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Feinschliff fürs Freilichtspiel

Münnerstädter Laiendarsteller haben in diesem Jahr fachliche Unterstützung / Theaterworkshop für den Feinschliff beim Freilichtspiel / Spieltage 26. August, sowie 2. und 9. September

Unermüdlich führen die Münnerstädter Bürgerinnen und Bürger seit über 90 Jahren das historische Volksschauspiel „Die Schutzfrau von Münnerstadt“ auf. Rund eineinhalb Stunden lang gilt es auch in diesem Spätsommer wieder, das bewegende Stück um die Rettung der Stadt glaubhaft darzustellen. Für die Schlüsselfiguren der Geschichte um Glaube und Hoffnung gab es erstmals fachliche Unterstützung. In einem Theaterworkshop trainierten sie Stimme, Ausdruck, Gefühl, Gestik für ein überzeugendes Spiel.

 

„Es ist für uns ein großer Glücksfall, dass der Regisseur Ralph Wege einen Tag lang Zeit für uns hatte“, freut sich das neue Vorstandsteam mit Claudia Kind und Andreas Trägner. Etwa 20 Laiendarsteller kamen in den Genuss des professionellen Stimmtrainings mit szenischem Spiel und Rollenstudium. In den Räumen der Zehntscheune probten „alte Hasen“ genauso wie die Mitglieder, die erstmals in eine tragende Rolle schlüpfen.

 

„Das Wichtigste für ein überzeugendes Spiel ist zu wissen, für wen ich auf der Bühne agiere und was ich mit der Szene erreichen will“, weiß der Theaterexperte aus Bergrheinfeld. Intensiv trainierte er mit der Heimatspielerschar die ganze Bandbreite der Stimme. Auf die Lockerungsübungen folgten Sprechproben, klassisch mit Korken im Mund. Für viele ungewohnt, doch lehrreich. Das artikulierte Sprechen ist auf einer Freilichtbühne wichtig. Nur so verstehen die Besucher in den letzten Reihen das Spiel, was z.B. der Schwedenkommandant zu verkünden hat.

 

Szenisches Spiel und Rollenstudium standen im zweiten Teil des Theaterworkshops im Mittelpunkt. Zu zweit oder in der Gruppe übte Ralph Wege Kernszenen des Heimatspiels wie z.B. das Wiedererwachen des Jörgentor-Kommandanten oder die inbrünstigen Rosenkränze der Frauen um die Verschonung der Stadt. Gerade in den bewegenden Szenen mit Gesang und Dialog gilt es, sich seiner Rolle absolut bewusst zu sein und deren Situation im Hinterkopf zu haben. Versorgt mit Tipps und Tricks vom Profi wie Atemübungen und Sense-Memory-Technik (mit Erinnerungen in positiven Gemütszustand bringen) sehen die Heimatspieler der 91. Auflage ihres Freilichtspiels zwar nicht gelassen, aber hochmotiviert entgegen.

 

„Der Theaterworkshop hat uns ganz neue Impulse für unser Spiel gebracht“, war die einhellige Meinung der Darsteller, die begeistert mitmachten „Jetzt können wir in den nächsten Wochen weiter daran arbeiten, unsere Rollen glaubhaft darzustellen.“

 

Hintergrund und Info

Der Muttergottes zu Ehren erzählt das Freilichtspiel die Geschichte vom fröhlichen Erntefest, von der Bedrohung der Stadt und der wundersamen Errettung. Flankiert wird das dramatische Geschehen von der Liebe der Bürgermeisterstochter zum tapferen Kommandanten. Wie ein roter Faden durchzieht dabei die Rose als christliches Symbol das Spiel. Vor mittelalterlicher Fachwerkkulisse erwecken Stadtknechte zu Pferd, Bauern, Bürger, Scholaren, Mäher und Schnitterinnen, Musikanten, Tänzer, Soldaten und Räte die Legende vor der Originalkulisse des Heimatspielhauses zum Leben.

 

Karten gibt es im Vorverkauf, an der Tageskasse oder als Geschenkgutschein für 15 bzw. 13 Euro. Reisegruppen erhalten Sonderkonditionen und Serviceleistungen zur Programmgestal-tung. Tickets und Informationen: Heimatspielgemeinde Münnerstadt e.V., Claudia Kind, Niko-laus-Molitor-Str. 21, 97702 Münnerstadt, Tel. 09733 3330, www.heimatspiel-muennerstadt.de, info @heimatspiel-muennerstadt.de,

Heimatspiel Theaterworhop Schikora: Mit fachlicher Unterstützung proben in diesem Jahr die Münnerstädter Laiendarsteller für ihr Heimatspiel „Die Schutzfrau von Münnerstadt“. Regisseur Ralph Wege (Mitte) trainierte einen Tag lang mit dem Ensemble. Zu sehen ist das Freilichtspiel am 26. August, sowie am 2. und 9. September. Foto: Christine Schikora