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Bestens angelegte Investition: Handwerkskammer überreicht 281 Meisterbriefe

27.07.2011

Würzburg - Am 27. Juli fand im Würzburger CinemaxX die Meisterfeier der Handwerkskammer für Unterfranken statt. Das unterfränkische Handwerk freut sich über 281 Jungmeisterinnen und Jungmeister. 49 von ihnen erhielten zudem den Meisterpreis der Bayerischen Staatsregierung und zählen damit zu den 20 % der Besten eines Jahrgangs. „Mit der Meisterausbildung haben Sie in sich selbst investiert. Ich kann mir nichts Sinnvolleres vorstellen. Es handelt sich um eine Investition, die besser ist als jedes Bankgeschäft. Zum einen ist diese Investition extrem sicher angelegt. Zum anderen wird sie Ihnen – davon bin ich fest überzeugt – Ihr Leben lang hohe Zinsen einbringen“, sagte Handwerkskammer-Präsident Hugo Neugebauer in seiner Begrüßung. Insgesamt kamen über 600 Personen zur Meisterfeier ins CinemaxX am Würzburger alten Hafen.


Während eines Podiumsgesprächs mit Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer, Hugo Neugebauer und dem jungen Landmaschinenmechaniker-Meister Benedikt Wohlfart wurden unter anderem die Stellung des Handwerks in Unterfranken sowie die Fachkräftesicherung im Handwerk diskutiert. Zu Beginn unterstrich Dr. Paul Beinhofer: „Das Handwerk als Wirtschaftskraft und gesellschaftliche Macht ist sehr groß. Das Handwerk ist die Wirtschaftsmacht von nebenan und hält die Stellung, auch wenn die Konjunktur nicht so gut läuft. Dafür gilt mein ausdrücklicher Dank!“ Hugo Neugebauer verkündete alarmierende Zahlen. So fehlen laut einer Sonderumfrage im unterfränkischen Handwerk bereits rund 1.000 Meister und 9.000 Gesellen. „Die Vielfalt des Handwerks wird sicherlich erhalten bleiben. Es fallen Handwerksberufe weg, dafür kommen neue dazu. Ich mache mir eher Sorgen um die Versorgungssicherheit.“ Einen kurzen Abstecher ins Publikum nutzte Moderatorin Irina Hanft, um den Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Rolf Lauer, zu fragen, wie wichtig denn eine Meisterausbildung in der heutigen Zeit noch sei. Rolf Lauer stellte unmissverständlich klar, dass nur Handwerksmeister über eine umfassende fachliche Qualifikation verfügen. „Und deshalb werden wir für die Meisterprüfungen auch weiterhin kämpfen. Das tut unserer Gesellschaft gut.“

Der Regierungspräsident der Regierung von Unterfranken stellte sich voll und ganz hinter das bewährte dreigliedrige Schulsystem in Bayern: „Unser Bildungssystem ist gut. Das dreigliedrige Schulsystem bleibt erhalten.“

Landmaschinenmechaniker-Meister Benedikt Wohlfart berichtete stellvertretend für alle 281 Jungmeisterinnen und Jungmeister, wie viel Zeit und Mühe er in seine Meisterausbildung investiert hat. „Neben der Meisterausbildung habe ich mich noch zum Betriebswirt (HWK) weitergebildet und überlege jetzt, ob ich nicht als Dozent in die Ausbildung gehen soll.“ Denn Benedikt Wohlfart und alle weiteren Jungmeisterinnen und Jungmeister stehen viele Karrierewege offen.  Für außergewöhnlich witzige Einlagen sorgte Bauchredner Pierre Ruby. Sein vorlautes Nilpferd und Bauchstimme Amanda rang Kammer-Präsident und Metzgermeister Hugo Neugebauer sogar das Versprechen ab, ihr einige seiner kürzlich beim 1. Fränkischen Bratwurstgipfel gekürten Apfel-Kräuter-Bratwürste zu schenken.

Insgesamt zeigte sich der Kammer-Präsident mit der Meisterfeier sehr zufrieden: „Sie war kurzweilig und sehr interessant. Für mich sind Meisterfeiern Höhepunkte in meiner Arbeit als Präsident der Handwerkskammer für Unterfranken.“

Auf dem Bild: Sie gehören zu den besten der besten: Die Meisterpreisträger der Bayerischen Staatsregierung. Foto: Daniel Röper


Von: Michael Horling