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Jahresbericht 2010 der SKF Gruppe: Tom Johnstone ist zufrieden

02.02.2011

Frankfurt / Schweinfurt - Bei der Jahrespressekonferenz der SKF-Gruppe in Frankfurt konnte Konzernchef Tom Johnstone efreuliche Zahlen präsentieren. „SKF erbrachte in 2010 eine sehr gute Leistung mit einem Rekord beim Betriebsergebnis und der operativen Marge sowie einem starken Cashflow. Während des Jahres haben wir eine Anzahl von Schritten zur Stärkung der Gruppe unternommen und haben drei neue Fabriken eröffnet sowie zwei weitere angekündigt, um unsere Entwicklung in den schnell wachsenden Regionen und Industriesegmenten zu unterstützen. Zusätzlich haben wir den Kauf von Lincoln Industrial abgeschlossen, um unser bereits bestehendes Schmiersystemgeschäft zu ergänzen. Im vierten Quartal haben alle Regionen und Divisionen wie erwartet sehr gutes Wachstum gezeigt", so Johnstone..


„Beginnend 2011 erwarten wir eine fortgesetzt positive Volumenentwicklung. Gegenwind erwarten wir jedoch durch Währungseffekte und höheren Rohmaterialpreisen, die sich zu denjenigen aus dem vierten Quartal addieren. Um unsere langfristigen Ergebnis- und Wachstumsziele zu unterstützen, werden wir unsere Investitionen im Produktionsbereich, in der Forschung und Entwicklung sowie für zusätzliche Verkaufs- und Ingenieurskapazitäten erhöhen", so der Konzernchef weiter.
Im Jahr 2010 hat die deutsche Wirtschaft mit einem vorläufigen Wachstum von +3,6 % bereits drei Viertel der Rezession von 2009, die einen BIP-Einbruch von -4,7 % brachte, wieder aufgeholt. Wesentlich getragen wurde der Wiederaufstieg vom starken Export, insbesondere in Asiens Schwellenländer. Für die SKF ist Deutschland mit acht Produktionsstandorten sowie sieben sog. Kompetenzzentren das mitarbeiter- und umsatzstärkste Land in der Gruppe. Hauptgesellschaft ist die SKF GmbH mit Sitz in Schweinfurt. Insgesamt beschäftigt die SKF in Deutschland an den verschiedenen Standorten 6.324 Mitarbeiter (Vorjahr 6.409).

Im Geschäftsjahr 2010 erzielten die deutschen SKF Einheiten einen Gesamtumsatz von 1,739 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von rund 16% gegenüber dem schwachen Jahr 2009 (1,493 Mrd. Euro). Der externe Umsatz vorwiegend in Deutschland und die internen Exporte der SKF Gruppe machen dabei jeweils etwa die Hälfte des Gesamtumsatzes aus. Die Umsätze mit ausländischen SKF Gesellschaften verbuchten in 2010 einen doppelt so hohen Anstieg wie die Verkäufe an Endkunden.

Die externen Umsätze der deutschen SKF werden rund zur Hälfte mit Kunden in der Sparte Automotive erzielt, während die Sparte Industrial rund ein Drittel und auf die Sparte Service ca. ein Sechstel entfallen. Im Automobilbereich waren in 2010 deutlich zweistellige Zuwachsraten zu verzeichnen, die insbesondere von einer steigenden Nachfrage nach PKW-Radlagern im Premiumsegment sowie Markterfolgen mit reibungsreduzierten Getriebelagern getragen waren. Das Geschäft im LKW Bereich war gekennzeichnet von einer überproportionalen Nachfragebelebung im Jahresverlauf, die seit Mitte 2010 zu ersten Lieferengpässen und daraus resultierenden Verfügbarkeitsproblemen führte.

Die Sparte Industrie mit wesentlichen Kunden in spätzyklischen Branchen entwickelte sich insgesamt vergleichsweise verhaltener - trotz erfreulicher Einzelprojekte, etwa einem Auftrag über 600 kompakte Großlager für Windturbinen aus China. Nach einem Kapazitätsaufbau in den vergangenen Jahren in den Produktionswerken für den Industrie- und Servicemarkt wurde bei mittelgroßen und Großlagern noch nicht die volle Auslastung erreicht; damit konnte die Kurzarbeit noch nicht vollständig beendet werden. Mit zahlreichen neuen Produkten, beispielsweise hochleistungsfähigen Lagern, effizienten Schmiersystemen oder kundenspezifischen Dichtungslösungen hat sich SKF in ihren Märkten gut positioniert um von einer weiteren Nachfragebelebung zu profitieren.

Die Service Division konnte mehrjährige Lieferverträge mit strategischen Kunden abschließen; vor allem über integrierte Lösungen aus verschiedenen Kompetenzbereichen mit dokumentiertem  Mehrwert.

Nach hohen Investitionen in eine moderne Fertigung mittelgroßer und großer Lager am Standort Schweinfurt in den letzten zwei Jahren, lag 2010 ein Schwerpunkt der SKF-Gruppe speziell in der Stärkung der Plattform Schmiersysteme mit dem Erwerb der Lincoln-Gruppe. In Deutschland ist Lincoln mit ihrem Fertigungsstandort in Walldorf und dem Technologiezentrum in Erkrath breit aufgestellt. An diesen beiden Standorten sind fast 300 Mitarbeiter beschäftigt.

Für das Geschäftsjahr 2011 erwartet die SKF in Deutschland neben einer weiteren Stabilisierung des Automobilgeschäftes auf hohem Niveau eine deutliche Belebung des Industriegeschäftes.


Von: Michael Horling