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Stadt Würzburg informiert

11.11.2017

Top 1: Woche der Militärmusik: Scheckübergabe an die Kulturtafel Würzburg e.V.---Top 2: Erkennen und Handeln - Umgang mit sexueller Gewalt bei Kindern und Jugendlichen---Top 3: Mit einem Lächeln zur Verkehrserziehung


Im Mai dieses Jahres fand die Woche der Militärmusik mit einer Vielzahl von Veranstaltungen in Würzburg, Veitshöchheim und Volkach statt. Neben den Lokalmatadoren vom Heeresmusikkorps Veitshöchheim musizierten auch die Soldatinnen und Soldaten des Luftwaffenmusikkorps Erfurt sowie des Marinemusikkorps Kiel in unserer Region.

 

Abschluss und zugleich auch besondere Höhepunkt war das Benefizkonzert zu Gunsten der Kulturtafel Würzburg e.V. im Mai im Congress Centrum Würzburg. Alle drei Musikkorps musizierten unter dem Motto *Musik zwischen Tradition und Moderne“ und bewiesen einmal mehr die Vielseitigkeit und das große musikalische Repertoire der Bundeswehr. Insbesondere das abschließende Finale, mit einem Orchester aus allen beteiligten Musikkorps begeisterte die Besucher mit einem außergewöhnlichen Musikerlebnis wie man es nur selten hören und erleben kann.

 

Oberbürgermeister Christian Schuchardt konnte nun im Beisein von Oberstleutnant Roland Kahle (Leiter Heeresmusikkorps Veitshöchheim) und Judith Ritzel (stellv. Leiterin Fachbereich Kultur) symbolisch den Scheck an die Kulturtafel Würzburg überreichen. Die Vertreterinnen der Kulturtafel, Regina Räder und Irmgard Güllsdorff freuten sich über die Unterstützung. Der Betrag von 1233 Euro ist für die Kulturtafel ein sehr willkommenen Beitrag und auch eine Anerkennung für ihre Arbeit. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Vereins engagieren sich seit 2014 für Menschen mit geringem Einkommen und vermitteln kostenfreie Eintrittskarten für kulturelle Veranstaltungen an mittlerweile über 1.000 Kulturgäste in und um Würzburg. Nähere Infos zu Kulturtafel unter www.kulturtafel-wuerzburg.de.

 

Top 2: Erkennen und Handeln - Umgang mit sexueller Gewalt bei Kindern und Jugendlichen

Das Thema sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen ist kein gesellschaftliches Tabu mehr. Insbesondere die Missbrauchsskandale der letzten Jahre haben die Öffentlichkeit aufgerüttelt und sensibilisiert. Das Ausmaß an sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen ist unverändert hoch. Es gibt jährlich über 12.000 Straf- und Ermittlungsverfahren wegen sexuellen Kindesmissbrauchs. Das Dunkelfeld wird von Polizei und Fachleuten um ein Vielfaches höher eingeschätzt. Sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen geschieht häufig im innerfamiliären und sozialen Nahbereich, in Institutionen und Freizeiteinrichtungen. Ein relativ neues Phänomen ist der sexuelle Missbrauch in digitalen Räumen. Sexuelle Gewalt widerfährt Mädchen und Jungen, auch Säuglinge und Kleinkinder sind betroffen. Die Täter sind Männer, Frauen, Jugendliche. Sie kommen aus allen gesellschaftlichen Schichten.

 

Trifft man im Alltag oder im Beruf auf Opfer sexueller Gewalt, ist die Unsicherheit, wie am besten geholfen und gehandelt wird, sehr groß. Wer mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, wird im Laufe der Berufstätigkeit wahrscheinlich mit diesem Thema konfrontiert werden.

 

Um die Anzeichen von sexueller Gewalt erkennen und deuten zu können und dann auch richtig zu handeln, hat die Berufsgruppe gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen Würzburg *Empfehlungen zur Vorgehensweise bei einem Verdacht auf sexuelle Gewalt“ erstellt. Die Würzburger Berufsgruppe gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen ist ein Kooperationskreis verschiedener Beratungsstellen, Organisationen und Institutionen. Der fachliche Schwerpunkt der Berufsgruppe liegt in der Arbeit für bzw. mit Kindern und Jugendlichen, die von sexueller Gewalt betroffen sind, sowie deren unterstützenden Familienmitgliedern. Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Präventionsarbeit. Prävention gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen gilt es intensiv zu stärken, indem z.B. Schutzkonzepte entwickelt werden.

