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Neue Straßenführung für Schonunger Schulzentrum

14.09.2017

Umleitung und Umfahrung am Schulzentrum


In Sachen Grundschule geht es jetzt nach der Vorgabe des Raumprogramms durch die Regierung von Unterfranken zügig vorwärts. Wie berichtet wurde das Raumprogramm aufgrund der explodierenden Geburtenzahlen und Zuzüge in der Gemeinde zum zweiten Mal in Folge nach oben korrigiert. Wäre die Schule nach den alten Vorgaben gebaut worden, wäre sie definitiv zu klein geworden. So tragen die Bemühungen um die Einwohnerentwicklung erste Früchte, was nicht ohne Auswirkung auf Projekte wie die Grundschule bleibt.

 

Nach dem Beschluss der Schulbau-Variante nach dem neusten Raumprogramm mit insgesamt nunmehr 12 Klassenzimmern durch den Gemeinderat konnte vor knapp drei Wochen nun das entscheidende Grundstück für die erweiterte Planung gekauft werden. Ende August wurden weitere notwendige Fachplanungsbüros beauftragt und in der jüngsten Gemeinderatssitzung ging es nun um die künftige Straßenführung (siehe Plan) und Bushaltestellensituation.

 

Alle Beteiligte, darunter Schule, Kindergarten und Naturfreunde sollen sich mitgenommen fühlen: Neben persönlichen Einladungen sind die Tagesordnungspunkte zum Thema Schule nach Möglichkeit stets öffentlich, erklärt Bürgermeister Stefan Rottmann. Auch das Busunternehmen Metz war vertreten und teile seine Vorstellungen einer funktionierenden Verkehrsführung im Gemeinderat mit.

 

Durch den Kinderkrippenanbau und die Verlegung der Erschließung und Zugang an den Galgenberg, ist die Erneuerung der längst verschlissenen Betonstraße notwendig. Eine An- und Abfahrtszone mit Parkbuchten soll rechter Hand entstehen. Dazu auch ein Gehweg, der in Verlängerung bis hinauf an das Naturfreundehaus und hinüber zur künftigen Grundschule reicht. Durch den Grundschulneubau war auch die Idee der Verlängerung der Straße hinüber zur Stichstraße „An der Tann“ geboren. Damit wäre eine Umfahrung möglich – gleichzeitig wäre im Zuge der verschiedenen Baumaßnahmen eine Umgehung bzw. Umleitung möglich. Immerhin laufen dort auf engstem Raum mehrere Großbaustellen: Neben der künftigen Kinderkrippe und dem Grundschulneubau, werden auch Erschließungs- und Straßenbaumaßnahmen im großen Stil und der Neubau der Energiezentrale erwartet. Die Baumaßnahmen werden alle Beteiligte und Anlieger auf eine harte Geduldsprobe stellen. Bereits fertig gestellt sind die Ringerhalle und der Waldkindergarten weiter oberhalb.

 

Mit der künftigen Umgehungsstraße sollen nochmals Parkbuchten, Gehsteige und zwei Bushaltestellen entstehen: Damit soll eine perfekte Verkehrs- und Parksituation am neuen Schulzentrum entstehen. Aufwendig ist nicht nur der Bauablauf oder das Zurverfügungstellen von Baustelleneinrichtungsflächen – auch die Verlegung von Kanal, Versorgungsleitungen oder dem Nahwärmeverbund stellt die Planungsbüros und Verwaltung vor komplexe Herausforderungen. Es ist, wie bei so vielen Projekten in der Gemeinde, vor allem die schwierige Topographie macht Planer, Mensch und Maschine zu schaffen und so worden auch im Gemeinderat verschiedene Varianten zur künftigen Straßenführung diskutiert und Argumente abgewogen. Eine Einbahnstraßenreglung und die spezielle Anordnung von Parkplätzen sollen eine zusätzliche Verkehrsberuhigung im Bereich des Schulzentrums erreichen.

 

Wie geht’s mit der Grundschule nun weiter: Die Entwurfsplanung soll zügig weiterentwickelt werden. Es ist die Stunde der Fachplanungsbüros, die sich um die richtige Statik, um Heizung, Lüftung, Sanitär oder die Freiflächenplanung kümmern. Wenn die Entwurfsplanung steht, muss sie vom Zuschussgeber abgesegnet werden und ein Bauantrag gestellt werden. Dann wäre der Zeitpunkt für einen Spatenstich sehr nah.


Von: SIGGI/SR