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Zecken: Drei FSME-Fälle mehr in Bayern - im Bund 42 weniger

01.02.2016

München: Im vergangenen Jahr sind in Bayern 126 Menschen an der von Zecken übertragenen Hirnhautentzündung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) erkrankt. Wie die Techniker Krankenkasse (TK) in München mitteilt, sind das drei Fälle mehr als im Vorjahr. Bundesweit sank dagegen in diesem Zeitraum die Zahl der Erkrankten von 265 auf 223. Damit kommt mehr als jeder zweite Betroffene aus Bayern. Der Freistaat ist wie im Vorjahr das am stärksten betroffene Bundesland bei FSME-Erkrankungen.

 

Das FSME-Virus wird durch infizierte Zecken übertragen, sobald sich diese auf der Haut festsetzen und zu saugen beginnen. Vor allem in Ostbayern tragen die fiesen Blutsauger den Erreger mit sich. Bundesweit kommt jeder vierte Erkrankte aus Niederbayern oder der Oberpfalz. In den beiden Regierungsbezirken wurden 59 Patienten gemeldet - fast so viele wie in ganz Baden-Württemberg (65 Fälle).

 

In Bayern sind mittlerweile 82 von 96 Kreisen als sogenannte FSME-Risikogebiete ausgewiesen. Nur einige Regionen rund um München, Augsburg und dem Alpengebiet sind nicht betroffen. Zecken kommen in der Regel über 1.000 Meter nicht mehr vor.

 

Eine Impfung ist der wirksamste Schutz vor dieser besonderen Form der Hirnhautentzündung, die nicht behandelbar ist. Lediglich die grippeähnlichen Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen oder Erbrechen können gelindert werden. Deshalb kann es auch zu bleibenden Schäden im Nervensystem kommen. Viele gesetzliche Kassen übernehmen wie die TK die Kosten der Impfung. Die Versicherten brauchen dazu in der Regel nur ihre Gesundheitskarte beim Arzt vorlegen. "Da zwischen den drei notwendigen Impfungen zeitlich Abstände einzuhalten sind, ist jetzt der richtige Zeitpunkt damit zu beginnen", rät Christian Bredl, Leiter der TK in Bayern.

 

"Foto: Techniker Krankenkasse" 


Von: PM/SM