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Für ein Europa der Solidarität

05.07.2018

Es wäre wirtschaftlicher Selbstmord, wenn die Europäische Union in dieser Zeit in 27 Klein- und Kleinststaaten zerfallen würde


Die Erlöserkirche in Gerolzhofen stand ganz im Zeichen der SPD als Kerstin Westphal dort ihre Auftaktveranstaltung im Bereich Schweinfurt/Kitzingen für die Europawahl 2019 absolvierte. 54 Delegierte aus den Ortsvereinen in Schweinfurt Stadt und Land und im Kreis Kitzingen waren gekommen um der Rede Westphals für ein Europa der Solidarität zu hören und mit ihr zu diskutieren sowie die Delegierten für die Bezirkskonferenz zu wählen, die am 14. Juli in Schweinfurt die nächste Europakandidatin zu nominieren. Kerstin Westphal hat sich zu einer erneuten Kandidatur bereit erklärt.

 

Westphal sah spannende Zeiten für Europa, in denen sie wieder mehr Solidarität untereinander fordert: „Es wäre wirtschaftlicher Selbstmord, wenn die Europäische Union in dieser Zeit in 27 Klein- und Kleinststaaten zerfallen würde.“ Westphal will ein Europa, das sich kümmert und das für die Menschen da ist. Sie warb für den Europäischen Strukturfonds, mit denen Maßnahmen gefördert würden, dort wo man sich um Menschen kümmere, in den Kommunen, in den Verbänden und bei den Gründern. „Dass mit Hilfe des Strukturfonds nur unnütze, teure Projekte finanziert werden, ist ein Märchen“, stellte Westphal fest und untermauerte dies mit positiven Beispielen aus der Region.

 

Westphal kritisierte diejenigen, die Europa schlecht redeten und wie Markus Söder billige Polemik gegen Europa auffahren würden. So habe er bei der Eröffnung der Landesgartenschau in Würzburg nicht gesagt, dass in der Umgestaltung des Gebiets, wo früher eine US-Kaserne war und wo jetzt eine dauerhafte Grünanlage für die Menschen entstanden ist, vier Millionen Euro EU-Gelder drinstecken. Westphal brach eine Lanze für Europa, das nicht aufgegeben, sondern solidarischer und gerechter gemacht werden müsse. „Es muss sich was ändern, weil der konservative, der neoliberale Ansatz in Europa versagt hat! Europa muss zusammenrücken, Europa muss investieren und Europa muss verhindern, dass das europäische Sozialmodell angegriffen wird - sei es durch irgendwelche Handelsabkommen oder durch Privatisierung durch die Hintertür, wie bei der Wasserversorgung“ so Westphal, die Europa auch durch die Vereinbarungen im Koalitionsvertrag hier auf dem richtigen Weg sieht.

 

Bei der anschließenden Delegiertenwahl wurden neben Kerstin Westphal, Kathi Petersen, Marietta Eder, Ralf Hofmann, Ursel Kirmeier, Barbara Lützelberger, Dr. Annelie Präfke, Marianne Prowald, Rita Rolli, Stephan Rolli, Norbert Sandmann, Michael Umhöfer, Isabella Walter (alle Schweinfurt), Lydia Bünner (Hambach), Marc Leistner (Niederwerrn), Dr. Jürgen Kößler, Karin Jung (beide Iphofen), Eva-Maria Deppisch (Dettelbach), Maria-Luise Thein (Marktbreit) und Maurice Then (Mainstockheim) zur Europa-Bezirkskonferenz entsandt.


Von: S. Thomas/I. Walter