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Neues Jahr, neue Köpfe

07.02.2020

Bei Uhl in Würzburg wird der Generationswechsel vollzogen


Generationswechsel bei der Uhl GmbH & Co. Stahlbau und Metallbau KG in Würzburg: Zum 31.12.2019 schieden Heribert und Johannes Schneider aus der Geschäftsführung aus - Beide Seniorchefs bleiben dem Unternehmen allerdings in beratender Funktion erhalten.

Würzburg. In vielen Unternehmen geben die langjährigen Firmenlenker den Staffelstab erst an die nächste Generation weiter, wenn es mit den Geschäften oder der Gesundheit bergab geht. Im Würzburger Familienunternehmen UHL ist das anders. Heribert (70) und sein Bruder Johannes Schneider (67) führen seit den 1070er Jahren die Geschäfte beim Fachbetrieb für Stahlbau und Metallbau im Würzburger Osten. Die Weichen für den Wechsel in der Chefetage haben sie bereits in den vergangenen Jahren gestellt. So sind Frank Schneider (40) und Thomas Schneider (36), Söhne von Johannes Schneider, bereits seit einigen Jahren in die Firmenleitung eingebunden.

 

Da sich die Entscheidungsfindung im erweiterten Kreis bestens bewährte, steht seit dem 1. Januar 2020 ein neues Dreiergespann am Regiepult. Als Geschäftsführer fungiert neben Frank und Thomas Schneider nun auch Marko Graf (47), der seit 2014 als Prokurist im Führungsstab tätig ist. Wichtige Entscheidungen werden grundsätzlich gemeinsam getroffen, wenngleich jeder der drei Herren "seinen" Verantwortungsbereich besitzt: Marko Graf den Stahl- und Hallenbau, Thomas Schneider den Metallbau und die kaufmännischen Belange der Firma sowie Frank Schneider wie bisher den Kundendienst.

 

Thomas Schneider freut sich auf das Zusammenwirken in der neuen Besetzung: "Nachdem wir alle bereits seit Jahren zusammenarbeiten, wissen wir, wie der andere tickt und wir haben uns da bereits gut eingespielt."

 

Bewährtes weiterführen, neue Ideen einbringen

Uhl ist im Markt gut positioniert, was zweifellos der erfolgreichen Strategie der Seniorchefs zuzuschreiben ist. Dazu zählen wichtige Investitionen mit Augenmaß – bei einem genauen Blick auf die Kosten. Wesentlich für den Erfolg und wichtig auch für die Belegschaft sei der als solcher gelebte Familienbetrieb. Nach fast zwanzig Jahren Betriebszugehörigkeit ist auch Marko Graf so im Unternehmen verwurzelt, dass er "diesen Spirit lebt", wie Thomas Schneider es ausdrückt. "Wir sind kein Konzern und wollen das auch nicht sein und werden. Der Mensch steht immer im Blickfeld, auch wenn natürlich wirtschaftliche Belange eine Rolle spielen müssen." Wenngleich am von Heribert und Johannes Schneider eingeführten und bewährten Weg festgehalten werden soll, wollen alle drei eigene Fußabdrücke hinterlassen und das Unternehmen erfolgreich in die Zukunft steuern: "Wir sind stolz, aber auch gleichzeitig ein Stück weit demütig, das Unternehmen in einem sehr guten Zustand zu übernehmen. Man muss nicht immer wachsen um jeden Preis. Manchmal kann es auch besser sein, sich punktuell zu verbessern als sich immer nur über mehr Umsatz zu definieren."

 

Einen Schwerpunkt zukünftigen Handelns sieht Thomas Schneider in der Ausbildung eigener Fachkräfte. Diese Notwendigkeit hat die Geschäftsleitung bereits seit Jahren verstärkt im Fokus, denn von der personellen Ausstattung hängt wie überall im Handwerk auch die Zukunft der Firma Uhl ab.

Führungsriege: von links nach rechts. Johannes Schneider, Thomas Schneider, Frank Schneider, Marko Graf, Heribert Schneider; Foto: UHL GmbH & Co.

Von: S. Thomas/St. Beck