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Dichter Andrang beim Schweinfurter Berufs-Informationstag

19.03.2011

Schweinfurt - Dichter Andrang herrschte beim Schweinfurter Berufsinformationstag (BIT). Die von den Wirtschaftsjunioren Schweinfurt bereits zum neunten Mal mit den Kooperationspartnern IHK, Kreishandwerkerschaft und Agentur für Arbeit am Samstag 19.03.2011 im Konferenzzentrum durchgeführte Ausbildungsbörse zählte mit nahezu 3400 mehr Besucher als je zuvor. Die Jugendlichen, der überwiegende Anteil davon mit Unterstützung der Eltern unterwegs, waren am Samstag auf der Suche nach Informationen rund um Ausbildungsplätze und Ausbildungsberufe. 70 Aussteller aus Stadt und Landkreis Schweinfurt hatten sich im Konferenzzentrum eingefunden und präsentierten weit über 150 verschiedene Ausbildungsberufe.


Das Spektrum war breit und reichte von der Polizei, der Großindustrie über Handwerksbetriebe wie Bäcker oder Bauunternehmen bis hin zu sozialen Berufen und kommunalen Ausbildungsbetrieben wie der Stadt Schweinfurt. Schirmherr Oberbürgermeister Remelé eröffnete die Messe und zeigte sich auf seinem anschließenden Rundgang beeindruckt: "Eine großartige Veranstaltung und eine hervorragende Gelegenheit für Jugendliche sich zu informieren und Kontakte zu knüpfen. Meine Kinder sind leider noch zu klein dafür."

Es gab wieder reichlich Dinge zu entdecken und auszuprobieren. Die im letzten Jahr schon merklich höhere "Kreativität" der Aussteller beim Messauftritt wurde in diesem Jahr nochmals gesteigert. An vielen Messeständen warteten Azubis auf die Jugendlichen um mit ihnen kleine Aufgaben zu erledigen. Hier konnte man einen Stoßdämpfer zusammenbauen oder ein Herz löten und dort einen Baumstamm durchsägen oder ein Fenster reinigen. Selbst OB Sebastian Remelé und auch seine Frau Monika ließen es sich nicht nehmen selbst Hand anzulegen. Dass diese Veranstaltung die ideale Börse für Schülerinnen und Schüler ist, haben die „Arbeitnehmer von morgen“, Haupt-, Real- und Wirtschaftsschüler, aber auch viele Gymnasiasten, einmal mehr erkannt. Entsprechen engagiert gingen sie zu Werke und die Aussteller hatten alle Hände voll zu tun die Fragen zu beantworten und Gespräche zu führen.

Ein wichtiger Punkt der Messe ist die Information für den Ausbildungsstart 2012 da viele Firmen bereits im September 2011 Bewerbungsschluss für das Ausbildungsjahr 2012 haben. Aber auch in diesem Jahr gab es wieder freie Ausbildungsplätze für 2011. Neu in diesem Jahr ist, dass darunter selbst vermeintlich attraktive Ausbildungsberufe wie z.B. Steuerfachangestellte/r sind. Es zeigt sich, dass auch im Kreis Schweinfurt der Geburtenschwund in der Arbeitswelt angekommen ist. Und noch etwas anderes ist auffällig, es scheinen sich die „Trendberufe“ zu ändern. Oliver Sprenger Ausbildungsleiter bei ZF Sachs beobachtet, dass sich in jüngster Vergangenheit eine starke Verschiebung der Bewerber vom technischen hin zum kaufmännischen Bereich zeigt. Inhaber Christian Payer von der Firma Netlands - renommierter Anbieter von Internetdienstleistungen und Ausbildungsbetrieb für Fachinformatiker/innen oder Mediengestallter/innen - konnte sich vor Anfragen kaum retten. Internet ist voll im Trend bei den Jugendlichen.

Das für die Organisation zuständige Vorstandsmitglied der Wirtschaftsjunioren, Michael Wetzel, war über die sehr gute Resonanz erfreut. Der ehrenamtliche Einsatz seines Teams hatte sich wieder mal gelohnt und auch die im Rahmenprogramm angebotenen Vorträge zu einigen Ausbildungsberufen oder zu Themen rund um die Bewerbung und der zusätzliche Bewerbungsmappencheck waren sehr gut besucht. Organisator Michael Wetzel, "Jetzt heißt es ein bisschen durchschnaufen und dann müssen wir uns schon wieder um den nächsten Berufsinformationstag am 24.03.2012 kümmern. Denn wie heißt es so schön, nach dem BIT ist vor dem BIT."

Die Wirtschaftsjunioren sind mit rund 10.000 aktiven Mitgliedern aus allen Bereichen der Wirtschaft der größte Verband junger Unternehmer und Führungskräfte in Deutschland. Sie tragen die Verantwortung für rund 300.000 Arbeitsplätze und 35.000 Ausbildungsplätze. Die Mitglieder sind zwischen 18 und 40 Jahre jung, denken unternehmerisch und engagieren sich ehrenamtlich für die Zukunft unseres Landes.


Von: Michael Horling