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Landratsamt Kitzingen informiert

29.05.2018

Top 1 Feiertag verschiebt Müllabfuhr; Top 2: Ausstellungseröffnung zum Europäischen Kulturerbejahr 2018; Top 3: Seeblind - Der wahre Preis der Frachtschifffahrt; Top 4: Weg mit den Schulden


Top 1: Rücksicht auf Prozessionen

Am Donnerstag, den 31. Mai, wird der Feiertag Fronleichnam begangen. Die Müllabfuhr legt an diesem Tag eine Pause ein. Dort, wo die Müllwerker normalerweise am Donnerstag die Tonnen leeren und die Gelben Säcke mitnehmen, kommt die Müllabfuhr einen Tag später, also erst am Freitag, vorbei. Die übliche Freitagstour der Müllabfuhr verschiebt sich auf Samstag.

 

Rücksicht auf Prozessionen

An Fronleichnam finden traditionell Prozessionen katholischer Gläubiger statt. Dazu eine herzliche Bitte der Abfallberater: „Nehmen Sie Rücksicht und stellen Sie die Abfalltonnen oder Gelben Säcke frühestens Donnerstagabend an die Straße, wenn bei Ihnen am Freitag Müllabfuhr ist.“

 

Wertstoffhof & Co. geschlossen

An Fronleichnam bleiben alle Verwertungs- und Entsorgungseinrichtungen im Landkreis Kitzingen geschlossen.

 

Top 2: „Vielfalt in der Einheit – Zisterziensische Klosterlandschaften in Mitteleuropa“ am 1. Juni in Kloster Ebrach

Heimat neu im Blick: Im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 hat der Landkreis Bamberg in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege mitteleuropäische Klosterlandschaften unter die Lupe genommen und präsentiert ab Juni eine Ausstellung in sechs Klöstern und vier Ländern. Auf deutscher Seite sind die bayerischen Landkreise Haßberge, Kitzingen, Neustadt an der Aisch, Schweinfurt und Tirschenreuth an dem Projekt beteiligt.

 

Ausgehend von Kloster Ebrach im Steigerwald (Lkr. Bamberg), das die früheste und bedeutendste Gründung des Zisterzienserordens östlich des Rheins war, zeigt das Sharing Heritage Projekt „Vielfalt in der Einheit – Zisterziensische Klosterlandschaften in Mitteleuropa“, welche Fußabdrücke die Zisterzienser europaweit hinterlassen haben. Zu entdecken sind einheitliche Landschaftsprägungen, die den Steigerwald mit Burgund, Böhmen mit der Steiermark oder die Oberpfalz mit dem Waldviertel verbinden: alte Weinberge, Wasserkanäle, Mühlen und Teiche, Wälder, Wallfahrtswege und ganz zentral die Klöster, ihre Amtsschlösser und Gärten. Rund um die Klöster Morimond (Frankreich), Ebrach und Waldsassen (Deutschland), Rein und Zwettl (Österreich) sowie Plasy (Tschechien) zeigt sich hier europäische Identität. Die Ausstellung und das Begleitprogramm mit Wanderungen, Radtouren, Führungen und Vorträgen möchten zum Spurenlesen anregen und auf das Europäische im Lokalen hinweisen.

 

Pressegespräch, Ausstellungs-Preview, Pressefoto

„Vielfalt in der Einheit – Zisterziensische Klosterlandschaften in Mitteleuropa“

 

1. Juni, 16:00 Uhr: Kaisersaal Kloster Ebrach, Marktplatz, 96157 Ebrach

Ausstellungseröffnung: 1. Juni, 17:00 Uhr im Kaisersaal Kloster Ebrach

 

Fachtagung, 1.6., 10:00 Uhr im Kaisersaal von Kloster Ebrach

Zur Eröffnung der Fachtagung sprechen der deutsche Koordinator des Europäischen Kulturerbejahres Dr. Uwe Koch (DNK) und Generalkonservator Prof. Dr.-Ing. Mathias Pfeil, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege

 

Die dreitägige internationale Tagung mit Exkursion in die Klosterlandschaft bringt Experten aus den Fachbereichen Geschichte, Geographie und Denkmalpflege zusammen, um Handlungsempfehlungen für die Inwertsetzung, Bewahrung und Vermittlung des kulturellen Erbes „Zisterziensische Klosterlandschaften zu entwickeln.

