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Arbeits-Auswärts-Pflichtsieg der Mighty Dogs

02.01.2011

Germering / Schweinfurt - Ein schöner zweiter Tag des neuen Jahres für die Mighty Dogs: In Germering gelang des Eishockey-Bayernligisten der fünfte Sieg in Serie. Verbunden war er mit einigen Niederlagen direkter Kontrahenten um einen der ersten acht Plätze. Allerdings taten die Schweinfurter nur das Nötigste und durften sich bei Galie Ole Swolensky bedanken, der als einziger mehr abrief als seine normale Leistung und mehrfach glänzte


Mit einem Paukenschlag und dem 0:1 auf Vorlage von Mark Dunlop eröffnete Mikhail Nemirovsky in der ersten Überzahl nach nur wenigen Sekunden die Partie. Aufregend ging´s weiter: Zwei Unterzahl-Situationen überstanden die Gäste, auf der anderen Seite verschoss der Ex-Germeringer Martin Dürr einen Penalty. Alex Funk machte es aus der laufenden Begegnung heraus besser und erhöhte auf 0:2. Als Dürr eine Strafzeit absaß, klingelte es im Schweinfurter Tor hinter Ole Swolensky. Doch ausgerechnet nach einer überstandenen Unterzahl wegen eines Feldspielers zuviel auf dem Eis gelang Dunlop in letzter Minute des ersten Drittels das 1:3.

Im zweiten Abschnitt passierte weitaus weniger. Das Aufregendste waren einige Zeitstrafen und recht gute Chancen für die Germeringer, als Swolensky jeweils hinter seinem Kasten stand, die Wanderers das Tor aber nicht trafen. Dafür ging es im Schlussdrittel wieder hoch her. In Überzahl brachte Leonhard Gambs die Oberbayern schnell auf 2:3 heran. Es dauerte aber wieder nur wenige Minuten, ehe Marcel Juhasz mit einer Einzelleistung auf 2:4 stellte. Der Spielertrainer besorgte wenig später mit dem 2:5 auch die endgültige Entscheidung.

Trotzdem kündigte Trainer Steffen Reiser erneute Einzelgespräche an und ein verschärftes Training am Dienstag, damit die Mannschaft nicht wieder in den alten Trott fällt, was sich in Germering über weite Strecken andeutete. Nachdem von den direkten Rivalen neben Buchloe und Weiden auch Memmingen verlor, sind es nun schon neun Punkte Vorsprung auf die Indians und Rang neun. Ausgerechnet nach Memmingen reisen die Mighty Dogs nun kommenden Freitag. Ein ganz entscheidendes Match angesichts der darauf folgenden Heimpartie gegen Schlusslicht Pfronten, das mit 0:12 (!) zuhause gegen Höchstadt unterging, und danach nur noch sechs anstehenden Hauptrundenpartien. Bis Dienstag läuft die Frist zum Anmelden für den Fanbus, der diesmal wohl zustande kommt. Maximaler Preis sind 20 Euro. Per Mail unter info@mightydogs.de (mit kompletten Namen und Rufnummer) sind Anmeldungen noch möglich.

Zurück zum Spiel in Germering: Angesichts 22 eigener Strafzeiten bei nur 16 für die Wanderers mögen die Aussagen der beiden Schweinfurter Trainer gegenüber einem anderen Medium sicherlich in die Rubrik "Frustabbau in erster Erregung" einzuordnen sein. Von "Kamikaze" und "Holzhackern", von einer "Holzfällertruppe" ist da zu lesen, gar von beinahe dem Versuch der Körperverletzung seitens der Hausherren. Gut nur, dass die Unterfranken die drei Punkte mit nach Hause brachten.... Anders als beispielsweise die IceHogs aus Pfaffenhofen, die in Königsbrunn in den letzten sieben Minuten einen Fünf-Tore-Vorsprung einbüßten, die in den letzten 40 Sekunden zwei Gegentore kassierten, um nach einem 1:7 im letzten Drittel dann doch noch nach Penaltyschießen zu gewinnen.

Eishockey-Bayernliga: EV Germering Wanderers - ERV Schweinfurt Mighty Dogs: 2.5 (1:3; 0:0; 1:2)
Tore: 0:1 Mikhail Nemirovsky (1.), 0:2 Alex Funk (14.), 1:2 Peter Lindner (16.), 1:3 Mark Dunlop (20.), 2:3 Leonhard Gambs (42.), 2:4, 2:5 Marcel Juhasz (48., 55.); Strafminuten: Germering 16, Schweinfurt 22; Zuschauer: 213 (davon 15 aus Schweinfurt).


Von: Michael Horling