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Markus Hümpfer besuchte den SPD Ortsverein Iphofen

08.08.2017

Der Bundestagskandidat folgte den Einladungen zur Mitgliederversammlung und zum Seefest


Mit großem Interesse verfolgten die Mitglieder des Ortsvereins Iphofen den Ausführungen von Markus Hümpfer, dem Kandidaten der SPD im Wahlkreis Kitzingen/Schweinfurt für die anstehende Bundestagswahl, bei zwei Veranstaltungen. Am 30.07. besuchte er eine Mitgliederversammlung, bei der auch die Delegiertenwahl für die Stimmkreiskonferenz zur Landtags- und Bezirkstagswahl 2018 anstand. Am 6.8. war Markus Hümpfer mit den Iphöfer Genossinnen und Genossen zu Gast beim beliebten und traditionsreichen Seefest der Sportfischer-Gemeinschaft Iphofen.

 

Der Kandidat ist erst 25 Jahre alt und studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der FH Schweinfurt. Berufliche Erfahrungen konnte er bereits im Rahmen einer Ausbildung bei Sachs in Schweinfurt sammeln. Dadurch wurde auch sein politischer Schwerpunkt, die Arbeitsmarktpolitik, geprägt. Als Gemeindrat in Schonungen kann er schon sein besonderes politisches Geschick unter Beweis stellen und ist darüber hinaus u.a. als Pfarrgemeinderat in weiteren Gremien engagiert.

 

Markus Hümpfer ging detailliert auf wesentliche Forderungen der SPD im aktuellen Bundestagswahlkampf ein und stellte die Unterschiede zur CDU/CSU heraus:

 

Ein grundsätzliches Ziel der SPD ist es, mehr Gerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt herzustellen: Lohnsteigerungen und Tarifbindung wieder als Normalfall. Anständige Bezahlung der sozialen Berufe, z.B. von Beschäftigten in der Pflege oder in der Kinderbetreuung. Eine Ausbildungsmindestvergütung, um Benachteiligungen bei Lehrlingen zu verringern. Und: „Frauen müssen den gleichen Lohn für gleiche Arbeit bekommen, und nicht wie derzeit 21% weniger.“

 

Er betonte, dass die SPD für die nächste Wahlperiode ein schlüssiges Konzept erarbeitet hat, unter Beteiligung von Gewerkschaften, Verbänden sowie Bürgerinnen und Bürger. Damit werden die richtigen Antworten auf die Fragen der Zeit gegeben. Ganz im Gegensatz dazu steht das dünne und mutlose Minimalprogramm von CDU/CSU, das zur Konfliktvermeidung innerhalb der Unionsparteien dient.

 

Unter Martin Schulz wurde ein Konzept für ein stabiles Rentenniveau erarbeitet. Die Union riskiert dagegen, dass das Rentenniveau auf 43% absinken wird, trotz höherer Beiträge und einem Renteneintrittsalter mit 70 Jahren.

 

Ein weiteres zentrales Anliegen der SPD ist die Bildungspolitik. „Alle Kinder in unserem Land verdienen die gleichen Chancen auf gute Bildung!“ wie Hümpfer betont. Ein Schlüssel dazu ist die gebührenfreie Bildung von der Kita über die Aus- und Weiterbildung bis hin zum Erststudium, Master oder Meisterbrief. Modernisierungen in Schulen und Hochschulen sind dringend nötig, der Investitionsstau von 30 Mrd. € muss aufgelöst werden. Mit der Einstellung von mehr Lehrkräften und der Realisierung von Ganztagsschulen wird es gelingen, dass Lernen mehr Spass macht und für die Eltern Familie und Beruf besser vereinbar ist. Die SPD möchte das gültige Kooperationsverbot für den Bund aufheben und eine finanzielle Beteiligung des Bundes erlauben. Die CDU/CSU dagegen will einen strikten Bildungsföderalismus beibehalten und plant, wieder Studiengebühren einzuführen.

 

Die Finanzierung der Zukunftsinvestitionen - 30 Mrd. € in Bildung, Digitalisierung, Forschung und Infrastruktur - wird durch ein schlüssiges und durchdachtes Steuerkonzept der SPD sichergestellt. Erwartete Mehreinnahmen und die Einführung einer Reichensteuer sorgen für eine Gegenfinanzierung, begleitet von einer moderaten Steuererleichterung. Der Soli wird von der SPD zuerst für untere und mittlere Einkommen abgeschafft, im zweiten Schritt dann für alle, mit einer Entlastungswirkung von 10 Mrd. €.

Die Unionsparteien stehen jedoch für 15 Mrd. € Steuergeschenke an Spitzenverdiener und für die Verschonung von reichen Erben. Familien werden dabei nur mit 24 € Steuerersparnis monatlich rechnen können. Allein die Kita-Gebührenabschaffung, wie von der SPD angestrebt, wird Familien bis zu 350 €, je nach Wohnort, entlasten.

 

Markus Hümpfer betont, dass die CDU/CSU außerdem der Trumpschen Aufrüstungslogik folgen will und 30 Mrd. € - entsprechend 2% des BIP - jährlich ausgeben möchte, um mehr Drohnen und Panzer kaufen zu können, anstatt die Bundeswehr gezielt und modern auszustatten.

 

Heftig kritisiert Hümpfer die Europa-Politik von Angela Merkel und Wolfgang Schäuble, die zu einer Spaltung Europas geführt hat. Europa müssen wir dagegen als unsere Zukunft sehen, als eine Friedensmacht, die Reformen mit dem Ziel des sozialen Ausgleichs und der gemeinsamen Verantwortung braucht.

 

Über die inhaltlichen Schwerpunkte des SPD-Programms wurde mit Markus Hümpfer intensiv diskutiert. Der Ortsverein war sich einig, dass sich die SPD mit ihren Vorstellungen auf dem richtigen Weg für die Weiterentwicklung und für die Zukunft unserer Gesellschaft befindet, unabhängig von aktuellen Umfrageergebnissen.

 

Der Ortsvereinsvorsitzende Jürgen Kößler stellte abschließend einige Zitate aus dem CDU/CSUWahlprogramm zur Erheiterung vor:

Dort wird beispielsweise behauptet, dass CDU/CSU - bis zur drohenden Abwahl nach dem Fukushima Unglück stets erbitterte Atomenergiebefürworter - „den Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie zur Energieerzeugung“ beschlossen hätten. Und damit sei „eine jahrzehntelange Debatte zu einem versöhnlichen Abschluss gebracht“ worden - leider eine selbst verursachte Debatte! Die CDU/CSU kündigt auch an, weniger im Parlament wenig arbeiten zu wollen, denn die Union formuliert als Ziel, „10% weniger Gesetzesentwürfe vorlegen“ zu wollen. „Tatkraft für das Land sieht anders aus!“, so das Fazit des Ortsvereinsvorsitzenden Jürgen Kößler.

 

In der Mitgliederversammlung wurden schließlich Dr. Jürgen Kößler, Alexandra von Hoyningen und Markus Pusch als Delegierte für die Stimmkreiskonferenz gewählt. Dort werden dann im November die SPD-Kandidaten für die Landtagswahl und Bezirkstagswahl im Herbst 2018 gewählt. Marc-André Behrendt, Helen von Hoyningen und Dr. Volker von Hoyningen sind die Ersatzdelegierten.

 

SPD Bundestagskandidat Markus Hümpfer zu Gast in Iphofen

Von: SIGGI/JK