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FHWS gibt im Rahmen des Hybrid-Events „The Future Code“ Einblick in die Zukunftsthemen KI und Robotik

26.06.2020

Über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer besuchten auf der Mainstage und einer weiteren Area an zwei Tagen virtuell viele aktuelle Zukunftsthemen


Mit über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und 57 Speakern auf der Mainstage und zwei Areas traf das Würzburger HybridEvent „The Future Code“ mit dem Fokus auf die Transformation von Industrie und Unternehmen den Puls der Zeit. Die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt (FHWS) präsentierte ihre gesamte Bandbreite an Knowhow in den Segmenten Künstliche Intelligenz und Robotik mit Vorträgen, LiveDemos und einem mit Telepräsenzrobotern begehbaren Messestand. Die FHWS zählt in der Hochschullandschaft in beiden Segmenten zu den Vorreitern und baut ihre Kompetenzen mit einem Center für Robotik (CERI) und einem Center für Künstliche Intelligenz (CAIRO) in den nächsten Jahren weiter aus. Ab dem kommenden Wintersemester bietet sie den Studiengang Robotik in Deutsch und Englisch an.

 

Mit seinem Vortrag „The Future of Robotics“ gab Prof. Dr. Jean Meyer, Studiengangleiter Robotik, einen Überblick über Trends und Entwicklungen auf dem Gebiet der Robotik. Der Einsatz und die Entwicklung von Robotern, früher in den Ingenieurswissenschaften angesiedelt, werde zukünftig vor allem urch Inhalte aus der Informatik dominiert. Der Grund hierfür liege in den immer komplexeren Anwendungen, die in Programmen bzw. der Roboter-Software abgebildet werden. Meyer sieht durch das steigende Fähigkeitsspektrum großes Potenzial für die Erschließung neuer Märkte und Anwendungsfelder. Mittelfristig gäbe es mehr Mensch-Roboter-Interaktionen, intelligente Anwendungen in unstrukturierten Umgebungen sowie eine Kombination aus stationären und mobilen Plattformen. Die Zukunft der Robotik sei an den Fortschritt in der Künstlichen Intelligenz gekoppelt. Hier sei damit zu rechnen, dass Roboter lernfähiger werden und nicht nur Aufgaben, sondern auch Entscheidungen übernehmen.

 

Professor Dr. Tobias Kaupp, Forschungsprofessor für Digitale Produktion und Robotik, erläuterte in seiner Live-Demo während eines virtuellen Rundgangs am Hochschul-Campus in Schweinfurt vier Varianten von Robotern. Hierzu zählte u. a. ein kollaborativer Roboter, ein sogenannter „Cobot“, sowie ein autonomer, mobiler Roboter, der z. B. in der Intralogistik eingesetzt werden kann. Daneben ging er auf die Potenziale und vielfältigen Anwendungsgebiete von Service-Robotern ein, die z. B. in der Pflege immer mehr an Bedeutung gewinnen. Abschließend gab Kaupp Einblick in das noch junge Gebiet der humanoiden Robotik. Humanoide Roboter wie Nao oder Pepper erfahren, so Kaupp, aufgrund ihres „menschlichen“ Aussehens und ihrem sozialen Interaktionsvermögen die höchste Akzeptanz.

 

Professor Dr. Nicholas Müller, FHWS-Forschungsprofessor für Sozioinformatik und gesellschaftliche Aspekte der Digitalisierung, zeigte mit dem Fokus auf „Telepräsenz und nonverbale MenschComputer-Interkation“ den Einsatz neuer Technologien anhand von drei praktischen Anwendungsbeispielen auf, die einen Einblick in Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten in naher Zukunft geben.

 

Ebenfalls anwendungsorientiert, lud Professor Dr.-Ing. Christoph Bunsen von der Fakultät Maschinenbau in die FHWS c-Factory ein. In einem kleinen historischen Rückblick ging Bunsen auf die Schritte der Industrie 1.0 bis 4.0 ein: Während die ersten drei Entwicklungen ingenieurgetrieben verlaufen seien, sei Industrie 4.0 gesteuert von Informatikerinnen und Informatikern. Das „c“ der FHWS c-Factory stehe für „concept“: Die Hochschule habe etwas Greifbares, etwas zum Anfassen herstellen wollen in einem kleinen Use Case. Um alle Prozesse von Industrie 4.0 abzubilden, haben er und seine Studierende als Prototypen einen kleinen Modell-Pick-Up-Truck konstruiert. Als Demo-Center sei dieser Ansatz gleichermaßen bei Studierenden, wie in der Industrie interessant.

