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Stärkung des ländlichen Raums

15.08.2018

Traditionelles Sommer-Mediengespräch mit Landrat Eberhard Nuß


Würzburg, 14. August 2018

1.) Kultur verbindet – Begegnungen beim 29. Kulturherbst des Landkreises Würzburg

Mit über 170 Veranstaltungen in 39 Landkreisgemeinden wird die kulturelle Vielfalt und Kreativität im Landkreis Würzburg beim 29. Kulturherbst des Landkreises wieder bestens präsentiert. Die prall gefüllten Kulturherbstwochen finden in diesem Jahr vom 21. September bis 14. Oktober 2018 statt.

 

Kultur verbindet die verschiedensten Menschen und Kultursparten im Landkreis Würzburg, wenn es wieder heißt, Bühne frei beim 29. Kulturherbst des Landkreises Würzburg. Hier können sich Jung und Alt präsentieren, hier gibt es Veranstaltungen für und von Menschen mit und ohne Handicaps, es gibt wunderbare Konzerte und Ausstellungen, die ein Crossover der Stile und Jahrhunderte bieten. Denn: Kultur verbindet, indem sie „Spiel-Raum“ lässt für kreative Köpfe und Ideen. Indem sie einlädt zum Experiment und zur Neugier.

 

Musik und Kunst im Gut Wöllried - Eröffnung in Rottendorf

Begrüßt werden die Gäste bei der diesjährigen Eröffnungsveranstaltung von der Musikschule Rottendorf mit alten und neuen Rock-Pop-Hits. Unter dem Motto „Florian Meierott präsentiert seine jungen Nachwuchsmusiker der Villa Paganini und Stipendiaten der Florian-Meierott-Stiftung“ stellen sich junge Violinisten vor und spielen – begleitet und moderiert von Florian Meierott – Werke von Paganini, Mozart, Bach und anderen. Die Vernissage einer Ausstellung mit Malereien und Holz- und Gipsskulpturen rundet den Auftakt des diesjährigen Kulturherbstes ab.

 

Im Kloster Bronnbach, unserem Kooperationspartner aus dem Nachbarlandkreis Main-Tauber, dürfen Sie sich auf einen außergewöhnlichen Musikabend „Feidmann plays Beatles“ mit Giora Feidmann & dem Rastrelli Cello Quartett freuen.

 

Jubiläen im Rahmen des Kulturherbstes

 

  • 30 Jahre Backhäuslesfest in Greußenheim (Jubiläumskonzert mit „La Finesse“)
  • 10. Fränkischer Tanzabend in Kürnach
  • 15 Jahre Lindelbacher Kirchweih  

Kinder | Jugend | Inklusion

• Figurentheater für Familien und Kinder ab 8 Jahren – Krabat der Hexenmeister mit Thomas Glasmeyer in Gerbrunn

• Stop-Motion-Filmworkshop des Kreisjugendrings Würzburg in Kooperation mit der Gemeindejugendarbeit Hettstadt und Christoph Kirchner Film & Media in Hettstadt

• Die Kultur der Achtsamkeit – Einführung in die Meditation für Kinder im Benediktushof Holzkirchen

• Art & Sound im Jugendzentrum Kürnach (Konzert und Ausstellung)

• HipHop-/Cheerleading-Projekt, Bambo-Projekt (Percussionsinstrumente) der Gemeindejugendarbeit Markt Rimpar und des Fördervereins Kinder- und Jugendarbeit im Markt Rimpar (Aufführungen am Weltkindertag am 30.09.)

• Herbstkonzert des Jugendensembles Röttingen in der Burghalle Röttingen

• Flashmob-Tanzen mit Kathi und Maxi in Rottendorf

• Filmprojekt Rollywood in Sommerhausen - Inklusionsprojekt

• Korbtheater Alfred Büttner in Veitshöchheim (Der kleine Drache zieht aus – ab 3 Jahren)

• Wasserexperimente für Kinder im Wassermuseum Zell a. Main

 

170 Veranstaltungen in 39 Landkreisgemeinden

Es ist also wie immer für jeden Kulturfan wieder vieles dabei in der schönsten Jahreszeit im Landkreis Würzburg. Denn auch die weiteren insgesamt 170 Veranstaltungen in 39 Landkreis-Gemeinden bieten für Jung und Alt Erlesenes, Besonderes, Erfreuliches und Begeisterndes – eine bunte Palette mit Ausstellungen, Konzerten, Lesungen, Theater und Kabarett, mit Handwerk und Kunsthandwerk, Fränkischem und Kulinarischem, Kultur und Wein, mit Tanz, traditionellen Märkten, Wanderungen und vielem mehr.