 

Projektinformation

Träger des Projekts ist der Landkreis Bamberg in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege sowie den beteiligten Landkreisen in Bayern (Haßberge, Kitzingen, Neustadt/Aisch, Schweinfurt, Tirschenreuth).

 

Das Projekt wurde gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) sowie das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.

Ausstellungskonzept 22 Tafeln zu folgenden Themen

1. Die Zisterzienser - Eine europäische Bewegung (Orden und Bedeutung)

2. Ideal und Wirklichkeit - Vom Mittelalter bis zur Neuzeit (Grundlagen der Ordensverfassung zur Landbewirtschaftung und -besiedlung)

3. Von Morimond in die Welt - Netzwerke des Glaubens und der Macht (Filiation und Vernetzungsstruktur der Ordenslinie von Morimond-Ebrach)

4. In Tal und Einsamkeit – Klöster zwischen Klischee und Wirklichkeit (Gründungslegenden und topographische Informationen)

5. Ora et labora - Eine Landschaft aus Gebet und Arbeit (Erläuterung Klosterlandschaft und KLI)

6. Abtei und Klosterlandschaft Morimond

7. Abtei und Klosterlandschaft Ebrach

8. Abtei und Klosterlandschaft Rein

9. Abtei und Klosterlandschaft Waldsassen

10. Abtei und Klosterlandschaft Zwettl

11. Abtei und Klosterlandschaft Plasy

12. Dort pflanzt, wo die Wasser fließen - Die Wasserbaukunst der Zisterzienser (Bewässerungssysteme der Zisterzienser)

13. Grangien: Der Ring der Wirtschaftshöfe (Struktur, Funktion der Wirtschaftshöfe; System Eigenwirtschaft u. Entwicklung Wirtschaft/ Eigenbedarf und Handel)

14. Brot und Wolle: Zisterzienser als landwirtschaftliche Pioniere? (Methoden des Ackerbaus und Obstbaus)

15. Land der tausend Teiche: Eine Fastenspeise als Landschaftsgestalter (Fastenregeln, Teichanlagen, Fischzucht etc.)

16. Winzer Gottes: Die Mönche als Förderer des Weinbaus (Weinberge, Sonderkulturen)

17. Klosterwäler: Die Bedeutung von Rodung, Holz und Handel (waldbaul. Wirtschaftsformen, Waldnutzung)

18. Bauernlegen, Rodungssiedlung, Stadthöfe: Mönche in Dorf , Flur und Stadt (Siedlungspolitik des Ordens, Flurformen)

19. Zisterzienser als Spezialisten: Handwerk, Technik und Handel

20. Heilige Zeichen in der Landschaft: Orte und Wege des Glaubens Klosterkirche, Kapellen, Wallfahrtskirchen, Wallfahrts- und Prozessionswege

21 und 22: lokale Tafel: Informationen zu Kloster Ebrach und Region

 

Top 3: Dokumentarfilm von Denis Delestrac aus der Reihe Energie und Klimaschutz

Landkreis Kitzingen Ein weiterer Beitrag der Veranstaltungsreihe „Energiewende und Klimaschutz im Kitzinger Land“ ist am Dienstag, 12. Juni, von 19 bis 21 Uhr in der Alten Synagoge mit dem Dokumentarfilm „Seeblind“ von Denis Delestrac.

