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SPD-Kandidaten zu Besuch bei Belectric in Kolitzheim

14.08.2013

Geschäftsführer Bernhard Beck stellt deutliche Forderungen an die Politik


Martin Burkert, der Vorsitzende der bayerischen Landesgruppe der SPD-Bundestagsfraktion war im Rahmen seiner Sommerreise auf Einladung des Bundestagskandidaten Ralf Hofmann nach Kolitzheim gekommen um das Solarunternehmen Belectric zu besuchen. Bernhard Beck der Gründer und geschäftsführende Gesellschafter von Belectric hatte sich Zeit genommen um den Besuchern aus der Politik sein Unternehmen zu zeigen und in deutlichen Worten seine Forderungen an die Politik zu formulieren.

 

Begeistert zeigten sich die Besucher von den Elektroautos der Firma, die in firmeneigenen Tankstellen betankt werden. Solche Solartankstellen sind ein wichtiger Geschäftszweig der Firma, die sich einen Anreiz ähnlich wie in Frankreich beim Erwerb eines Elektrofahrzeugs wünschen würde. Aufgrund der französischen Bezuschussung sei ein Mittelklasse-Elektroauto von Renault in Frankreich bereits für 15.000 Euro zu bekommen. Ein solcher Preis mache es für viele interessant, auf ein Elektroauto umzusteigen, so Beck.

 

Das Hauptgeschäft für Belectric ist jedoch der Bau von Solarkraftwerken. Beck bedauerte, dass das Erneuerbare Energiengesetz, das Baugesetzbuch ebenso wie die bayerische Bauordnung Solarkraftwerke benachteilige. In Deutschland dürften Kraftwerke in wirtschaftlicher Größe nur auf Konversionsflächen und entlang der Autobahnen betrieben werden. "Aber Konversionsflächen, die sich eignen, sind endlich und der Bau entlang der Autobahn ist weder von der Größe noch aufgrund ihrer Lage wirtschaftlich!" stellte Beck fest. Demzufolge habe sich der Absatzmarkt der Kolitzheimer Weltfirma zu 70 Prozent ins Richtung Ausland verlagert.

 

Nach Baurecht sei ein Solarfeld ein Bauwerk, das den Boden versiegele. In der Realität beschatten diese jedoch nur die Flächen, ähnlich einer Waldrandfläche, in der die Wachstumsbedingungen für Flora und Fauna ideal sind. Martin Burkert stellte fest, dass das Baugesetzbuch in der nächsten Legislaturperiode des Bundestags unbedingt dahingehend reformiert werden müsse. Auch beim EEG sei dringend ein Reformbedarf hinsichtlich der Unterscheidung von Solaranlagen auf dem Hausdach und Freiflächen-Solarkraftwerken gegeben, forderte Beck.

 

Landtagskandidatin Doris Aschenbrenner, als Netzpolitikerin und Informatikerin auch an Steuerungsprozessen in der Energiewirtschaft interessiert, sagte zu, diese interessanten und neuen Aspekte, die sie hier erfahren habe, in den politischen Diskussionsprozess der BayernSPD einzubringen. Der in der Diskussion immer gehörte Vorwurf, dass die Solarindustrie in Deutschland nicht mehr rentabel produzieren könne, weil Solarmodule aus China den Markt erobern würden, begegnete Beck mit der Feststellung, dass nur 15 bis 20 Prozent der Arbeitsplätze in der Produktion der Module lägen, dagegen 80 bis 85 Prozent in der System-Technologie. Dass Solarmodule mittlerweile kaum noch in Deutschland produziert würden, läge vor allen daran, dass die Banken keine Kredite bereit stellen würden, da es keine verlässliche und nachhaltige Politik in diesem Bereich gäbe. Burkert nahm auch mit, dass die SPD - wie auch alle anderen Parteien - ihre ablehnende Haltung zur Freiflächen-Solarkraftwerken überdenken sollten. Das Primat der Offshore-Windenergie mit allen Leitungsproblemen vom Norden in den Süden sei weder vernünftig noch wirtschaftlich, stellte Beck fest.

 

Ralf Hofmann und die Landtagskandidaten Kathi Petersen, Doris Aschenbrenner und Matthias Kihn wie auch Bezirkstagskandidat Peter Pfister stellten fest, dass die BayernSPD sehr wohl eine regionale Energieerzeugung unterstütze und sie sich mit den bei diesem Betriebsbesuch neu gewonnen Aspekten auseinandersetzen würden.

Doris Aschenbrenner, Martin Burkert, Peter Pfister, Kathi Petersen, Ralf Hofmann und Matthias Kihn folgen aufmerksam der Erklärung des Geschäftsführers von Belectric Bernhard Beck

Von: Siggi