 

Kultur als Herzstück der Region

„Das kulturelle Engagement und Angebot im ländlichen Raum hängt stark von den kommunalen Rahmenbedingungen ab“, erklärt Michael Dröse, als Leiter der Kreisentwicklung auch für den Kulturherbst verantwortlich. „Nur dort, wo es einen Nährboden für kreative und talentierte Künstler gibt, kann man auch die vielfältigen Früchte ernten und genießen“, so Dröse weiter. Kulturelle Aktivitäten und Angebote sind oftmals das Herzstück und Juwel einer Kommune oder einer ganzen Region. Der Kreativität wird mit dem Kulturherbst des Landkreises Würzburg die Möglichkeiten zur Präsentation geboten. „Mit dem Kulturherbst wird die Bildung neuer Netzwerke für attraktive und effektivere Kulturarbeit unterstützt und der Dialog zwischen allen Beteiligten gefördert“, freut sich Dröse.

 

Kultur sorgt für Chancengerechtigkeit

Der Kulturherbst zeigt wieder eindrucksvoll auf, dass Kulturangebote und Kultureinrichtungen offen sind für alle Altersgruppen und Menschen. Die kulturellen Aktivitäten tragen so in besonderer Weise zur Chancengerechtigkeit bei. Die Veranstaltungsbeiträge werden ausschließlich von Vereinen, Organisationen und Einzelpersonen aus dem Raum Würzburg organisiert, die sowohl dem ehrenamtlichen und Laien- als auch dem professionellen Bereich angehören. Der Landkreis ist Koordinator und Organisator für die Sammlung der Programmmeldungen und übernimmt die Gesamtwerbung. Für Programmhefte, Plakate und Werbung stehen ausreichende Mittel im Kreishaushalt zur Verfügung. Seit nunmehr 29 Jahren findet der Kulturherbst vom vierten Wochenende im September bis zum dritten Wochenende im Oktober statt.

 

Programm und Information

Das Programmheft sowie weitere Informationen erhalten Sie beim Landratsamt Würzburg, Kreisentwicklung, Zeppelinstraße 15, 97074 Würzburg, Gudrun Beck, Tel. 0931 8003-5113, Fax 0931 8003-5110, E-Mail: g.beck@lra-wue.bayern.de. Die Programmbroschüren liegen ab sofort in den Gemeindeverwaltungen sowie bei Banken und Sparkassen und sonstigen öffentlichen Einrichtungen auf. Zum Herunterladen auch auf www.landkreis-wuerzburg.de

 

 

2.) Neuauflage „Äpfel und Birnen in Franken“

Landkreis engagiert sich für Erhaltung der Streuobstkultur

Der Landkreis Würzburg zählt zu den Schwerpunkten des Streuobstanbaus in Bayern. Nördlich von Würzburg gibt es im Raum Margetshöchheim, Erlabrunn und Leinach noch etwa 40.000 Streuobstbäume. Hier wachsen noch zahlreiche alte Apfel- und Birnensorten, deren genetisches Erbe es zu erhalten gilt.

 

2007 startete im Landkreis Würzburg das Projekt „Obstsorten-Kartierung“ mit dem Ziel, alte Apfel- und Birnensorten zu kartieren und deren genetisches Material zu sichern. Damals wurden 4608 Apfelbäume und 589 Birnbäume in zahlreichen Landkreisgemeinden überprüft und 146 Apfel- sowie 42 Birnensorten bestimmt.

 

Ein Ergebnis des Projekts war das 2010 erstmals aufgelegte Buch „Äpfel und Birnen in Franken“, in dem die Pomologen Edwin Balling, Alfons Miethaner und Wolfgang Subal rund 80 Apfel-und Birnensorten vorstellten.

 

Ziel des Buches war es, interessierten Laien die Bestimmung von Streuobst zu erleichtern und ihnen Empfehlungen für Neupflanzungen an die Hand zu geben. Die erste und auch die 2011 erschienene 2. Auflage waren schnell vergriffen. Um die Erkenntnisse der Streuobstkartierung von 2007 – 2009 zu erhalten, bewilligte der Kreistag für das Haushaltsjahr 2018 12.000 Euro für eine dritte, überarbeitete, ergänzte und neu gestaltete Auflage des Buches.

 

Federführend war der Pomologe Wolfgang Subal, der mit Unterstützung von Hubert Marquart die Ergänzungen und Überarbeitung vornahm. Die gestalterische Überarbeitung besorgte Schinagl Graphik-Design aus Veitshöchheim. Das Buch ist im August 2018 in einer Auflage von 1.500 Exemplaren erschienen und an der Bürgerinformation des Landratsamtes Würzburg, Zeppelinstraße 15, 97074 Würzburg, für 9 Euro erhältlich.

 

 

3.) AK Familie Kindertagesbetreuung am Landratsamt Würzburg

- Sachstand – Vorlage für das Sommer-Mediengespräch des Landrats am 14.8.2018

Sitzung des Kreistags am 4.12.2017: Der Errichtung einer Kindertagesbetreuung wurde wie beschrieben zugestimmt und die notwendigen Mittel in den Haushalt 2018 eingestellt

 

Mit Verabschiedung des Haushaltes für das Jahr 2018 durch den Beschluss des Kreistages vom 19.3.2018 wurde die Gesamtmaßnahme genehmigt. Die notwendigen Haushaltsmittel wurden durch die Finanzverwaltung bereitgestellt.

