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Manege frei im Circus Wirbelwind

Das Zirkuscamp des Landkreises Würzburg schlägt seine Zelte in Kürnach auf

Kürnach:  Schon zum 29. Mal findet das Zirkuscamp der kommunalen Jugendarbeit des Landkreises Würzburg in Zusammenarbeit mit dem Zirkus Mumm statt. Dieses Jahr hat der Zirkus Wirbelwind seine Zelte in Kürnach aufgeschlagen. Jeweils eine Woche lang lernen hier Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 17 Jahren die Welt des Zirkus hautnah kennen.

 

Um wirklich voll und ganz in die Zirkuswelt eintauchen zu können, schlafen, essen und trainieren die Nachwuchsakteure ausschließlich im Camp. Handys und Laptops sind tabu. Vier Stunden am Tag wird für die große Aufführung am Ende der Woche geprobt, die restliche Zeit basteln die Kinder und Jugendlichen Kulissen, schreiben Texte und denken sich den Programmablauf aus.

 

Aber auch im Zirkuscamp ist der Alltag in diesem Jahr von der Corona-Pandemie bestimmt. Die Kinder dürfen nicht beim Kochen helfen, die Schlafplätze wurden mit großem Sicherheitsabstand in riesigen Zelten aufgebaut und die ganze Zeit herrscht Maskenpflicht. „Wir sind sehr froh, dass wir das Camp trotz der Pandemie durchführen konnten. Gerade jetzt ist es sehr wichtig für das soziale Miteinander der Kinder, etwas Normalität zu erfahren und mit anderen Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu kommen“, betonte Zirkuspädagoge und Leiter des Circus Wirbelwind, Herr Lui. „Alle waren zu Beginn sehr ruhig, als würden sie gerade bei einer Videokonferenz sitzen. Daran habe ich die Auswirkungen der Krise auf die Kinder sehr stark wahrgenommen“, berichtete er.

 

Mit der Ruhe war es dann aber schnell vorbei und nach einer Woche hieß es Manege frei für den Circus Wirbelwind. Unter dem Thema „Universum“, zeigten die Kinder und Jugendlichen ihren Verwandten, was man in nur einer Woche auf die Beine stellen kann. Von Feuerfakiren über Clowns und Trapezkünstler bis hin zur menschlichen Pyramide war in der circa zweistündigen Aufführung alles dabei.

 

Neben der beeindruckenden Aufführung gab es in diesem Jahr einige Besonderheiten im Zirkuszelt: Um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten, trugen diese während der gesamten Zeit Masken, nur in Ausnahmen durften sie abgenommen werden. Außerdem wurde die gesamte Manege in der Pause gründlich desinfiziert.

 

Auch die stellvertretende Landrätin Christine Haupt-Kreutzer und die stellvertretende Bürgermeisterin von Kürnach Susanne John saßen im Publikum. „Man konnte während der Aufführung sehen, wie viel Spaß die Kinder hatten. Ich bin stolz darauf, dass das Zirkuscamp trotz der Auflagen so professionell umgesetzt wurde und bedanke mich für das Vertrauen aller Eltern“, erklärte die stellvertretende Landrätin Haupt-Kreutzer.

 

Auf Initiative des Freundeskreises Seniorenzentrum Kürnach besuchte der Circus Wirbelwind auch das Seniorenzentrum in Kürnach. Mit einer kunterbunten Vorführung zauberten die jungen Artisten ein Lächeln auf die Lippen der Bewohnerinnen und Bewohner.

 

Wo das Zirkuscamp nächstes Jahr stattfindet ist noch nicht klar. Fest steht schon jetzt, dass auch zum Jubiläum wieder viele bekannte Gesichter dabei sein werden. „Zirkus ist wie eine große Familie, da kommt man immer wieder zurück“, freut sich Herr Lui.

Bild 1: Stellvertretende Landrätin Christine Haupt-Kreutzer (links) und Susanne John, stellvertretende Bürgermeisterin von Kürnach (rechts) zu Besuch beim Circus Wirbelwind. Der Leiter des Zirkuscamps Herr Lui (Mitte) heißt die beiden willkommen. XXX Bild 2: Die Kinder und Jugendlichen des Circus Wirbelwind zeigen bei der Aufführung in Kürnach, was sie in einer Woche gelernt haben. Fotos: Hannah Beyer XXX Bild 3: Die Kinder und Jugendlichen des Circus Wirbelwind zu Besuch im Seniorenzentrum Kürnach. Foto: Matthias Demel