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Der FC 05 vor dem Flutlichtderby gegen den WFV: "Trotzdem sind wir diesmal keinesfalls in der Favoritenrolle!"

29.02.2012

Schweinfurt - Gut, dass die benachbarten Mighty Dogs erst am Sonntag in ihre Aufstiegsspiele zur Eishockey-Oberliga starten. Sonst wär´s ein richtig geballter Freitagabend geworden, der mit dem Flutlicht-Fußball-Derby zwischen dem FC Schweinfurt 05 (17. Platz, 18 Punkte) und dem Würzburger FV (14., 27) ohnehin schon DAS Highlight der Fußball-Restsaison bietet. Der FC 05 widmet die Partie übrigens seinem 44-fachen Nationalspieler Albin Kitzinger. Er starb zwar schon 1970, wäre aber am 1. Februar 100 Jahre alt geworden. Zu seinen Ehren soll´s einen Sieg geben unter dem künstlichen Licht, wo man den Schnüdeln fast schon eine Unbesiegbarkeit attestieren kann.


Die Testspielphase lief gut für die Grün-Weißen, endete mit einem Selbstvertrauen stiftenden 4:0 gegen Ligarivale Bamberg. "Jeder Trainer sagt doch, dass die Vorbereitung gut war. Was aber nützt das, wenn wir nicht so starten, wie wir uns das wünschen", sagt Trainer Udo Romeis, der zu seinem möglichen Wechsel im Sommer nach Gerolzhofen ("kein Kommentar") vorerst schweigt. Kein Wudner, hat er doch mit Schweinfurt noch einiges vor. Ohne einen Sieg über Würzburg wäre der Rivale vom Main tabellarisch wohl endgültig enteilt. Zumindest Gersthofen, derzeit fünf Zähler besser, müssen die Schnüdel noch stellen, um nach der Saison Qualifikationsspiele für den Aufstieg bestreiten zu dürfen. Nachdem offiziell bislang nur Aindling nicht in die Regionalliga will, Erlangen-Bruck sehr wohl aber, muss Rang 16 her in den letzten zwölf Partien.

2:2 endete das Hinspiel, als Timo Pitter und Cristian Dan für den FC 05 trafen. Dan fällt sicher aus, genauso wie der erkrankte Florian Galuschka und Wojtek Droszcz. Benni Demel war bis Mitte der Woche krank "Der Rest ist an Bord", sagt Romeis, der auch auf Eray Cadiroglu hofft. Ansonsten könnte die Elf vom Bamberg-Test auflaufen, wohl mit Stephan Essig im Tor, auch wenn Oliver Scheufens ein gleichwertiger Ersatz zu sein scheint. Mit André Schmitt und Tobias Breunig ("er hat sich gut rangearbeitet") werden auch zwei Junioren im Kader stehen, die wie Constantin Brach und Felix Reich große Schritte nach vorne machten. "Generell ist der Kader sichtlich verbessert seit dem Herbst", weiß Romeis um die damals noch bis zu acht Ausfälle zeitgleich.

Aber: "Der WFV hat ja auch keine Mannschaft, wo man sagen kann, die können nix...", lobt Schweinfurts Trainer seinen schon seit 2004 amtierenden Kollegen Michael Hochrein und den Verein von der Mainaustraße generell. "Und sie haben schon neun Punkte mehr. Also sind wir diesmal keinesfalls in der Favoritenrolle!" Zumal die Würzburger ebenso eine gute Vorbereitung hinlegten und Regionalligist Hoffenheim II (4:3) sowie Fürths Bundesliga-U 19 (3:0) besiegte. Gegen den designierten Regionalligisten Viktoria Aschaffenburg gab´s ein 0:2 und gegen Nürnbergs U 23 (Regionalliga Süd) ein 4:5. Bundesligaspieler Juri Judt erzielte das Siegtor aber erst in der 90. Minute. Für Würzburg trafen Daniel Drenkrad, Steffen Krautschneider, Tobias Riedner und Dimitrios Babanatsas, gegen Fürth netzte der Ex-Schweinfurter Pascal Kamolz doppelt ein.

Während Riedner und Pascal Rausch letzte Saison zusammen 27 Tore schossen, haben sie zusammen mit Kamolz und dem wie Riedner im Hinspiel treffenden Ex-Schnüdel Tobias Rosenberger zusammen bislang gerade mal 14 Treffer erzielt. Mit Steffen Krautschneider traf ein Mittelfeldmann zehn Mal und deutlich am meisten. Allerdings kassierte der WFV auch schon 40 Gegentore in den ersten 22 Partien der Saison. Immerhin aber elf weniger als die Schnüdel...

Fußball-Bayernliga: FC Schweinfurt 05 - Würzburger FV (Freitag, 19.30 Uhr)


Von: Michael Horling