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1:2 bei den Löwen

18.03.2017

Kurzwegs Treffer kommt zu spät


Der FC Würzburger Kickers musste sich zum Auftakt des 25. Spieltags in der 2. Liga dem TSV 1860 München mit 1:2 (0:0) geschlagen geben. Vor 22.600 Zuschauern (darunter rund 2.000 FWK-Fans) in der Allianz Arena trafen Abdoulaye Ba (67.) und Michael Liendl (78.) für die Gastgeber, Peter Kurzweg markierte in der zweiten Minute der Nachspielzeit den Anschlusstreffer für die Rothosen. "Wir sind ganz gut ins Spiel gekommen, hatten viel Ballbesitz und haben bis zum Strafraum ordentlich gespielt. So konnten wir die erste Halbzeit ausgeglichen gestalten. Nach der Pause hat 1860 mehr Druck gemacht, wir waren aber trotzdem gut organisiert. Nach dem Gegentor hat meine Mannschaft eine starke Reaktion gezeigt und sich zwei, drei richtige gute Chancen erarbeitet. Nach Tobias Schröcks Verletzung haben wir auch mit zehn Mann weiter mutig nach vorne gespielt und das 1:2 gemacht", ließ FWK-Cheftrainer Bernd Hollerbach die Partie Revue passieren. Sein Gegenüber Vítor Pereira sah ein "schwieriges Spiel gegen eine gut organisierte Mannschaft. Wir haben nicht das beste Spiel gemacht, aber drei wichtige Punkte geholt. Würzburg war schwierig zu knacken".

 

FWK-Cheftrainer Bernd Hollerbach hatte im Vergleich zum 0:2 gegen die SG Dynamo Dresden zwei Änderungen vorgenommen: Peter Kurzweg und Patrick Weihrauch rückten für Lukas Fröde und Sebastian Ernst in die Startelf.

 

Beste Chance kurz vor der Pause

Die Kickers begannen mutig und waren von der ersten Sekunde an hellwach. Nach einem schönen Zuspiel von Junior Díaz wurde Tobias Schröck jedoch im Strafraum zu weit abgedrängt und im letzten Moment am Abschluss gehindert (4.). Exakt eine Viertelstunde später schalteten die Rothosen nach einer starken Balleroberung von David Pisot schnell um, die Löwen-Defensive konnte allerdings Elia Soriano vor dem Strafraum vom Ball trennen.

 

In der 25. Minute kamen die Sechziger zum ersten Mal gefährlich in den Strafraum: Stefan Aigner kam zum Abschluss, FWK-Schlussmann Robert Wulnikowski musste jedoch nicht eingreifen. Kurz darauf eine kurze Schrecksekunde: Soriano und Ba rasselten in der Luft aneinander, beide konnten allerdings nach kurzer Behandlungspause weitermachen.

 

Die Mainfranken ließen die 1860-Offensive aus dem Spiel heraus nicht zur Entfaltung kommen, in der 34. Minute versuchte es Maximilian Wittek mit einem gefährlichen Distanzschuss. Wulnikowski konnte das Spielgerät jedoch über die Latte lenken. Zwei Zeigerumdrehungen später probierte es Sebastian Boenisch aus der zweiten Reihe, Wulnikowski konnte aber auch diesen Schuss entschärfen (36.).

 

Kurz vor dem Seitenwechsel waren es dann die Kickers, die sich die bis dato beste Chance der Partie erarbeiteten: Nach einer Balleroberung tief in der gegnerischen Hälfte legte Peter Kurzweg die Kugel von der linken Seite schön in den Rücken der Abwehr zu Soriano. Dessen Schuss blockte Patrick Weihrauch jedoch unglücklich am Fünfmeterraum. Schwer zu sagen, ob Löwen-Schlussmann Stefan Ortega diese Chance hätte vereiteln können. So jedenfalls ging es torlos in die Kabine.

 

Für Wulnikowski geht es nicht weiter

In der Halbzeitpause musste FWK-Cheftrainer Bernd Hollerbach den ersten Wechsel vornehmen: Robert Wulnikowski knickte vor dem Seitenwechsel bei einem Zweikampf im Strafraum um und verletzte sich am rechten Knie, Jörg Siebenhandl kam dafür zu seinem Zweitliga-Debüt. Der Österreicher hätte beinahe gleich nach zwei Minuten eingreifen müssen, als Ivica Olic auf und davon war. Der Kroate schoss allerdings am kurzen Pfosten vorbei.

