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Die Mitarbeiter des Schweinfurter OberLands waren auf Seminar in Klosterlangheim

26.07.2011

Klosterlangheim / Schweinfurter OberLand - Ende Juni fand an der Schule der Dorf- und Flurentwicklung in Klosterlangheim ein Seminar des Schweinfurter OberLand statt. Die Gruppe von rund 30 Seminarteilnehmern setzte sich aus Vertretern der Gemeinderäte von Schonungen, Stadtlauringen und Üchtelhausen, deren Bürgermeistern und Vertretern der Verwaltungen zusammen. Gemeinsam mit der neuen Allianzmanagerin und unterstützt durch Vertreter des Architekturbüro Perleth wurde ein Aktionsplan für das Schweinfurter OberLand erarbeitet.


Zwei Moderatoren des Amtes für ländliche Entwicklung führten durch das Seminar und lenkten die Diskussionsrunden und Gruppenarbeiten. Dabei wurde erörtert, ob das Leitbild des Integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) aus dem Jahr 2006 noch aktuell ist oder ob es einer Fortschreibung bedarf. Der Sprecher des Schweinfurter OberLand Herr Bürgermeister Kilian Hartmann (Schonungen) hielt einen engagierten Vortrag über die aktuellen Projekte und Projektideen. Im Laufe des Seminars stellten sich sogenannte „Baustellen“ heraus, die durch gezielte Verbesserungsmaßnahmen abgebaut werden sollen.


So wurde von Seiten der Gemeinderäte angemerkt, dass Entscheidungen, die das OberLand betreffen, oftmals weniger Beachtung finden, da in den Gemeinderatssitzungen zunächst viele innergemeindliche Aufgabenfelder behandelt werden. Das OberLand werde von vielen Gemeinderäten als zusätzliche Aufgabenstellung wahrgenommen.


Einen besseren Überblick über den aktuellen Stand von Projekten des Schweinfurter OberLand sollen den Gemeinderäten in Zukunft Kurzprotokolle der monatlichen Lenkungsgruppensitzungen bringen. Frau Bürgermeisterin Birgit Göbhardt befürwortete besonders eine geplante alljährliche OberLand-Gemeinderatssitzung, die bisher nur sporadisch stattfand. In der nächsten Informationsveranstaltung werden Gemeinderatsmitglieder aus den unterschiedlichen Großgemeinden ihren Kollegen über das Seminar berichten. Die Allianzmanagerin wird über den Stand und Verlauf der Projekte des Schweinfurter OberLand informieren, mit dem Ziel, Interesse und Verständnis für die kommunale Allianz zu wecken und um gleichzeitig die Möglichkeit zu geben, sich noch intensiver mit dem Thema zu beschäftigen.
Auch das Thema Vermarktung und der Einsatz des Mediums Internet wurde diskutiert. Das Schweinfurter OberLand habe bereits hervorragende Broschüren, wie z. B. einen Imagekatalog, ein Gastgeberverzeichnis, ein Natur-/ Kulturführer, ein Wanderführer und das Allianzmagazin „OberLand Kurier“, das vierteljährlich erscheint. Diese werden regelmäßig auf Messen und Märkten präsentiert. Jedoch scheint es, als würden diese von Bürgern nicht wahrgenommen. „Wir müssen uns stärker vermarkten“ erkannte Herr Bürgermeister Heckenlauer.


Frau Wichmann vom Architekturbüro Perleth berichtete von ihrer Arbeit in den einzelnen Arbeitskreisen der Dorferneuerung in Altenmünster, Ebertshausen und Reichmannshausen und wies darauf hin, dass sich die Bürger durch das überregionale Projekt Seestern bereits der Grundidee OberLand annähern, ihnen jedoch noch eine übergeordnete Informations-Plattform fehle. Ein Zusammenwachsen der Gemeinden werde in Zukunft der Arbeitskreis Seestern verstärken, der sich aus Vertretern der an den Ellertshäuser See angrenzenden Ortschaften Altenmünster, Ebertshausen, Fuchsstadt, Löffelsterz und Reichmannshausen zusammensetzt. Ziel des Arbeitskreises ist eine nachhaltige überörtliche Vernetzung z. B. im Bereich Tourismus, Energie, Vereinswesen, Soziales etc. Das Modellprojekt ist in der Region einmalig, da das Konzept Seestern parallel zu den Dorferneuerungskonzepten erarbeitet wird, die Ergebnisse des übergeordneten Arbeitskreises aber auch in die einzelnen Dorferneuerungskonzepte integriert werden.


Ein Vortrag des Umsetzungsmanagers der Allianz „Wirtschaftsband A9 Fränkische Schweiz“, Michael Breitenfelder, verdeutlichte den Seminarteilnehmern, welche Erfolge die Arbeit einer kommunalen Allianz für eine Gesamtregion und damit auch gleichzeitig für jede einzelne Großgemeinde haben kann. Auf reges Interesse der Seminarteilnehmer stieß vor allem der Bericht des Umsetzungsmanagers über gemeinschaftlich vermarktete Gewerbeflächen.


In der nächsten Sitzung des Lenkungskreises werden die Bürgermeister zusammen mit ihren Verwaltungsleitern, der Allianzmanagerin und Vertretern vom Amt für ländliche Entwicklung und dem Regionalmanagement des Landkreises über den Aktionsplan des Seminars diskutieren und den gemeinsamen Gemeinderatstermin festlegen. Auch die Aufgaben der Allianzmanagerin sollen neu definiert werden.


Von: Michael Horling