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SKF: Aufklärung über „Komasaufen“ & Alkoholgefahren

21.12.2010

Schweinfurt - Die Zahl der Krankenhauseinweisungen von Jugendlichen mit Alkoholvergiftung wie auch deren Alkoholkonsum ist in den letzten Jahren insgesamt besorgniserregend angestiegen. Dazu gehört auch das sogenannte. „Komasaufen“. Eine vorbeugende Aufklärung ist nicht zuletzt deshalb notwendig, weil Alkoholmissbrauch eine häufige Unfallursache ist und zu zahlreichen gesundheitlichen Schäden führt.


Um die eigenen Auszubildenden auf das Problem aufmerksam zu machen, hat jetzt die SKF-Ausbildungsabteilung mit Betriebsarzt Dr. Alfred Schneider Projekttage zu diesem Thema durchgeführt. „ Wir wollen, dass die künftigen Fachkräfte unseres Unternehmens die Gefahren und Probleme einschätzen lernen“, so Ausbildungsleiter Jürgen Stürzenberger. Rund 200 Auszubildende der SKF GmbH in Schweinfurt konnten sich drei Tage lang informieren, diskutieren oder selbst aktiv werden. In der theoretischen Einführung durchliefen die Jugendlichen in kleinen Gruppen insgesamt fünf Stationen. Dabei informierten die innerbetriebliche Suchtberaterin Maria Rohrmoser und Betriebsrat Klaus Schröder über die Hilfsangebote für Suchtkranke und die medizinischen Gefahren des Alkoholmissbrauchs. Aktiv werden konnten die Jugendlichen in Rollenspielen und praktischen Übungen bei Präventionsfachkraft Helmuth Backhaus. Dabei konnten sie selbst feststellen, welche Dynamik durch den Druck einer Gruppe entstehen kann. Es wurde deutlich, dass nicht nur Jugendliche sondern wir alle, uns leicht in der gemeinschaftlichen Runde animieren lassen mehr zu trinken.

Wie schwer es ist den Alkoholgehalt von hochprozentigen Mixgetränken und die daraus resultierenden Promillegehalte einzuschätzen, mussten viele Auszubildende an der nächsten Station feststellen. Es durfte selbst gemixt werden und häufig lagen die Auszubildenden mit ihren Schätzungen zum Promillegehalt daneben. Es wurde auch heftig diskutiert über die Ursachen der vielen Alkoholvergiftungen. Zumeist ist es kein bewusstes Saufen, war die Mehrheitsmeinung. Vielmehr würden die Alkoholmenge und die unterschiedlichen Promillezahlen bei Geschlechts- und Gewichtsunterschieden falsch eingeschätzt.

In spielerischer Weise wurden die Informationen und Diskussionen des Tages in der letzten Station verarbeitet. Mit Photo, Videokamera und einem Audioaufnahmegerät erstellten die Jugendlichen, mit Unterstützung der Sozialpädagogin Daniela Krug,  selbst Werbespots zum Thema Alkohol. Nach diesen informativen und erlebnisreichen Tagen war die Werbebotschaft klar: Alkohol mit Verstand genießen und absolut Null Promille in der Arbeit.

Unterstützt wurde die Aktion von der Betriebskrankenkasse SKD-BKK, die sich auch an der Finanzierung beteiligt hat. Aufklärung über die Gefahren des Alkoholmißbrauchs und Suchtprävention haben bei SKF einen hohen Stellenwert. Zuletzt wurde im Sommer 2010 eine Betriebsvereinbarung geschlossen, die den Umgang mit Alkohol regelt, Initiativen zur nachhaltigen Aufklärung ergreift, aber auch Handlungsempfehlungen und Hilfe bei Problemen bis hin zur Wiedereingliederung nach Entwöhnung bietet.

Die SKF Gruppe ist einer der weltweit führenden Anbieter für Bewegungstechnik. Das Produkt- und Leistungsprogramm umfasst neben einem breiten Angebot an Präzisions-lagern auch Dichtungen, Schmiersysteme, Mechatronik und Services. Weltweit ist SKF in mehr als 130 Ländern mit rund 100 Fertigungsstätten präsent und arbeitet mit ca. 15.000 Händlern zusammen. Im Geschäftsjahr 2009 erwirtschafteten weltweit rund 42.000 Mitarbeiter einen Umsatz von ca. 5,6 Mrd. Euro. Die F&E-Quote betrug rund  2,2 % vom Umsatz; 218 Patente wurden angemeldet. In Deutschland beschäftigt SKF 6.400 Mitarbeiter (Stand 12/2009).


Von: Michael Horling