 

In der 56. Minute wechselten die Mainfranken zum zweiten Mal: Der Ex-Sechziger Valdet Rama ersetzte fortan Nejmeddin Daghfous. Siebenhandl war in der 59. Minute nach einem langen Ball der Gastgeber zum ersten Mal gefordert und vor Aigner zur Stelle. Acht Minuten später war der österreichische Schlussmann dann machtlos: Nach einer Flanke des eingewechselten Liendl köpfte Ba aus sieben Metern das 1:0 für die Münchner (67.).

 

FWK verpasst Ausgleich

Die Rothosen setzten alles daran, den Spielstand schnellstmöglich zu egalisieren, und erarbeiteten sich auch die Chancen dazu: In der 71. Minute fehlten Soriano bei seinem Schuss aus spitzem Winkel nur Zentimeter, zwei Minuten später bediente Soriano Schröck. Der Mittelfeldspieler erwischte den Ball im Zentrum jedoch nicht richtig. Wiederum zwei Zeigerumdrehungen später drang Rama von der linken Seite in den Strafraum ein, sein Schuss wurde allerdings von der 1860-Defensive ebenso geblockt wie der anschließende Versuch von Schröck aus der zweiten Reihe.

 

Mitten in der Würzburger Drangphase konterten die Löwen über Aigner. Der 29-Jährige ging im Strafraum-Gerangel mit Kurzweg zu Boden, Liendl verwandelte den anschließenden Elfmeter sicher zum 2:0 für die Hausherren (78.). "Ich hatte heute das Gefühl, dass mit zweierlei Maß gemessen wurde, wir kleinen Würzburger dabei aber nicht unbedingt bevorzugt worden sind. Auch bei uns gab es zwei, drei knifflige Situationen im Strafraum der Sechziger", sagte Hollerbach: "Da tun mir vorrangig meine Jungs leid, die sich heute wieder voll ins Zeug gelegt haben."

 

In der zweiminütigen Nachspielzeit vereitelte Siebenhandl zunächst eine Großchance durch Aigner mit einer tollen Fußabwehr. Im Gegenzug verkürzten die Kickers durch Kurzweg zum 1:2 (90.+2). Dieses Tor erzielten die Rothosen zu zehnt, weil Tobias Schröck aufgrund einer Leistenverletzung vorzeitig runter musste und die Rothosen bereits dreimal gewechselt hatten (Hollerbach: "Die Untersuchungen werden zeigen, wie schlimm die Verletzungen von Robert Wulnikowski und Tobias Schröck sind. Aktuell lässt sich da nichts konkret sagen."). Der Anschlusstreffer kam jedoch zu spät, denn wenige Sekunden später war Schluss.

 

Nach der Länderspielpause geht es für den FC Würzburger Kickers mit einem Heimspiel weiter: Am Samstag, 1. April, 13 Uhr, treffen die Rothosen in der FLYERALARM Arena auf den DSC Arminia Bielefeld (Jetzt noch Tickets sichern!). "Wir haben Zeit, in der Länderspielpause weiter intensiv zu arbeiten. Danach geht es dann in den Endspurt." In der Hinrunde konnten sich die Kickers auf der Alm nach einem späten Treffer von Nejmeddin Daghfous mit 1:0 durchsetzen.

 

 

AUFSTELLUNG

München: Ortega - Boenisch, Ba, Uduokhai - Wittek, Lumor - Lacazette (46. Liendl), Neuhaus (76. Bülow) - Amilton, S. Aigner - Olic.

Würzburg: Wulnikowski (46. Siebenhandl) – Schoppenhauer, Neumann, Díaz – Pisot (72. Königs), Schröck, Taffertshofer, Kurzweg – Weihrauch, Daghfous (56. Rama) – Soriano.

DATEN

Tore: 1:0 Ba (67.), 2:0 Liendl (78./Foulelfmeter), 2:1 (Kurzweg).

Gelbe Karten: Amilton (13.), Aigner (72.) – Soriano (15.), Schoppenhauer (59.), Kurzweg (77.).

Schiedsrichter: Arne Aarnink (Nordhorn).

Zuschauer: 22.600.

(c) F. Scheuring

Von: SIGGI/FWK