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Erneuerbare Energien verursachen Mehrkosten für Stromkunden

15.11.2010

Schweinfurt - Der Ausbau der Erneuerbaren Energien geht mit großen Schritten voran. In diesem Jahr werden alleine in Bayern rund 75.000 neue Photovoltaikanlagen errichtet, das entspricht einer Steigerung von rund 30 % gegenüber dem Vorjahr. Der Ausbau der regenerativen Energien ist jedoch kein Selbstläufer, sondern bedarf einer großen gesellschaftlichen Anstrengung. Ermöglicht wird die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Es garantiert dem Betreiber der jeweiligen Anlage für 20 Jahre eine feste Vergütung. Finanziert wird diese Vergütung durch die EEG-Umlage über die Stromrechnung aller Kunden.


In diesem Jahr beträgt die EEG-Umlage netto 2,047 ct/kWh. Im nächsten Jahr müssen in Deutschland rund 13 Milliarden Euro als EEG-Umlage auf die Stromkunden umgelegt werden, das entspricht einer EEG-Umlage von 3,53 ct/kWh und ist eine Steigerung um 70 % oder um 1,483 ct/kWh netto. Gleichzeitig sinkt die Umlage aus dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWK-G) von derzeit 0,13 ct/kWh auf 0,03 ct/kWh im nächsten Jahr. Also eine Senkung um 0,10 ct/kWh netto.

Beide, von den Stadtwerken Schweinfurt GmbH nicht beeinflussbare Kosten, müssen ab dem 1. Januar 2011 an die Kunden weiter gegeben werden. Somit wird die Erhöhung der EEG-Umlage mit der Senkung der Umlage aus dem KWK-G verrechnet und es ergibt sich eine Strompreiserhöhung zum 1. Januar 2011 um netto 1,38 ct/kWh, bzw. brutto 1,65 ct/kWh. Bei einem durchschnittlichen jährlichen Stromverbrauch von 3.500 kWh werden die Kunden monatlich mit 4,81 € aufgrund der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zusätzlich belastet werden.

Die Stadtwerke bitten für diese nicht von den Stadtwerken verursachte Mehrbelastung um Verständnis. Alle Kunden erhalten in den nächsten Tagen eine schriftliche Mitteilung. Die Mitarbeiter des Kundeninformationscenters stehen für weitere Fragen unter der Rufnummer 09721 931-408 Montag bis Mittwoch von 08:00 – 16:00 Uhrgerne zur Verfügung.


Von: Michael Horling