 

90 Prozent der Waren, die wir im Westen verbrauchen, werden im Ausland gefertigt und per Schiff zu uns gebracht. Die Frachtschifffahrt ist ein wichtiger Akteur in der Weltwirtschaft. Ohne sie wäre es unmöglich, den ständig wachsenden Bedarf unserer Gesellschaft zu erfüllen. Doch wer zieht die Fäden in diesem Millionen-Dollar-Geschäft? Inwieweit nimmt die Branche Einfluss auf politische Entscheidungen? Und welche Auswirkungen hat sie auf die Ökosysteme oberhalb und unterhalb der Wasserlinie? Der Film zeigt auf einer Reise über Meere und Ozeane die vielen Gesichter eines nahezu unbekannten Industriezweiges. Der Filmabend ist Teil der Veranstaltungsreihe Energiewende und Klimaschutz im Kitzinger Land in Kooperation mit dem Landratsamt Kitzingen.

 

12. Juni 2018, 19.00 – 21.00 Uh

r Alte Synagoge Kitzingen

Eintritt frei, keine Anmeldung

 

Top 4: Bundesweite Aktionswoche der Schuldnerberatung vom 4. bis 8. Juni 2018

Landkreis Kitzingen „Weg mit den Schulden!“ lautet der Titel der Aktionswoche Schuldnerberatung 2018. Die Überschrift kann man durchaus mehrdeutig verstehen. Zum einen, dass die Schulden „weg sollen“ und zum anderen, dass die Schuldnerin oder der Schuldner einen Weg in die Schuldenfreiheit sucht. „Damit Menschen aus den Schulden herauskommen, ist ein Bündel an Maßnahmen notwendig“, weiß Elisabeth Schmitt von der Schuldner- und Insolvenzberatung am Landratsamt Kitzingen.

 

Laut Schuldneratlas Deutschland 2017 der Creditreform liegt die Überschuldungsquote in Deutschland bei 10,04 Prozent, das heißt, dass 6,9 Millionen Menschen über 18 Jahre überschuldet sind oder nachhaltige Zahlungsprobleme haben. Die Schuldnerquote für Kitzingen liegt bei 6,73 Prozent. Wie Elisabeth Schmitt erklärt, betreffen diese Probleme Menschen unabhängig vom Einkommen und ziehen sich durch alle Gesellschaftskreise. „Die Klientel, die zur Beratung kommt, reicht vom Hartz IV Empfänger über die Rentnerin bis zum Angestellten“, berichtet die Schuldnerberaterin aus ihrer Arbeit. Hinzu komme eine wachsende Anzahl von Überschuldungsgefährdeten.

 

Wie Schmitt weiß, sind die Probleme und Fragen der ver- und überschuldeten Menschen vielschichtig: Sie haben neben den finanziellen Schwierigkeiten oft auch soziale Probleme. Von der Vermittlung zwischen Gläubigern und Schuldnern profitieren auch die Gläubiger. Außerdem haben überschuldete Menschen, die ihre sozialen und wirtschaftlichen Probleme im Griff haben, verbesserte Berufsaussichten.

 

„Wir begleiten, stabilisieren und unterstützen“, erklärt Schmitt. Sie versucht gemeinsam mit den Betroffenen Wege aus und mit den Schulden aufzuzeigen, damit die Menschen wieder Perspektiven sehen und das Heft des Handelns in wirtschaftlichen Dingen wieder in die Hand bekommen: Im Rahmen der Budgetberatung werden die monatlichen Einnahmen und Ausgaben der Ratsuchenden erhoben und einander gegenübergestellt. Es werden gemeinsam Maßnahmen zur Minderung der Ausgaben und Erhöhung der Einnahmen besprochen. Die Schuldnerberatung informiert zum Pfändungsschutzkonto. Die Schuldnerberatung erklärt, was vom monatlichen Einkommen gepfändet werden darf und was passiert wenn der Gerichtsvollzieher sich angekündigt hat. Nach einer Sichtung und Überprüfung der bestehenden Forderungen werden Pläne zur Regulierung der Schulden entwickelt und ggf. auch über das Verbraucherinsolvenzverfahren informiert.

 

Unabhängige, kostenfreie und persönliche Beratung und Unterstützung erhalten Betroffene bei der Schuldner- und Insolvenzberatung am Landratsamt Kitzingen. Kontakt: Tel.:(09321)928-5215, Mail schuldnerberatung@kitzingen.de


Von: S.Thomas/C.Petzold