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Schwaches letztes Viertel kostet den Sieg

12.10.2017

Die TG s.Oliver Würzburg verliert das Nachholspiel bei den GIESSEN 46ers Rackelos mit 75:82 (43:35) – Nächstes Spiel am Samstagabend in Iserlohn


Johannes Lischka war in der zweiten Halbzeit einfach nicht mehr zu stoppen: 27 Punkte erzielte der ehemalige Nationalspieler für die GIESSEN 46ers Rackelos nach der Pause und sorgte damit fast im Alleingang dafür, dass die Gastgeber das ProB-Nachholspiel gegen die TG s.Oliver Würzburg noch mit 82:75 (35:43) für sich entscheiden konnten. Die Gäste aus Unterfranken führten am Mittwoch bis Ende des dritten Viertels in der Sporthalle Ost, dann entschieden die Hausherren die Partie durch einen starken Schlussspurt für sich. Beste Würzburger Werfer waren Dejan Kovacevic (18 Punkte) und Miles Jackson-Cartwright mit einem „Double-Double“ (17 Punkte / 11 Assists).

 

„Unsere jungen Spieler haben es nicht konsequent genug geschafft, Lischka vom Korb und von der Freiwurflinie weg zu halten, er ist ein sehr physischer Spieler mit viel Erfahrung. Wir müssen noch besser dagegen halten und uns gerade in den entscheidenden Phasen des Spiels auf unsere Stärken konzentrieren“, sagte TG-Coach Liam Flynn nach der Partie. Wirklich unzufrieden konnte er mit der Leistung seiner Mannschaft nicht sein, die im ersten Auswärtsspiel der Saison stark begann und eine frühe Zehn-Punkte-Führung bis weit ins vierte Viertel hinein verteidigen konnte.

 

Erst knapp sechs Minuten vor der Schlusssirene schafften die Gastgeber die Wende – natürlich in Person von Johannes Lischka, der beim Stand von 65:65 ein technisches Foul per Freiwurf und erfolgreichem Jumper nutzte, um sein Team vorentscheidend in Führung zu bringen. Statistisch gesehen fällt eine Zahl besonders ins Auge: Die Hausherren bekamen 39 Freiwürfe zugesprochen und trafen 32 davon, während die Gäste nur magere 15 Freiwurf-Versuche hatten, von denen sie elf nutzen konnten. „Dass wir trotzdem nur mit sieben Punkten verloren haben, ist für eine junge Mannschaft wie unsere ein gutes Ergebnis“, betont Liam Flynn.

 

Viel Zeit bleibt nicht, um die Niederlage aufzuarbeiten: Bereits am Samstag tritt die TG s.Oliver Würzburg bei den nach ungeschlagenen Iserlohn Kangaroos an. „Sie sind mit drei Siegen sehr gut in die Saison gestartet und haben eine starke Mannschaft. Auch das wird wieder ein guter Test für unser junges Team“, so Flynn.

 

Top-Scorer der Kängurus, die vor der Saison von der Nord- in die Südgruppe der ProB gewechselt sind, ist der 23-jährige deutsche Spielmacher Sören Fritze mit 22,3 Punkten pro Spiel und einer fast 50-prozentigen Dreierquote. Mit Center Julian Scott (15,7 Punkte/10 Rebounds) und Power Forward Donte Nicholas (14 Punkt/ 5,3 Rebounds) besetzen zwei starke US-Amerikaner die großen Positionen in Iserlohn. Sprungball in der Hemberg-Halle ist am Samstag um 19:30 Uhr.

 

GIESSEN 46ers Rackelos – TG s.Oliver Würzburg 82:75 (13:23, 22:20, 25:20, 22:12)

Für Würzburg spielten: Dejan Kovacevic 18 Punkte/2 Dreier (6 Rebounds), Miles Jackson-Cartwright 17 (11 Assists), Philipp Hadenfeldt 11/3, Julian Albus 10/1, Tim Leonhardt 6/2, Tobias Weigl 5/1, Marc Kunz 4, Jonas Weitzel 4.

Top-Performer Gießen: Lischka 27 (7 Rebounds), Taylor 24/3 (8 Rebounds), Pjanic 9, Hornsby 8 (8 Rebounds).


Von: SIGGI/PW