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Fulda mit neuen Augen entdecken

Aufbau der Sonderschau zu Andrea(s) Gallasini im Vonderau Museum Fulda läuft auf Hochtouren / Spannende Reise in das 18. Jahrhundert / Einblicke in das Leben und Wirken des Architekten

Andrea(s) Gallasini? Nicht jedem sagt dieser Name etwas. Das ändert sich ab 13. Mai. Das Vonderau Museum Fulda widmet dem bedeutenden Barockbaumeister und Architekten des Hochstifts Fulda eine Sonderschau. Besucher wandeln auf den Spuren des in Fulda bekannten Baumeisters, der mit seinen Bauten dessen Stadtbild und die Umgebung maßgeblich geprägt hat. Die Inszenierung verspricht eine Reise ins 18. Jahrhundert, als Fulda und das Fuldaer Land ihre Kirchen, Schlösser, Stadtpalais und andere Gebäude erhielten.

 

Der Aufbau der Ausstellung läuft auf Hochtouren. Unter der Regie von Museumsleiterin Dr. Sabine Fechter realisiert ein Team aus den beiden Kuratoren Dr. Volker Rößner und Sabine Wagner, der Theaterplastikerin Romana Blum-Bellinger, dem Grafiker Joachim Schüler und den Museumshandwerkern Daniel Bley und Helmut v. Hünefeld die Themeninseln.

 

Auf zwei Ebenen erfahren Besucher eindrucksvoll, wie Gallasini gelebt und welches Werk er hinter-lassen hat. Anhand zahlreicher Schautafeln, Abbildungen verfolgen Besucher der Sonderausstellung im Vonderau Museum Fulda den Weg Gallasinis vom Stuckateur zum fürstlichen Baumeister. Rund 45 Bauten entstanden unter seiner Leitung, darunter das Schloss Fasanerie, das Hl.-Geist-Spital und die Alte Universität in Fulda.

 

Eingangs lernen Besucher den Baumeister mit seinen unterschiedlichen Bauaufgaben kennen. Der nächste Abschnitt beleuchtet politische Rahmenbedingungen und Gallasinis Fuldaer Auftraggeber, die drei Fürstäbte in Bezug auf sein architektonisches Werk. Weiter geht es mit den wesentlichen Lebensstationen Gallasinis sowie die Organisation seines Baubetriebs. Den Abschluss des ersten Teils bilden Einblicke in die Arbeitsmethode der Bauforschung, durch die die Ausstellungskuratoren neue Erkenntnisse über Gallasinis Bauwerke gewinnen konnten.

 

Ein Anziehungspunkt wird das eingerichtete Baubüro. So lebenswirklich wie möglich wird Gallasinis Arbeitsplatz mit Mobiliar, Architekturtraktaten, Plänen, Handwerksgeräten u.v.m. inszeniert. Es gewährt dem Besucher einen Einblick in Gallasinis Arbeit als Baumeister im Hochstift Fulda.

 

Im Obergeschoss des Vonderau Museums lernen Besucher den Gallasini-Stil mit den ihm eigenen Motiven kennen, wie sie beispielsweise auf seinen Kirchenfassaden zu finden sind. Hierbei geht es auch um Vorbilder und künstlerische Einflüsse, aus denen der Gallasini-Formenschatz hergeleitet werden kann. Dies wird veranschaulicht durch Vergleiche zahlreicher Abbildungen von Bauwerken aus Fulda und des ehemaligen Hochstifts, das sich bis nach Thüringen und Franken erstreckt. Den Abschluss des Ausstellungsrundgangs bildet das Oratorium mit der Stuckdekoration, das von Gallasini erbaut wurde und dessen Stuckformen ebenfalls auf ihn zurückgehen.

 

Die Ausstellung über das Leben Gallasinis ist bis 19. August im Vonderau Museum Fulda (Jesuitenplatz 2) zu sehen. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag 10:00 - 17:00 Uhr. Der Eintritt ist am Eröffnungstag, dem 13. Mai, frei. Ansonsten beträgt der Eintritt 3,50 €, Kinder bis 14 Jahre sind frei. Weitere Informationen zu Gallasini gibt es im Begleitband, bei Führungen, Architekturspaziergängen, Exkursionen und Workshops sowie einem Konzert. INFO Tel. 0661 102 3210, www.museum-fulda.de

Bild 1: Dem Barockbaumeister Andrea(s) Gallasini widmet das Vonderau Museum in Fulda ab 13. Mai eine Sonderausstellung. Im Bild bringen Lea Hohmann (li), Absolventin eines Freiwilligen Sozialen Jahres, und Museumsleiterin Dr. Sabine Fechter (re) die Domfassade für die Abteilung „Vorbilder für Gallasini“ an.---Bild 2: Der Barockbaumeister Andrea(s) Gallasini steht ab 13. Mai im Mittelpunkt einer Sonderausstellung im Vonderau Museum Fulda. Im Bild bringen Lea Hohmann (li), Absolventin eines Freiwilligen Sozialen Jahres, und Museumsleiterin Dr. Sabine Fechter (re) die Wandkulisse an, die den Blick aus Gallasinis „Baubüro“ simuliert. Foto: Daniel Alles / Vonderau Museum Fulda