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Das Osterei als Brunnenschmuck

02.04.2013

Stadt und Landkreis Schweinfurt: Daß das Ei (unterfränkisch:"Ä") in vielen Kulturen weltweit als ein Symbol für Leben,Wiedergeburt,Fruchtbarkeit und als ein Zeichen für den Neubeginn gesehen wird,ist hinlänglich bekannt. Und daß Wasserquellen verehrt und ins Brauchtum mit eingebunden waren, ist vielleicht auch noch geläufig.So war es früher üblich, die Dorfbrunnen zur Osterzeit zu fegen und zu putzen,das war Aufgabe der Dorfburschen.Und das Schmücken und Herrichten war dann Aufgabe der Frauen.Seit ca. 1900 kam der Brauch auf, die Brunnen und Pumpen so zu schmücken,wie es in den letzten Jahrzehnten in unserem Landstrich wieder vermehrt sichtbar wird.Ein schöner Anblick,so ein Osterbrunnen,mit bunt bemalten Eiern,"Pensala"(Papierbänder,zu Büscheln gebunden),Girlanden und Kränze aus Buchs-, Tuja-,Eiben-und Fichtenzweigen,Moos,Palmkätzchen und Blumen,künstlich und natürlich.

 

Sie sind sogar mancherorts zur Touristenattraktion geworden. Bürgervereine,Ehrenamtliche,der KAB und Kindergärten ect. beteiligen sich rege am Bemalen von ausgeblasenen Eiern und dem Gestalten der Gebinde.Genaueres über das Entstehen und die Herkunft dieser Erscheinung läßt sich nur schwer feststellen.Manches Tourist-Marketing wirbt mit der Vorstellung,das dieser Brauch aus germanischer Zeit stammt,was aber dahingestellt sei,da man über weniger Ressourcen verfügte,wie heutzutage. Im Nationalsozialismus wurde dieses Konzept auch gepflegt.Leider gibt es heutzutage immer wieder Meldungen über Sachbeschädigung und Diebstahl, was man sich kaum vorstellen kann.Weil man sich fragt,wie respektlos muß ein Mensch sein,wenn er keine Freude über sichtbar gelebte Gemeinschaft für das Gemeinwohl empfinden kann.So läßt sich nur mit Sicherheit feststellen, es ist eine Bereicherung für unser Frankenland und für jeden,der sich über Schönes freuen kann.

Osterbrunnen 2013

Von: TS