 

Der Umwelt- und Bauausschuss hat in der Sitzung am 18.6.2018 der abschließenden Planung für die Errichtung der Kindertagesbetreuung im Erdgeschoss des Gebäudes Haus 3 sowie u.a. für die baulichen Anpassungen im Erdgeschoss zugestimmt.

 

Die vorbereitenden Arbeiten in den Räumen im Haus 3 sind derzeit im Gange. Ab ca. KW 38/2018 werden die für die KiTa geplanten Räume frei sein für den Rückbau.

 

Die Erstellung des Plans durch das das Büro Höring Architekten (Rechtsnachfolger des Büros stanek • höring Architekten nach dem Tod von Herrn Architekten Stanek) ist erfolgt.

 

Die Kosten für die Kindertagesbetreuung betragen nach derzeitigem Stand ca. 560.000,00 € brutto.

 

Die im Rahmen des Bauantragsverfahrens notwendigen Nachbarschaftsunterschriften werden eingeholt. Der Bauantrag soll möglichst noch im August 2018 bei der Stadt Würzburg eingereicht werden.

 

Ebenso soll der Förderantrag möglichst noch im August 2018 bei der Regierung von Unterfranken eingereicht werden.

 

Je nach Dauer des Baugenehmigungsverfahrens soll mit dem Bau spätestens im Frühjahr 2019 begonnen werden.

 

Derzeit wird von einer voraussichtlichen Bauzeit von 8 bis 10 Monaten ausgegangen.

 

4.) Projekt „Betriebliche Gesundheitsförderung“ (BGF) in kleinen und mittleren Unternehmen

Gerade in kleineren und mittleren Unternehmen können oftmals die Themen Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) oder Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) nicht oder nur am Rande bearbeitet werden. Doch die Anforderungen an die älter werdenden Arbeitnehmer steigen durch Zeitdruck und die Einführung neuer Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten stetig an. Dies führt auf Dauer oft verstärkt zu Arbeitsausfällen aufgrund von körperlichen oder psychischen Belastungen. Hier möchte das Regionalmanagementprojekt „Betriebliche Gesundheitsförderung“ ansetzen und unterstützen.

 

Zielsetzung

Durch das Angebot des Regionalmanagements mit der AOK Bayern als Kooperationspartner werden die Unternehmen, sowie kommunale Verwaltungen, Schulen und Kindergärten in zentralen Seminaren geschult, auf die genannten Anforderungen im Arbeitsalltag angemessen zu reagieren. Das Angebot richtet sich an ein bis zwei Mitarbeiter je Unternehmen bzw. Einrichtung, welche in der Funktion als Multiplikator das Thema anschließend im jeweiligen Betrieb einbringen. Indirekt werden damit der Fachkräftemangel eingebremst und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gestärkt.

 

Durchführung

Nach den Schulungen zum Thema „RückenFit am Arbeitsplatz“ im vergangenen Jahr setzt das Regionalmanagement den Fokus der diesjährigen Seminarreihe auf die Bereiche „Stressbewältigung & Positive Psychologie“. In drei, jeweils eigenständigen, Modulen ging es um die Frage, auf welche unterschiedliche Weisen Menschen in ähnlichen Situationen reagieren und welche Mechanismen hierfür verantwortlich sind. Mit alltagstauglichen und evaluierten Übungen bekommen die Teilnehmer eine umfangreiche Unterstützung an die Hand, wie Stressbewältigung und Wohlbefinden individuell gelingen kann.

 

Die Teilnehmerzahl war je Modul auf max. 16 Personen beschränkt. Aufgrund der hohen Zahl an Anmeldungen für den ersten Durchgang im Mai und Juni wurde direkt ein zweiter Durchgang der Seminarreihe für Juli organisiert, welcher ebenfalls voll belegt war. Ausreichend Anmeldungen für eine mögliche dritte Seminarreihe nach den Sommerferien sind bereits vorhanden.

 

Information: Sebastian Grimm, Regionalmanagement Landkreis Würzburg, Mail: s.grimm@lra-wue.bayern.de, Tel. 0931 8003-5114

 

 

5.) Asyl – aktueller Sachstand im Landkreis Würzburg

Aktuelle Zahlen - Asylunterkünfte und UMAs im Landkreis Würzburg

Aktuell befinden sich noch 38 Asylunterkünfte mit 726 Bewohnern im Landkreis Würzburg. Dabei handelt es sich um vier Gemeinschaftsunterkünfte der Regierung von Unterfranken mit 225 Bewohnern sowie 33 aktive dezentrale Asylunterkünfte der Asylbetreuung des Landratsamts Würzburg mit 501 Bewohnern.

 

Von den Bewohnern der Asylunterkünfte sind 381 Asylbewerber (d.h. diese befinden sich noch im Asylverfahren oder ihr Antrag auf Asyl wurde bereits abgelehnt) und 345 sogenannte „Fehlbeleger“ (d.h. diese Personen haben bereits einen Schutzstatus und sind demnach zum Auszug aus der Asylunterkunft berechtigt und verpflichtet, haben aber noch keine Wohnung außerhalb der Asylunterkunft gefunden).

