Gerolzhofen
Top 1: Im Sommer gehen Kunstwerke von insgesamt 18 Museen aus ganz Unterfranken auf eine ganz besondere Reise.
Das Museum Johanniskapelle "Kunst und Geist der Gotik" Gerolzhofen schickt ein Tafelgemälde mit der Abbildung des Hl. Christophorus ins Hennebergmuseum nach Münnerstadt. Das kleine Gemälde, das sich dem Umkreis Hans Schäufelin zuordnen lässt, zeigt den Hl. Christophorus im aufgewühlten Wasser stehend mit dem Christuskind auf seinen Schultern. Die unerwartete Last des Kindes beugt den langbärtigen Riesen. Mit den Bildern des Heiligen verband sich die Überzeugung, dass man nach dem Blick auf ein solches Bild an diesem Tag nicht unvorbereitet sterben konnte. Darüber hinaus wird Christophorus als der Schutzheilige der Reisenden verehrt.
Im Austausch erhält der Museum Johanniskapelle dafür eine Kammmuschel aus dem Museum Terra Triassica in Euerdorf. Die Kammmuschel immigrierte während der Triaszeit von der Tethys, dem Urzeitmeer in das damalige mitteleuropäische Muschelkalkmeer und erreichte vor etwa 242 Millionen Jahren auch das Gebiet des heutigen Unterfranken. Sie kommt im Oberen Muschelkalk nur in einem Schichtbereich von wenigen Metern vor und wird als sog. Leitfossil zur genaueren Einordnung der in einem Aufschluss anstehenden Schichten genutzt. Ihre wesentlich jüngere Verwandte, die atlantische Jakobsmuschel, wurde in Form der rechten Schalenhälfte das Erkennungszeichen der Jakobspilger. Diese pilgerten nach Santiago de Compostela, dem Ort, der seit dem späten 9. Jahrhundert Grabstätte des heiligen Jacobus und bis heute einer der bedeutendsten Wallfahrtsorte des Christentums ist.
Gehen auch Sie auf eine sommerliche Entdeckungsreise durch die Museen Unterfrankens.
Das Tauschprojekt wird unterstützt durch den Bezirk Unterfranken. Öffnungszeiten des Museums Johanniskapelle in Gerolzhofen: So. und Feiertags von 14-17 Uhr
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Top 2: 4. Gerolzhöfer Garten- und Hofflohmärkte
Am Sonntag, 4. August 2024 von 11-18 Uhr reiht sich Gerolzhofen in eine große Liste namhafter Städte in ganz Deutschland ein. Die Gemeinsamkeit? Überall dort – und auch wieder in Gerolzhofen, finden Hofflohmärkte statt! Bürgermeister Thorsten Wozniak freut sich darüber und stellt fest: „Ein Flohmarkt ist ein guter Anlass, sich von Utensilien zu trennen, die noch wertig sind, aber im eigenen Hausstand nicht mehr benötigt werden. Gleichzeitig ist es ein gutes Gefühl, wenn diese Gegenstände eine neue Verwendung erhalten, wenn sich ein/e Käufer/in darüber freut. Die Garten- und Hofflohmärkte stellen deshalb nicht nur eine Veranstaltung zum Bummeln dar, sondern sind vor allem ein nachhaltiges Projekt“.
Bei der Idee der Hofflohmärkte verkaufen Hausanwohner*innen im eigenen Hof oder Garten an einem gemeinschaftlichen Termin und die ganze Stadt „trödelt“ mit. Die Besonderheit ist, dass bei dieser Idee an vielen Orten in der Stadt auf Privatgrund getrödelt wird. Somit entsteht für die Besucher*innen ein facettenreicher Rundgang durch die Stadt. Schnäppchen jagen, mit Nachbar*innen plauschen und die Stadt neu entdecken.
In diesem Jahr sind rund 60 Höfe dabei!
Die Hofflohmärkte sind seit mehr als 15 Jahren ein Projekt von Rene Götz für gelebte Nachbarschaft, Nachhaltigkeit und Viertelliebe und aus anderen Städten wie München, Augsburg u.a. bekannt. Bei weiteren Fragen steht der Initiator der Hofflohmärkte und Betreiber der Seite www.hofflohmärkte.de, Rene Götz gerne zur Verfügung.
Für Gerolzhofen gibt es eine umfangreiche Infoseite auf www.hofflohmaerkte-gerolzhofen.de.
Infos zu Gerolzhofen: Tourist-Information Gerolzhofen, Altes Rathaus – Marktplatz 20, 97447 Gerolzhofen, info(at)gerolzhofen.de