Der Zusammenschluss der Fachberaterinnen besteht seit Anfang Ende der 80er Jahre. Ziel ist die Zusammenarbeit der verschiedenen Professionen, um die von sexueller Gewalt betroffenen Familienmitglieder zu stärken. Nach einer Begrüßung durch Dagmar Kressmann, der Leiterin des Allgemeinen Sozialdiensts der Stadt Würzburg und einem Grußwort von Dr. Hülya Düber, der Sozialreferentin der Stadt Würzburg, wurden die Empfehlungen von Mitarbeitern der Berufsgruppe vorgestellt. Wichtig sind bei diesen Empfehlungen vor allem die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachkräfte und Institutionen wie auch die Vermittlung von Handlungssicherheit für Fachkräfte im Umgang mit sexueller Gewalt. Mit den Empfehlungen hat die Berufsgruppe ein umfassendes Konzept entwickelt, wie Einrichtungen und Institutionen bei Verdacht auf sexuelle Gewalt fachlich fundiert vorgehen können. Beim Vortrag *Sexuelle Gewalt - äußere Anzeichen und inneres Erleben“ von Elisabeth Kirchner von Wildwasser Würzburg e.V. wurden die physischen und psychischen Anzeichen erläutert.

Es waren viele pädagogische, psychosoziale, medizinische und juristische Fachkräfte anwesend, die den Vorträgen gespannt zuhörten und sich in verschiedenen Diskussionen untereinander austauschen konnten. Die Empfehlungen liegen in gedruckter Form vor und können für einen Kostenbeitrag von sechs Euro bei pro familia Würzburg bezogen werden oder auf der Homepage der Berufsgruppe:

www.berufsgruppegegensexuellegewalt.de eingesehen werden.

 

Kontaktdaten der Berufsgruppe: Hans-Peter Breuner, pro familia Fachberatungsstelle, Semmelstraße 6,97070 Würzburg, hans-peter.breuner@profamila.de

 

Mitglieder der Berufsgruppe gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen Würzburg:

AWO Family Power / Beauftragte für Kriminalitätsopfer des Polizeipräsidium Unterfranken / Deutscher Kinderschutzbund, Kreisverband Würzburg e.V. / Evangelisches Beratungszentrum der Diakonie Würzburg / Kirchliche Jugendarbeit der Diözese Würzburg / Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie / Psychologischer Beratungsdienst der Stadt Würzburg, Heuchelhof und Lindleinsmühle / Psychotherapeutische Fachambulanz / pro familia Beratungsstelle Würzburg, Fachberatungsstelle bei sexueller Misshandlung / Sozialdienst katholischer Frauen e.V, Psychotherapeutischer Beratungsdienst / Sozialtherapeutische Abteilung der JVA Würzburg / Stadt Würzburg, Allgemeiner Sozialdienst / Stadt Würzburg, KoKi / Verein für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung e.V. Würzburg / Wildwasser Würzburg e.V., Verein gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Frauen / Zentrum Bayern Familie und Soziales 

 

 

Top 3: Mit einem Lächeln zur Verkehrserziehung

Ein Smiley kann mehr bewirken, als man denkt. Deshalb verwendet auch die Stadt Würzburg die Geschwindigkeitsanzeigen, die das Tempo und ein dementsprechendes Emoji anzeigen. Diese Anzeigesysteme reagieren auf die Geschwindigkeit vorbeifahrender Autos entweder lobend mit einem Smiley oder mahnend mit einem traurigen Emoji. Sie bewegen so die Autofahrer dazu, sich an das Tempolimit zu halten. Momentan verfügt die Stadt Würzburg noch über ein Geschwindigkeitsanzeigesystem, kurz GIS, das wechselnd an verschiedenen Orten genutzt wird. Jetzt wurden zusätzlich zwei neue Anzeigen erworben. *Bereits an 152 Standorten im Stadtgebiet bringen wir regelmäßig die Anzeigen an, um die Fahrer an die erlaubte Geschwindigkeit zu erinnern“, erläutert Franz-Josef Götz von der Fachabteilung für Verkehrsüberwachung.

 

Besonders betroffene Anwohner und Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen und Seniorenzentren loben die Verbesserung, die mit der Aufstellung solcher Geräte einhergeht und wünschen sich eine häufigere Anbringung.

 

Die Anschaffung der neuen Geräte wurde vor allem durch die finanzielle Unterstützung der Verkehrswacht Würzburg e.V. ermöglicht. Die beiden Vorsitzenden Dr. Dieter Aufderhaar und Reiner Mader hatten dies ermöglicht. 

Bild Top 1: Scheckübergabe an die Kulturtafel Würzburge.V.---Bild Top 2: Die Mitglieder der Berufsgruppe bei der Vorstellung der Empfehlungen im Ratssaal. Foto: Luisa Macharowsky---Bild Top 3: Lob und Tadel - Daumen hoch für die neue Geschwindigkeitsanzeige der Stadt und Verkehrswacht, ein trauriges Gesicht für einen Temposünder. Franz-Josef Götz, Dr. Uwe Zimmermann, Reiner Mader und Dr. Dieter Aufderhaar bei der Einweihung an der Zeller Straße. Foto: Luisa Macharowsky

Von: SIGGI/CW