 

Als sogenannter „Familiennachzug“ von 30 anerkannten Asylbewerbern wurden seit Oktober 2016 insgesamt 100 Familienangehörige in dezentrale Unterkünfte des Landkreises aufgenommen (zwischen 1 und 9 Familienangehörige pro anerkanntem Asylbewerber); davon sind mittlerweile 13 Familien mit insgesamt 46 Personen wieder ausgezogen - 17 Familienverbände mit insgesamt 84 Personen sind weiterhin noch in Asylunterkünften des Landkreises Würzburg wohnhaft.

 

In Privatunterkünften wohnen zusätzlich 97 Personen (d.h. diese wurden von der Pflicht, während des Asylverfahrens in einer Asylunterkunft zu wohnen, auf Antrag z. B. wegen des vorliegenden Gesundheitszustandes, befreit).

 

In den Asylunterkünften leben Bewohner mit 32 verschiedenen Nationalitäten (Stand 13.08.2018); Hauptherkunftsländer sind nach wie vor Afghanistan, Syrien und Ukraine, darauffolgend Somalia. Circa 30 Prozent der BewohnerInnen sind unter 18 Jahre alt, insgesamt sind circa 70 Prozent der BewohnerInnen unter 30 Jahre alt (davon 66 Prozent männlich; 34 Prozent weiblich).

 

Unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UMAs), Stand Juli 2018:

Nach einem Höchststand Ende des Jahres 2015 / Anfang des Jahres 2016, zu welchem 120 unbegleitete minderjährige Ausländer durch das Jugendamt betreut wurden, gehen die Zahlen langsam stetig zurück. Im Dezember 2016 standen 78 unbegleitete minderjährige Ausländer unter der Betreuung durch das Jugendamt. Aktuell betreut das Jugendamt des Landkreises Würzburg 54 unbegleitete minderjährige Ausländer. Kein unbegleiteter Minderjähriger ist gegenwärtig in einer dezentralen Asylunterkunft des Landkreises Würzburg wohnhaft.

 

Schließung von Asylunterkünften

Der Prozess der Umsteuerung wurde im April 2016 vom ehemaligen Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration veranlasst; Hauptgründe dafür waren der Rückgang der Zugangszahlen von Asylsuchenden und der Ausbau der staatlichen Kapazitäten.

 

15 dezentrale Unterkünfte im Landkreis Würzburg wurden seitdem bereits geschlossen; eine - bereits inaktive (d.h. dort sind keine Personen mehr untergebracht) - Unterkunft befindet sich im Schließungsprozess. Der Vertrag bezüglich der Asylunterkunft in Tückelhausen läuft am 30.11.2018 aus; den Bewohnern ist das Datum bereits bekannt. Die Bewohner werden möglichst bedarfsgerecht und - soweit es die Kapazitäten zulassen - in anderen Unterkünfte im Landkreis untergebracht.

 

Weitere Schließungen von dezentralen Asylunterkünften sind im Rahmen der Umsteuerung noch im Jahr 2018 geplant; die Schließung von Unterkünften wird im Voraus und mit ausreichendem Vorlauf bekannt gegeben, soweit dies planbar ist.

 

Wohnraumvermittlung - „Fit for move“ im Landkreis Würzburg Aktuell (Stand 31.07.2018) sind 258 Bedarfsgemeinschaften mit 676 Klienten aus dem Landkreis Würzburg bei der Wohnraumvermittlung „Fit for move“, welche als interkommunales Pilotprojekt von Stadt und Landkreis Würzburg in Kooperation mit dem Caritasverband für die Stadt und den Landkreis Würzburg e.V. im Juli 2017 ihre Arbeit aufgenommen hat, registriert.

 

Umgezogen bzw. im Umzug im Landkreis Würzburg sind bisher insgesamt 66 Bedarfsgemeinschaften mit 148 Personen.

 

 

6.) Vorsorge gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP)

Die Afrikanische Schweinepest (kurz: ASP) ist eine anzeigepflichtige hochansteckende und fieberhafte Allgemeinerkrankung der Schweine (Wildschweine und Hausschweine). Sie zeigt einen seuchenhaften Verlauf bei hoher Morbidität (Krankheitshäufigkeit) und Mortalität (Sterberate). Die Krankheit ist für den Menschen und für andere Tierarten vollkommen ungefährlich. Dennoch sind bei Auftreten dieser gefährlichen Tierseuche in Deutschland große negative Auswirkungen auf unsere Landwirtschaft, im Besonderen auf die Schweine haltenden Betriebe und die Fleischwirtschaft, zu befürchten.

 

Im Jahr 2007 begann der Seuchenzug in Georgien und verbreitete sich über die transkaukasischen Länder sowie Russland, Weißrussland und die Ukraine. Anfang 2014 erreichte die ASP die europäische Union und dehnte sich über die gesamten baltischen Staaten (Estland Lettland, Litauen) sowie Teile von Polen aus. Seit Juni 2017 tritt sie in der Tschechischen Republik und zuletzt auch in Ungarn und Rumänien auf (s. Karte 1).