 

Professor Dr. Hannes Huttelmaier, Professor für Business Administration and Technical Sales, gab in seinem Vortrag „How to win the well-informed B2B customer - Value Selling entlang der digitalen Customer Journey” einen Einblick in ein durch Digitalisierung verändertes Kaufverhalten und wie Unternehmen es schaffen, in diesem Umfeld Wert – und nicht über den Preis – zu verkaufen. Digitale Kanäle bieten dabei eine hervorragende Möglichkeit, früh im Kaufprozess den von Kundinnen und Kunden wahrgenommenen Wert zu beeinflussen – z. B. durch den gezielten Einsatz von Social Listening und Web-Analytics, SEO (Suchmaschinen-Optimierung) und SEA (SuchmaschinenWerbung), die Konzeption einer Zielgruppen-optimierten Website, die gezielte Nutzung von Social-Media-Kanälen sowie durch eine konkrete Ausgestaltung von Kundenbeziehungsprozessen.

 

Kryptowährungen und die Blockchain-Technologie bestimmten eine Zeit lang die Titel in den Medien. Professor Dr. Karsten Machholz, Professor für Supply Chain Management und Strategie, stellte die „Blockchain - just another buzzword? Was kommt nach dem Hype?“ vor. Er zeigte auf, welche vielfältigen Möglichkeiten die Technologie einer Blockchain bietet, welche Vorteile sie hat, in welchen Bereichen sie eingesetzt wird. Sie sei in der Zukunft entscheidend in den Prozessen der Automatisierung und Digitalisierung der Wirtschaft.

 

Robert Grebner, Präsident der FHWS, bedankt sich bei allen Hochschulmitgliedern, dass sie sich so zahlreich und einschlägig an dem innovativen Event „The Future Code“ beteiligt haben und so eine Auswahl an Kompetenzen der Hochschule einem breiten Publikum präsentierten. Für die Hochschule sei es wichtig, als innovationstreibende und kompetenzbildende Institution wahrgenommen zu werden, die in Zukunft noch stärker den Unternehmen mit Transfer von Wissen und Technologie zur Verfügung stünde.

 

Weitere Informationen unter https://www.thefuturecode.de

 

Bild 1: Professor Dr. Jean Meyer zeigte vier Typen von Robotern in seinem Vortrag “The Future of Robotics” auf. (Screenshot FHWS / Bolza-Schünemann) XXX Bild 2: Professor Dr. Jean Meyer richtete den wissenschaftlichen Blick in die Zukunft der Robotik. (Foto FHWS / Spanfelner) XXX Bild 3: Professor Dr. Tobias Kaupp zeigte anhand praktischer Beispiele die Einsatzmöglichkeiten verschiedener Roboter-Varianten auf. (Foto FHWS /Spanfelner) XXX Bild 4: Besucherinnen und Besucher des Future Codes hatten die Gelegenheit, den Messestand, der in Schweinfurt aufgebaut war, mit Telepräsenzrobotern ferngesteuert über das Internet zu begehen. Es bestand auch die Möglichkeit, dort auf weitere Besucherinnen und Besucher des Future Codes zu treffen und sich mit ihnen auszutauschen. (Foto FHWS / Spanfelner) XXX Bild 5: Professor Dr. Nicholas Müller, Forschungsprofessur Sozioinformatik und gesellschaftliche Aspekte der Digitalisierung (Screenshot FHWS / Bolza-Schünemann) XXX Bild 6: Mensch-Roboter-Roboter-Interaktion: Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Lisa Keller und der Masterstudent Oliver Gawron zeigten am Beispiel eines Rundgangs in den Gebäuden der Hochschule auf, welche Einsatzmöglichkeiten mobile Roboter bieten können, wie z. B. in Museen oder für Menschen mit Behinderungen. XXX Bild 7: Vibrotaktile Unterstützung bei der Emotionserkennung: Die Masterstudentin Anna Kushnir zeigte auf, wie mit technischer Unterstützung Menschen mit Beeinträchtigungen bei der Erkennung von emotionalen Hinweisreizen geholfen werden kann. Auch im Bereich des Kundendialogs ließe sich diese Option einsetzen. XXX Bild 8: Der Studierende Maximilian Kraus zeigte auf, wie mittels des fNIR (diese Technologie der funktionellen Nahinfrarotspektroskopie macht Gehirnaktivität mit Aufnahmegeräten für den praxistauglichen Einsatz sichtbar) der Sauerstoffverbrauch in Gehirnregionen gemessen und darüber eine berührungsfreie Steuerung von Endgeräten ermöglicht werden kann. (Screenshots FHWS) XXX Bild 9: Professor Dr.-Ing. Christoph Bunsen lud ein zu einem virtuellen Rundgang in die c-factory. (Screenshot FHWS / Bolza-Schünemann) XXX Bild 10: Mit der Aufforderung auf dem Poster, „Sell me this pen!“, stellte Professor Dr. Hannes Huttelmaier zu Beginn seines Vortrages die Frage, wie Käuferinnen und Käufer mit neuen Produkten zu erreichen seien. (Screenshot FHWS /Bolza-Schünemann) XXX Bild 11:Professor Dr. Karsten Machholz ging der Frage nach: „Blockchain - just another buzzword? Was kommt nach dem Hype?“ (Screenshot FHWS)

Von: S. Thomas/ K. Bolza-Schünemann