Soziale Netzwerke

  

Anzeige

Jetzt abstimmen für die Herzenssache Würzburg:

Partnerbörse für Menschen mit Behinderung ist im Finale des Bayern2-Wettbewerbs „Gutes Beispiel“

Würzburg, 20.04.2020 – Fast jeder sehnt sich nach einem Menschen, mit dem er oder sie das Leben teilen kann. Für Menschen mit Behinderung bleibt diese Sehnsucht noch zu oft unerfüllt. Denn die Möglichkeiten neue Leute kennenzulernen, sind für Menschen mit Behinderung eingeschränkt. Um ihnen bei der Suche nach der großen Liebe oder einem Freund fürs Leben zu helfen, gibt es die Herzenssache Würzburg: Die geschützte Partnervermittlung für Menschen mit Behinderung steht jetzt im Finale des Bayern2Wettbewerbs „Gutes Beispiel“. Bis zum 29. April kann jeder unter bayern2.de für die Herzenssache abstimmen.

 

„Gutes Beispiel“ zeichnet Projekte für bessere Gesellschaft aus

Die Aktion „Gutes Beispiel“ von Bayern 2 zeichnet bayerische Projekte aus, die sich auf vorbildliche Weise für eine bessere Gesellschaft einsetzen. „Wir lenken die öffentliche Aufmerksamkeit auf diese guten Beispiele und zeigen, dass man mit Mut, Engagement und Leidenschaft die Gesellschaft positiv beeinflussen kann“, so die Veranstalter. Genau solch ein gutes Beispiel sah die Jury um Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbandes VdK, und Skirennläufer Felix Neureuther in der Herzenssache: Gemeinsam mit vier weiteren Projekten steht die Würzburger Initiative jetzt im Finale des Wettbewerbs.

 

Im Herzenssache-Team ist die Freude über die Nominierung groß. Sarah Bauer, Mike Singleton, Stephanie Stoll und Lena Weinberger sind das Team der Herzenssache in Würzburg. Ihr Büro befindet sich in der Robert-Kümmert-Akademie in der Berner Straße – trotz Corona geht die Arbeit von Zuhause aus weiter, auch wenn gerade keine Treffen stattfinden. Normalerweise können sich im Büro der Herzenssache Menschen aus Würzburg und Umgebung melden, wenn sie Freunde oder Partner suchen. Es gibt regelmäßige Veranstaltungen, bei der neue Kontakte geknüpft werden können.

 

Bundesweit einmalig: Geschützte Online-Partnerbörse für Menschen mit Behinderung

Seit 2019 gibt es außerdem etwas bundesweit Einmaliges: Die Online-Plattform www.herzenssache.net, die behinderte Menschen in ganz Deutschland in einem geschützten Rahmen vernetzt. Betreiber dieser Website ist die Herzenssache Würzburg. Die Vermittlung über www.herzenssache.net ist – im Vergleich zu gängigen Partnerbörsen im Internet – geschützt. Das bedeutet, dass die Voraussetzung für eine Aufnahme der persönliche Kontakt zu einem Mitarbeitenden von herzenssache.net ist.

 

Bei einem persönlichen Gespräch beraten diese sogenannten Vermittler die Kunden, nehmen die Daten auf und erstellen ein Profil in der Datenbank. Es kann sich also niemand in der Partnerbörse anmelden, der unseriös ist oder schlechte Absichten hat. „Unsere Kunden können in der Datenbank dann selbstständig nach neuen Bekanntschaften suchen. Die Kontaktaufnahme erfolgt aus Gründen des Datenschutzes jedoch über die Vermittler“, erklärt Sarah Bauer, Mitarbeiterin der Herzenssache.

 

Mit gutem Beispiel vorangehen – Vermittler in ganz Deutschland gesucht

Hier will die Herzenssache Würzburg mit einem „guten Beispiel“ vorangehen und dazu beitragen, Vermittlerstellen in ganz Deutschland zu etablieren – denn Nachfrage und Bedarf sind sehr groß. Vermittler können Einrichtungen und Dienste werden, die Herzenssache für eine gute Idee halten und einen fachlichen Bezug zum Kundenkreis haben. „Wir haben viele Anfragen von Menschen, weit über den Kreis Würzburg hinaus. Wir hatten vor kurzem eine Aufnahme von zwei Personen, die eine vierstündige Fahrt auf sich genommen haben, ein anderer kam sogar aus Berlin“, so Kollegin Stephanie Stoll.

 

Die beiden Kunden nahmen den weiten Weg auf sich, da in ihrem Umfeld ein solches Angebot nicht existiert. „Deshalb suchen wir in ganz Deutschland nach Vermittlern der Herzenssache, die die persönliche Aufnahme der Kunden ermöglichen und uns bei unserer Mission unterstützen. Je mehr Vermittlungsstellen wir in anderen Städten haben, desto mehr Menschen bekommen Zugang zu Liebe, Freundschaft, Partnerschaft und Sexualität – denn Liebe ist für alle da!“

 


Herzenssache hofft auf viele Stimmen im Finale unter bayern2.de

Von Montag, 20. April, bis Mittwoch, 29. April 2020, um 18.30 Uhr kann man im Internet unter www.bayern2.de abstimmen und so den Finalisten für das "Gute Beispiel 2020" küren. Der erste Platz ist mit 4.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet wegen der Corona-Krise in diesem Jahr ausschließlich im Radio statt. Sie ist am 29. April von 18.00 bis 19.00 Uhr live auf Bayern 2 zu hören. Weitere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter bayern2.de/gutesbeispiel.

 

Über die Robert-Kümmert-Akademie

Die Robert-Kümmert-Akademie ist im Jahr 2000 als eigenständige Einrichtung aus dem St. Josefs-Stift Eisingen, einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung im Landkreis Würzburg, hervorgegangen. Sie hat sich zu einem der größten Bildungsanbieter im Bereich der Fort-, Aus- und Weiterbildung im Bereich sozialer Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung in der Region Unterfranken entwickelt. Unter dem Dach der Robert-Kümmert-Akademie befinden sich die Dr. Maria-Probst-Schule, staatlich anerkannte Fachschule für Heilerziehungspflege und Heilerziehungspflegehilfe, das Institut für Fort- und Weiterbildung, der Bereich Erwachsenenbildung für Menschen mit Behinderung und die Herzenssache Würzburg, eine Kontakt- und Partnervermittlung für Menschen mit Behinderung.

Das Team der Herzenssache Würzburg freut sich über die Nominierung als „Gutes Beispiel“: (v.l.) Sarah Bauer, Mike Singleton, Stephanie Stoll und Lena Weinberger hoffen jetzt auf zahlreiche Stimmen im Online-Voting. Bild: Nike Klüber