 

Die Erfahrungen der letzten Jahre hinsichtlich der ASP-Ausbreitung hat gezeigt, dass ein Eintrag dieser gefährlichen Seuche überall und jederzeit, auch sprunghaft, möglich ist.

 

Das Friedrich-Löffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, warnt vor der Verschleppung der Seuche nach Deutschland und stuft das Risiko als hoch ein. Deshalb wurden und werden deutschlandweit Vorbereitungen für den Ernstfall getroffen.

 

Derzeit kein Impfstoff gegen ASP vorhanden

Für die Bekämpfung dieser Tierseuche steht derzeit kein Impfstoff zur Verfügung. Von Seiten der Gesetzgebung wurden kürzlich mehrere Anpassungen in den gesetzlichen Regelungen vorgenommen (Tiergesundheitsgesetz, Schweinepestverordnung, Jagdrechtliche Vorschriften).

 

Deutschlandweit finden vermehrt Tierseuchenübungen im Hinblick auf die ASP statt und auch die Ausstattungen und Planungsvorbereitungen an den lokalen Veterinärbehörden wurden bzw. werden daraufhin ausgerichtet.

 

Unter Anderem wurde auch in Bayern ein Netz von Verwahrstellen für die Aufnahme und Zwischenlagerung von erlegten und verendet aufgefundenen Wildschweinen eingerichtet.

 

Vorsorgliche Maßnahmen im Landkreis Würzburg

Für den Landkreis Würzburg sind drei Wildtiersammelstellen in Planung. Sie können in „Friedenszeiten“ von der Jägerschaft zur Entsorgung von Fallwild und von nicht zur Lebensmittelgewinnung verwertbarem Wild sowie dem zugehörigen Aufbruch genutzt werden können und im Seuchenfall zur Entsorgung von seuchenverdächtigem Wild als Verwahrstellen eingesetzt werden. Zur Abdeckung des Landkreisgebietes sind die Standorte an der Kompostieranlage in Oberpleichfeld, an der Sickerwasseraufbereitungsanlage in Uettingen sowie im Bereich des in Bau befindlichen Kreisbauhofes in Giebelstadt vorgesehen (sh. Karte 2).

 

Zur weiteren Vorbereitungen wurden von Seiten des Landratsamtes Würzburg bisweilen zur Seuchenbekämpfung notwendige Utensilien und Materialien angeschafft und die Grundbestände aufgestockt.

 

Im Falle eines Ausbruches der ASP werden von den zuständigen Veterinärbehörden Restriktionsgebiete (Sperrbezirk bzw. Gefährdetes Gebiet, Beobachtungsgebiet bzw. Pufferzone) ausgewiesen, welche auch Landesgrenzen überschreiten können. Dort zu treffende Maßnahmen bedürfen einer grenzüberschreitenden Abstimmung und Zusammenarbeit. Dies auf lokaler Ebene (Gemeinden, Landratsämter, jagdlichen Organisationen und Einrichtungen auf lokaler Ebene, örtliche landwirtschaftlichen Organisationen und Landwirtschaftsämter etc.), als auch auf den überregionalen und übergeordneten Ebenen (v.a. Regierung und Ministerien). Der Landkreis Würzburg steht mit den Beteiligten im Austausch und hat sich mit dem benachbarten Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg zu einem informellen Austausch hinsichtlich einer engeren länderübergreifenden Zusammenarbeit verständigt. Dies wird derzeitig fortgeführt und intensiviert.

 

Reduzierung der Schwarzwildpopulation notwendig

Neben den Maßnahmen des Veterinäramtes und der Sensibilisierung der Bevölkerung zum Schutz gegen die Einschleppung, ist auch die deutliche Reduktion der Schwarzwildpopulation zur Seuchenprävention notwendig. Das Landratsamt Würzburg setzt daher konsequente das Maßnahmenpaket zur Reduzierung von Schwarzwild aus dem Jahr 2015 um. Dabei wird es von Seiten der interessierten Jägerschaft unterstützt. Ein Baustein hierbei ist der Einsatz von Nachtzieltechnik. An Schwarzwildbrennpunkten im Landkreis Würzburg wurde bereits für acht Reviere an insgesamt 26 Personen die Genehmigung und der Auftrag zur Verwendung von Nachtsichtvorsatzgeräten erteilt.

 

Im Namen der Jägerschaft möchten wir auch die anderen an der Jagd beteiligten Personengruppen und die Landwirte für die Mitarbeit gewinnen. Neben der ganzjährigen Nutzung der bestehenden vielfältigen „natürlichen“ Bejagungsmöglichkeiten im Feld kann das gezielte Anlegen von Bejagungsschneisen, insbesondere in größeren Schlägen, einen Beitrag leisten. Dazu zählen auch freiwillig angelegte Blühstreifen und Bejagungsschneisen auf Maisflächen.

