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Zu Gast bei Graf Luxburg

Museen Schloss Aschach eröffnen neugestaltetes Graf-Luxburg-Museum / Modernes Konzept macht das Leben von Adel und Bürgertum im 19. Jahrhundert lebendig

„Als ob die Grafenfamilie den Raum gerade erst verlassen hätte… “ So präsentiert sich das Graf-Luxburg-Museum der Museen Schloss Aschach im fränkischen Saaletal nach umfassender Neugestaltung.

 

Als Gast willkommen fühlen

Ab sofort nehmen Besucherinnen und Besucher die prunkvollen Gemächer der gräflichen Familie überaus lebendig und anschaulich wahr. Dank des modernen Ausstellungskonzepts mit vielen szenischen Darstellungen werden Gäste in den Bann des 19. Jahrhunderts gezogen. „Das Graf-Luxburg-Museum will zum Wohlfühlen einladen. Besucher sollen sich wie Gäste auf dem Schloss fühlen.“, erläutert Museumsleiterin Josefine Glöckner.

 

Mit allen Sinnen erleben

Das Leben von Herrschaft und Dienerschaft wird nachdrücklich in einer Fülle von Details für alle Sinne präsentiert. Dafür sorgen z. B. Gespräche und Musik, Schatten von vorbeihuschenden Dienstboten, einer Bachforelle in der Pfanne und Rauchkringel aus der Zigarre. „Wir laden zum Staunen, Schmunzeln und Erleben ein.“, so die Museumsleiterin weiter.

 

Museum für alle

Der Charme des historischen Gebäudes, dessen Wurzeln auf das Jahr 1200 zurückgehen, ist überall zu spüren. Gleichzeitig sorgt die moderne Museumspräsentation für ein zeitgemäßes Erleben. Und zwar dank neuer Aufzüge und leichten Zugängen für alle. Dafür sorgt ein Inklusionskonzept.

 

Ostasiatische Sammlung

Auch die ostasiatische Sammlung des Grafen ist wieder zugänglich und wird komplett neu präsentiert. Zu bewundern sind hier u.a. Werke von Lucas von Cranach und Leo von Klenze. Blickfang bildet ein mächtiger Buddha.

 

Weitere Museen

Weiterhin erfahren Besucher des Graf-Luxburg-Museums auch, wie z. B. Kammerzofe, Küchenmädchen oder Gouvernante lebten. Vertiefende Einblicke in das bäuerliche Leben von 1850 bis 1950 liefern das benachbarte Volkskundemuseum sowie das Schulmuseum.

 

Öffnungszeiten

Die Museen Schloss Aschach mit dem Graf-Luxburg-Museum sind Dienstag bis Samstag von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet, an Sonn- und Feiertagen von 11.00 bis 17.00 Uhr. Montag ist Ruhetag. Der Schlosspark ist ebenfalls geöffnet, ebenso die Gaststätte.

Für die Museen Schloss Aschach gelten die üblichen Infektionsschutzmaßnahmen mit Abstandsregeln, Mund-Nasen-Schutz und Besuchsobergrenzen.

INFO Tel. 09708 704188-20, www.museen-schloss-aschach.de

 

Hintergrund: Museen Schloss Aschach

Dr. Friedrich Graf von Luxburg lebte von 1874 bis in die 1960er Jahre mit seiner Familie in Schloss Aschach. Der damals schon sehr fortschrittliche Regierungspräsident von Unterfranken und Aschaffenburg baute das Schloss nach seinen Vorstellungen um. Der Graf verbesserte als Regierungspräsident u. a. das Schulwesen, die Verkehrswege und die Landwirtschaft. Dessen Sohn Karl Graf von Luxburg schenkte das Anwesen Mitte der 1950er Jahre samt kostbarem Inventar dem Bezirk Unterfranken. Mit der Maßgabe, die Anlage zu erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dieser Aufgabe kommt der Bezirk mit einer Komplettrenovierung seit 2016 nach. Mit der Neueröffnung des Graf Luxburg-Museums hat die Sanierung ihren Abschluss gefunden. Nun kann das architektonische Schmuckstück als bedeutendes kulturelles und touristisches Gesamtkunstwerk in die Zukunft geführt werden.

Bild 1: Hereinspaziert ins komplett renovierte und modernisierte Graf-Luxburg-Museum in Schloss Aschach: Gräfin Luise, ein Diener von Graf Friedrich, Gräfin Carola und ein Stubenmädchen (von links) freuen sich schon auf viele neugierige Besucherinnen und Besucher. Foto: Anne Kraft/Museen Schloss Aschach XXX Bild 2: Im Billardsaal steht die Museumspädagogin Katja Kraus als Diener von Graf Friedrich beim historischen Spiel. Foto: Anne Kraft XXX Bild 3: Im Graf-Luxburg-Museum spazieren Besucherinnen und Besucher ab sofort wieder durch die ehemalige prunkvolle Sommerresidenz der Grafenfamilie von Luxburg. Foto: Alexander Mengel XXX Bild 4: Das Graf-Luxburg-Museum zeigt ab sofort die einzigartige Sammlung ostasiatischer Kunst sowie eine Kunstsammlung mit Gemälden und Plastiken der Gotik und Renaissance. Foto: Gerhard Nixdorf