Soziale Netzwerke

  

Anzeige

Ein wenig Frohsinn in Corona-Zeiten verbreiten

Hoher Fastnacht-Besuch bei Landrat Thomas Eberth

Landrat Thomas Eberth konnte zwei hohe Vertreter des Fastnacht-Verbandes Franken (FVF) zu einem Kennenlernen im Landratsamt Würzburg begrüßen. Marco Anderlik, Präsident des Fastnacht-Verbandes Franken und Tobias Brand, Bezirkspräsident des FVF für Unterfranken, erörterten mit Landrat Eberth, wie man gerade in den dunklen Herbst- und Wintermonaten während der zweiten Corona-Welle den Menschen ein wenig Zuversicht und Frohsinn vermitteln könnte.

 

Denn so viel steht fest: Der Fasching, traditionell mit Veranstaltungen am 11.11. eröffnet, kann aufgrund der Pandemie in dieser Session nicht wie gewohnt stattfinden. Dennoch haben die Fastnachtsvereine und -gilden mit ihren Garden und Büttenrednern das ganze Jahr über trainiert und geübt. Nun werden die meisten dieser Vorbereitungen ins Leere laufen, bedauert Landrat Eberth. „Die lang ersehnten Auftritte der Akteure als Höhepunkte des Jahres werden in der üblichen Form ausfallen, das trifft uns alle sehr hart“, bedauert Eberth, der seit einigen Jahren selbst als Senator in Ochsenfurt an zahlreichen Sitzungen teilnimmt. „Ich hoffe, dass der Ausfall die Ehrenamtlichen nicht demotiviert und alle bei der Sache bleiben, auch wenn es eine Durststrecke zu überbrücken gilt“, so Eberth weiter. „Die Fastnachtsvereine betreiben wichtige Jugendarbeit, die unbedingt fortgeführt werden muss, denn hier lernt die junge Generation viel fürs Leben: Bewegungsfreude, Disziplin und Teamgeist in den Garden, Rhetorik und Selbstsicherheit als Nachwuchsbüttenredner“, betonte FVF-Präsident Marco Anderlik.

 

Fastnacht in Franken 2021 ohne Publikum im Saal

Der Präsident sieht mit Sorge auf die bevorstehenden Monate, in denen der Fasching mit seinen Veranstaltungen sonst vielen Menschen durch die triste Jahreszeit hilft: „Ich fürchte, durch die Corona-bedingt notwendigen Einschränkungen und Kontaktverbote vereinsamen die Menschen mehr als sonst. Deshalb bin ich sehr froh, dass wir mit dem Bayerischen Rundfunk ein Konzept erarbeiten konnten, damit zumindest „Fastnacht in Franken“ zwar ohne Publikum, aber ansonsten mit einem attraktiven Programm aufgezeichnet werden kann und so wieder Millionen von Zuschauerinnen und Zuschauern ein paar fröhliche Stunden in die Wohnzimmer bringen wird.“ „Daneben sollen auch die Faschingsvereine und -verbände kreativ mit der Session 2020/21 umgehen und sich Corona-konforme Formate überlegen, denn Heiterkeit muss sein“, unterstützt der Landrat die Verantwortlichen.

 

A bissle was geht immer!

Bezirkspräsident Tobias Brand freut sich über die Aktion „A bissle was geht immer!“, zu der sich 30 mainfränkische Faschingsvereine zusammengeschlossen haben. Hier sind u.a. Video-Aufzeichnungen von Prunksitzungen geplant, um diese online zu den Menschen zu bringen. Der Pin zur Aktion ist für 1,11 Euro über die Vereine (Facebook „A bissle was geht immer“) zu erwerben; der Erlös kommt dem Malteser Wünschewagen zugute.

 

Landrat Thomas Eberth dankte den beiden FVF-Funktionären für ihr überregionales Engagement, das gerade in Corona-Zeiten nicht einfach ist. „Sie und die Vereinsvorsitzenden vor Ort müssen die Ehrenamtlichen bei der Stange halten, auch wenn die Session 2020/21 nicht den Kick der tollen Veranstaltungen in vollen Sälen bringen kann. Dafür danke ich Ihnen und allen, die unsere Fastnachtskultur lebendig halten.“

 


Kreative Konzepte für sicheres Faschingsvergnügen

Marco Anderlik und Tobias Brand ermutigen ihre Mitgliedsvereine: „In Zeiten von Corona müssen wir in erster Linie optimistisch bleiben. Überlegt euch umsichtig, aber auch kreativ und ideenreich Konzepte, wie man unser Brauchtum, die Veranstaltungen und die wichtige Jugend- und Vereinsarbeit weiter umsetzen kann. Natürlich immer im Hinblick und unter Berücksichtigung der aktuellen Richtlinien und Auflagen. Denn Gesundheit ist das höchste Gut!“

 

Im Landkreis Würzburg gibt es mehr als 40 Fastnachtsvereine, die traditionell am Mittwoch vor dem Aschermittwoch zum Landratsfasching eingeladen werden. Ob dieser 2021 stattfinden kann, steht ebenfalls in Frage. „A bissle was geht immer!“, sicher Landrat Eberth schmunzelnd zu.

Bildunterschrift: Marco Anderlik, Präsident des Fastnacht Verbandes Franken (r.) und Tobias Brand, FVF-Bezirksvorsitzender für Unterfranken (l.), überreichten Landrat Thomas Eberth den diesjährigen Sessionsorden des FVF sowie den Pin der Aktion „A bissle was geht immer“. Foto: Eva Schorno