 

 

7.) Fortschritte der ÖPNV-Verbundraumerweiterung

Die Erweiterung des Verkehrsunternehmens-Verbundes Mainfranken VVM (Stadt Würzburg, Landkreise Kitzingen, Main-Spessart und Würzburg) um die Region Main-Rhön (Stadt Schweinfurt, Landkreise Bad Kissingen, Haßberge, Rhön-Grabfeld und Schweinfurt) ist ein lange gehegter Wunsch in der Region Mainfranken.

 

Um dieses Projekt weiter voranzubringen, wurde zum 01.01.2018 die Aufgabenträgergesellschaft der Nahverkehr Mainfranken GmbH von den Städten Schweinfurt und Würzburg sowie den Landkreisen Bad Kissingen, Haßberge, Kitzingen, Main-Spessart, Rhön-Grabfeld, Schweinfurt und Würzburg gegründet. Diese Gesellschaft kümmert sich um die bessere Abstimmung der einzelnen Gebietskörperschaften und erledigt die anfallenden Aufgaben, die bei der Umsetzung einer Verbundraumerweiterung anstehen.

 

Aktuell laufen die Vertragsabstimmungen über die Kooperationsverträge mit den einzelnen Verkehrsunternehmen. Diese Verträge sicheren den Verkehrsunternehmen ihre Rechte in der neuen Gesellschaftsstruktur, wenn sie weiterhin mit eigener Erlösverantwortung Nahverkehrslinien betreiben. Daneben stimmen sich die Städte und Landkreise über die personelle Profilierung und die damit verbundenen Finanzierung der Verbundgesellschaft ab.

 

Bei der Erstellung eines verbundeinheitlichen Wabenplans befindet sich die NVM in der Endabstimmung. Hier müssten die bestehenden Wabenpläne miteinander kompatibel gemacht werden bzw. für die Landkreise Schweinfurt und Haßberge komplett neu erstellt werden.

 

Zentrales Element bei der Verbunderweiterung stellt die Berechnung der Harmonisierungs- und Durchtarifierungsverluste dar. Harmonisierungsverluste entstehen, wenn ein neuer ÖPNV-Tarif zur Anwendung kommen soll. Die Durchtarifierungsverluste treten auf, da die Fahrgäste kostenfrei zwischen den Verkehrsanbietern umsteigen dürfen. Zur Ermittlung dieser Verluste muss eine Vollerhebung zum Fahrgastverhalten durchgeführt werden. Hier muss die Vergabe/Beauftragung eines Gutachters erfolgen, der Mittels Lastenheft die Untersuchung vollzieht. Hier steht die Beauftragung ebenfalls kurz bevor.

 

Die Verbundraumerweiterung liegt absolut im kommunizierten Zeitplan, sodass einer Umsetzung im Jahr 2022 aus derzeitiger Sicht nichts im Wege steht.

 

 

8.) Reaktivierung der Mainschleifenbahn

Ein Gewinn für Pendler und Touristen – und für die Umwelt

Landrat Eberhard Nuß ist Mitglied im Aufsichtsrat der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und setzt sich seit Jahren für eine Reaktivierung der Mainschleifenbahn (Bahnstrecke Seligenstadt/b. Würzburg – Volkach) ein. Landrat Nuß ist selbst begeisterter Bahnfahrer und sieht in der Reaktivierung einen Gewinn für Berufspendler und Touristen, einen Attraktivitätsgewinn für die gesamte Region und auch einen Gewinn für die Umwelt. Gerade vor dem Hintergrund der Diskussion um Feinstaub, Stickoxide und Fahrverbote ist der Schienenpersonennahverkehr ein noch zu wenig genutztes Instrument, um Natur und Umwelt zu schonen.

 

Es gibt einen breiten regionalen Zusammenschluss, der sich für die Reaktivierung einsetzt:

• Drei Landräte – Tamara Bischof (Lkr. Kitzingen), Florian Töpper (Lkr. Schweinfurt) und Landrat Eberhard Nuß (Lkr. Würzburg),

• vier Bürgermeister – Oberbürgermeister Christian Schuchardt (Würzburg), Bürgermeister Peter Kornell (Stadt Volkach), Bürgermeisterin Birgit Börger (Gemeinde Prosselsheim), Bürgermeister Andreas Hoßmann (Markt Eisenheim)

• sowie Arthur Steinmann als Vorsitzender des Wirtschaftsbeirats Bezirk Würzburg-Schweinfurt

haben gemeinsam einen Brief an Frau Staatsministerin Ilse Aigner, MdL (Bayer. Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr) formuliert, um die Reaktivierung der Bahnstrecke Seligenstadt bei Würzburg – Volkach, die sogenannte „Mainschleifenbahn“, voranzutreiben und die zehn Kilometer lange Strecke wieder für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) nutzbar zu machen.

 

Dies zeigt, dass sich die gesamte Region für die Reaktivierung der Mainschleifenbahn einsetzt. Denn das Projekt ist für den Pendler- und Individualverkehr sowie für die touristischen Verkehre von großer Bedeutung.

 

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) erstellte bereits eine Analyse der Fahrgastpotenziale. Die erste Prüfung ergab ein direktes Potential der Strecke von 600 Personenkilometer. Der Schwellenwert für eine Reaktivierung liegt derzeit bei 1000 Personenkilometern.

