Nordindien produziert wird und ebenfalls aus fairem Handel stammt.

 

Im Frühjahr 2016 erhielt der Landkreis Würzburg die Zertifizierung zum „Fairtrade-Landkreis“. Der fair gehandelte und geschmückte Christbaum bringt den Gedanken des fairen Handels auch in die Weihnachtszeit und zeigt, was jedermann dafür tun kann. Die Idee für den „Fair Tree“ kam aus dem Fachbereich Regionalentwicklung, wo sich Fachbereichsleiter Michael Dröse und seine Mitarbeiterin Brigitte Schmid um die Umsetzung des fairen Handels im Landkreis kümmern. Auch im neuen Jobcenter des Landkreises in der Nürnberger Straße 47a stimmt ein Fair Tree die Besucher und Mitarbeiter auf die Weihnachtszeit ein.

 

In Würzburg, Estenfeld und Veitshöchheim gibt es mittlerweile einige Verkaufsstellen für fair gehandelte Christbäume. Unter www.bio-weihnachtsbaeume.com findet man alle Adressen in der Umgebung.

 

Was ist jetzt genau „fair“ daran? Es geht um das Saatgut für die in Deutschland verkauften Weihnachtsbäume, das zu 80 Prozent von Nordmanntannen aus dem Kaukasus, aus Georgien stammt. Dort stehen die besten Exemplare, mit deren Saatgut die Bäume angebaut werden, u.a. im Sauerland und in Dänemark.

 

Das dänische Label Fair Trees will die schlechten und lebensgefährlichen Arbeitsbedingungen der georgischen Zapfenpflücker verbessern, für mehr Arbeitssicherheit und bessere Entlohnung sorgen sowie die Bildung und ärztliche Versorgung der Familien unterstützen. Für jeden verkauften Baum mit dem Fair-Tree-Siegel gehen 67,5 Cent nach Georgien. Das Label ist von Fair Trade Denmark anerkannt. Auch die produzierenden Baumschulen sollen "Transparenz und eine ethisch einwandfreie Produktion garantieren", dies wird zum Beispiel durch das Agrarqualitätszeichen Global Gap für gute Agrarpraxis oder FSC für nachhaltige Holzwirtschaft nachgewiesen.

Als Beitrag zum „Fairen Landkreis Würzburg“ gibt es auch in diesem Jahr einen „Fair Tree“. Anwärterin Svenja Leuchs (vorne) und Auszubildende Antonia Horbelt schmückten den Baum mit Papiermaché-Baumschmuck aus fairem Handel. Foto: Eva Schorno

Von: SIGGI/ES