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Seit 157 feiern die Grafenrheinfelder ihre Kirchweih immer am Erntedankfest.

Ministerpräsident Söder kam als Ehrengast zu Besuch

Grafenrheinfeld: Die Planpaare haben wieder eine Fichte als Kirchweihbaum aus dem eigenen Gemeindewald geholt. „Die Freude an der Tradition, der Zusammenhalt und der Spaß am Tanz, der Musik und der Gemeinschaft war einfach zu spüren.“, denkt Bürgermeister Christian Keller zufrieden zurück.

Nach dem traditionellen Zug der Planpaare durch das Dorf, haben die Burschen den Kirchweihbaum am Marktplatz aufgestellt. Zusammen mit dem Vorsitzenden der Festgemeinschaft Walter Wegnerund seinem Team haben wieder viele freiwillige Helferinnen und Helfer den Auf- und Abbau sowie die Durchführung des Festes übernommen. „Das ist Ehrenamt in Reinkultur.“ freut sich der Bürgermeister und bedankt sich stellvertretend für alle Vereine und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern bei den Mitgliedern der Festgemeinschaft mit einem ehrlichen „Danke“ für die professionelle Organisation der „Rafelder Kirm“.

Kirchweih und Erntedank sind in Grafenrheinfeld seit mindestens 1865 untrennbar miteinander verbunden. Damals hat der Gemeinderat für alle Zeit festgelegt, dass wir die Kirchweih immer am traditionellen Erntedankfest, dem ersten Sonntag im Oktober feiern. Seit 157 Jahren halten wir uns daran. Die Kirchweihfeier ist in Grafenrheinfeld seit mindestens 1770 verbrieft. Damals wurde nach den Quellen eine Fahne auf dem Kirchturm gehisst und ein Kirchweihbaum aufgestellt.

An Erntedank konnten die Grafenrheinfelder heuer einen besonderen Ehrengast begrüßen. Ministerpräsident Dr. Markus Söder ist gekommen und war ehrlich begeistert. „Er ist sogar länger geblieben, als ursprünglich geplant. Er hat sich also wahrscheinlich in Grafenrheinfeld sehr wohl gefühlt.“, freut sich der Bürgermeister.

„Es war mir eine besondere Freude, unseren Ministerpräsidenten unser „Rafeld“ so zu präsentieren, wie wir es selbst am liebsten sehen. Ein Ort, an dem fröhliche und tüchtige Menschen zusammenleben, ein Ort, an dem angepackt wird. Ein Ort des Schaffens und ein Ort des Genusses. Eine Gemeinde mit langer und wechselhafter Geschichte und eine Gemeinde, die die Zukunft nie aus den Augen verliert. Ein Ort, an dem wir sprichwörtlich säen und ernten.

„Erntedank ist unser Hochfeste des Ehrenamtes, der fränkischen und damit auch bayerischen Kultur. Unser Hochfest der Freundschaft, unser Hochfest des Zusammenhaltes und vor allem heute unser Fest des Dankes.“ Alle Vereine haben mitgeholfen. Die Bürger halten zusammen. Die Begegnung miteinander, das Gespräch auf einer Bierbank, das Miteinander bei der Gestaltung eines Erntedankwagens, die Blasmusik genauso wie die Faschingsveranstaltung, das alles ist gelebte Dorfgemeinschaft.

Fotos: by Hendrik Holnäck/Fotos