 

Die Analyse der BEG berücksichtigt jedoch noch nicht die Potenziale, die durch eine Anpassung von Busverkehren sowie der Einrichtung von Park&Ride-Plätzen erschließbar sein könnten.

 

Park&Ride-Plätze bringen neue Fahrgäste

Die Mainschleifenbahn stellt die attraktivste Verbindung zwischen Volkach und Würzburg dar. Durch den Bau von Park&Ride-Plätzen in Volkach sowie den Ortschaften, die auf der Strecke der Mainschleifenbahn liegen, wird den Bürgerinnen und Bürgern aus der näheren Umgebung die Möglichkeit geboten, mit der Bahn weiter Richtung Würzburg zu fahren.

 

Gerade die Stadt Würzburg ist für diese Region ein bedeutendes Ziel. Die Reaktivierung der Mainschleifenbahn stellt deshalb nicht nur für Pendler eine große Bereicherung dar, auch der Freizeitverkehr wird hierdurch gestärkt. Eine erhebliche Steigerung des Fahrgastpotenzials durch den Bau von Park&Ride-Plätzen ist durchaus realistisch.

 

Die Gemeinden planen folgende Park&Ride-Plätze:

• Volkach:150 Plätze

• Eisenheim: 20 Plätze

• Prosselsheim: 100 – 120 Plätze

 

Eine Verbindungsstrecke zwischen Würzburg und Volkach bringt aus touristischer Sicht ein hohes Fahrgastpotenzial. Die Mainschleifenbahn ist auch jetzt schon ein Touristenmagnet: Bereits heute ergeben sich rund 14.000 Fahrtenfälle an 42 Betriebstagen incl. Kinder (Familienkarten und Gruppen).

 

Schülerverkehr: Vom Bus auf die Schiene

Auch die Schülerverkehre, die bisher mit Bussen durchgeführt werden, bieten eine weitere – umweltfreundlichere – Zuführung von Fahrgästen. Die Zahl der Schüler aus den in Frage kommenden Landkreisen, die durch die Schulwegkostenfreiheit ermittelt werden konnten, liegt derzeit bei 186 Personen.

 

Auch durch die Neustrukturierung des ÖPNV im Landkreis Schweinfurt ergeben sich Zugewinne für die Mainschleifenbahn. Aus dem Landkreis Schweinfurt sollen zwei Linien nach Volkach führen, die indirekte Potenziale aus dem Raum Gerolzhofen nach Volkach an die Mainschleife bringen können.

 

Landrat Eberhard Nuß gibt sich überzeugt: „Wenn alle an einem Strang ziehen und die Reaktivierung auch im Ministerium Befürwortung findet, wird sich diese Strecke zu einer Erfolgsgeschichte entwickeln – als Gewinn für unsere Umwelt, für Pendler und Touristen. Denn: Mit der Bahn könnte man vorbei an den Staus auf der B 19 und ohne lästige Parkplatzsuche in 25 Minuten von Volkach nach Würzburg fahren – komfortabler geht es nicht. Das wird viele Menschen überzeugen!“.

 

Peter Kornell, 1. Bürgermeister der Stadt Volkach, wirbt auf www.volkach-bahn.de mit folgendem Zitat für die Reaktivierung:

„Ich selbst hatte 1977 bis 1980 in Würzburg meine Lehrzeit. Tägliches Pendeln war seinerzeit mit einem Stau auf der B19 – damals zweispurig – verbunden! In den Folgejahren wurde die B 19 vierspurig ausgebaut. Heute stehen die Pendler auf der vierspurigen B19 vor Würzburg wieder im Stau! Der große Unterschied zu den 70er und 80er Jahren ist, dass Würzburg heute vom ruhenden Verkehr ungleich stärker belastet ist. Würzburg ist von Autos zugestellt.“

 

Wie machen es die Hessen?

Ein Blick über die Landesgrenzen zeigt, dass in Hessen einige Projekte zur Reaktivierung von Schienenstrecken für den Personennahverkehr aufgelegt wurden. Hier sieht man den Nutzen v.a. in der Entlastung des an seine Kapazitätsgrenzen gelangten Bussystems, in der Verringerung von Schadstoffemissionen und einem Beitrag zur Luftreinhaltung, der Verknüpfung von Nahverkehrssystemen und der Verbesserung der Verkehrsanbindung sowie kürzerer Fahrtzeiten im Vergleich zu Bus und Pkw.

 

www.wirtschaft.hessen.de/sites/default/files/media/hmwvl/180716_prasentation_reaktivierungschienenprojekte_projektblaetter_0.pdf

 

Hintergrund-Information – Historie der Mainschleifenbahn

Am 14. Februar 1909 eröffnet ist die „Mainschleifenbahn“ zwischen Seligenstadt b.W. und Volkach/Main eine der letzten erhaltenen Nebenbahnen aus der Zeit der königlich-bayerischen Staatsbahn, die es in Unterfranken noch gibt. Fast alle anderen Trassen aus dieser Zeit sind inzwischen abgebaut.

