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"Menschliche Enttäuschungen": Blue Basement verkauft Look & Fuego

07.02.2011

Bad Kissingen / Schweinfurt - Schweren Herzens und nach langem Ringen haben sich die bisherigen Betreiber der Discothek Look in Bad Kissingen aus dem Geschäft zurückgezogen. Tobias Wahler und Frank Zitzmann von der Blue Basement Entertainment Group haben sowohl die Discothek als auch das Schweinfurter Restaurant Fuego an ihren Geschäftspartner Edgar Gleinser und dessen Sohn Michael verkauft. Seit rund eineinhalb Jahren hatte man aus unternehmerischen Gründen versucht, mit diesen zusammen zu arbeiten.


Offen sprechen die nunmehr ehemaligen Geschäftsführer über die Gründe des Verkaufs: „Da wir relativ schnell gemerkt haben, dass unsere Unternehmensphilosophien nicht zu vereinbaren sind, war klar, dass eine Trennung her muss“, so Wahler und Zitzmann, „Aus wirtschaftlichen Gründen blieb uns nun leider nur die Möglichkeit des Verkaufs". Somit ziehen sich die beiden Ebenhäuser, die das Look zusammen mit dem inzwischen selbstständig tätigen Christian Metz vor rund neun Jahren eröffnet hatten, aus dem Discothekengeschäft zurück. Bereits seit Ende Januar werden die Geschäfte von Edgar Gleinser und seinem Team geführt.

Verwirrung gibt es unterdessen um die aktuelle Werbeankündigung, die „Abschiedswochen“ verspricht: „Wir hätten wirklich gerne noch Abschied gefeiert, haben aber mit diesem Programm, auch wenn es offenbar den Anschein machen soll, nichts mehr zu tun. Es handelt sich hierbei um eine reine Werbeaktion unserer Nachfolger“, stellen Wahler und Zitzmann auf Anfrage klar, „Auch das Personal, das mit uns gehen wollte, hat sich schon verabschiedet“.
  
Gemeinsam blickt man auf neun arbeitsreiche, aber auch schöne Jahre zurück: „Im Look steckt sehr viel Herzblut, diese tolle Zeit werden wir nie vergessen. Bedanken möchten wir uns auf diesem Weg bei allen Mitarbeitern, die die ganze Zeit hinter uns standen, bei unseren Geschäftspartnern und natürlich bei den vielen treuen Stammgästen, die das Look zu dem gemacht haben, was es war“.

Was aus ihnen und ihrer „Blue Basement Entertainment Group“ wird, können die beiden Jungunternehmer zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen: „Wir werden uns in den nächsten Wochen erst einmal um die Abwicklung der bisherigen Geschäfte kümmern, danach müssen wir eine neue Perspektive entwickeln.“ Auch zum Setzenlassen der Ereignisse wollen sich die Beiden die nötige Zeit lassen: „Es waren aufreibende Verhandlungen und es gab einige menschliche Enttäuschungen, das müssen wir alles erst einmal verdauen“.


Von: Michael Horling