 

Als technik-, wirtschafts- und kulturgeschichtliche Einheit verbindet sie die Volkacher Mainschleife, eine der schönsten Landschaften Bayerns, mit Würzburg, dem kulturellen Zentrum Unterfrankens.

 

Die 10 km lange Trasse beginnt im Volkacher Ortsteil Astheim am westlichen Ende der Mainbrücke. Diese wurde bis 1991 von Bahn und Straße gemeinsam genutzt. Am Nordhang der Mainschleife führt die Strecke hinauf in die weite Gaulandschaft rund um den Endbahnhof Seligenstadt b.W. Dort trifft sie auf die Bahnlinie Würzburg – Schweinfurt. Allerdings besteht derzeit keine Weichenverbindung zum Netz der DB. Trotzdem sind Umsteigen und Parken dort problemlos möglich.

 

Mit 23 Promille Steigung gehört das Stück zwischen Volkach-Astheim und dem Haltepunkt Escherndorf zu den steilsten Strecken Unterfrankens. Auf knapp vier Kilometern steigt die Trasse zwischen schattigen Streuobstwiesen, dicht belaubten, kühlen Auwäldern und grünen Weinbergen um mehr als 70 Meter.

 

Auf der Fahrt bieten sich den Reisenden einmalige Ausblicke auf die berühmte Wallfahrtskirche Maria im Weingarten sowie auf die Weinorte Fahr, Eisenheim, Escherndorf und Nordheim. Zwischen Seligenstadt und Prosselsheim, vom höchsten Punkt der Strecke, sieht man an klaren Tagen im Norden den Kreuzberg, in der Rhön, im Osten die markante Westkante des Steigerwalds mit dem Zabelstein sowie Richtung Süden dem Schwanberg und dem Bullenheimer Berg.

 

Der Oberbau der Mainschleifenbahn besteht aus durchgängig verschweißten Schienen der Form S 49. Auf neun von zehn Kilometern sind Stahlschwellen verlegt. Gefahren wird im einfachen Zugleitbetrieb, die zugelassene Höchstgeschwindigkeit liegt bei 50 km/h. Alle Fahrzeuge müssen mit einer funktionierenden Einrichtung zum Aufzeichnen der Geschwindigkeit ausgerüstet sein. Hauptsignale, Magnete, Zugbahnfunk und Kreuzungsgleise gibt es keine. Daher darf immer nur ein Zug bzw. Fahrzeug auf der Strecke unterwegs sein. Die Bahn quert vier technisch gesicherte Bahnübergange und zwölf Feld- oder Fußwege. Haltepunkte sind Volkach/Astheim, Escherndorf, Prosselsheim und Seligenstadt-Mainschleifenbahn. Im Sommer 2004 kam noch der Haltepunkt Eisenheim dazu.

 

Die einfache Fahrzeit beträgt bei Planfahrten gut 20 Minuten. Sonderfahrten an Werktagen können auf Wunsch zeitlich gestreckt werden.

www.mainschleifenbahn.de

 

 

9.) Radwegneubauten im Landkreis Würzburg

Aktuell gibt es im Landkreis Würzburg mehr als 1.000 Kilometer Radwege. In den letzten Jahren bauten die Gemeinden des Landkreises zahlreiche neue Radwege oder schlossen Lücken im Radwegenetz. Diese wurden mit Mitteln des Landkreises und des Zweckverbandes Naherholung gefördert.

 

Neu hinzugekommen ist eine Mountainbike-Strecke durch die Fluren von Würzburg, Gerbrunn und Randersacker, die viel Anklang findet und für die rund 100.000 Euro investiert wurden.

• Gemeinden Bergtheim/Hausen/Unterpleichfeld, verschiedene Abschnitte (2014/2015), Förderung rd. 90.000 Euro

• Markt Gelchsheim, verschiedene Abschnitt in den OT Oellingen und Osthausen (2015), Förderung 240.000 Euro

• Gemeinde Hausen,OT Erbshausen, Verbindung in Wald zum Walderlebniszentrum (2015),Förderung 40.000 Euro

• Markt Rimpar, Gadheimer Tal (2015), Förderung 100.000 Euro

• Gemeinde Bieberehren, OT Klingen –Gaubahnradweg bis Landesgrenze (2016), Kostentragung durch ZV Naherholung rd. 80.000 Euro

• Gemeinde Waldbüttelbrunn, Gehägsgrabenbrücke (2016), Förderung 55.600 Euro

• Markt Höchberg, Heidelberger Str. bis B 27 (2017)Förderung 68.600 Euro

• Gemeinde Theilheim, RW Richtung Gerbrunn (2018), Förderung 53.000 Euro

• Gemeinde Kleinrinderfeld, Limbachshof nach Kist, (2018), Förderung 70.500 Euro

 

Insgesamt hat der Landkreis für obengenannte Radwegabschnitte rd. 630.000 Euro gefördert. Hinzu kommen noch kleinere Anteile des ZV Naherholung (Landkreis ist zu 50 % beteiligt) sowie die 80.000 Euro des ZV für Klingen.


Von: S. Thomas/E. Schorno