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Stadtwerke weisen Kritik von Bund Naturschutz zurück

25.12.2010

Schweinfurt - In einem Artikel der Schweinfurter Tageszeitung vom 29.12.10 hat der Bund Naturschutz die Begründung der Strompreiserhöhung der Stadtwerke Schweinfurt kritisiert. "Eine derartige Meldung verunsichert unsere Kunden. Daher nehmen wir zu den Vorwürfen des Bundes Naturschutz nachfolgend Stellung", schreiben die Stadtwerke nun in einer Stellungnahme an die Medien.


Darin heißt es: "Die Strompreiserhöhung zum 1. Januar 2011 beruht bei der Stadtwerke Schweinfurt GmbH ausschließlich auf den Anstieg der Umlage aus dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG).  Jegliche anderslautende Behauptung ist unwahr und wird von uns vehement zurückgewiesen.

Unstrittig ist, dass im Jahr 2011 Kosten für erneubare Energien von insgesamt rund 13 Mrd. Euro auf alle Stromkunden in Deutschland umgelegt werden müssen. Dass der Ausbau erneuerbarer Energien stetig vorankommt, belegen u.a. die Ausbauzahlen der Photovoltaik-Anlagen. So wurden in diesem Jahr in Bayern rund 75.000 neue Photovoltaik-Anlagen erstellt. Das sind über 30 % mehr als im Vorjahr. Die Einspeisevergütungen sind im Erneuerbaren Energien Gesetz für 20 Jahre gesetzlich gesichert.

Unstrittig ist auch, dass bundeseinheitlich in 2011 die EEG-Umlage netto 3,53 ct/kWh beträgt.  Bis zum 31.12.10 sind es netto 2,047 ct/kWh.

Unstrittig ist auch, dass der KWKG-Zuschlag aus dem Kraft-Wärme-Koppelungs-Gesetz im nächsten Jahr um netto 0,10 ct/kWh sinkt. Diese Senkung wurde in der Preiskalkulation der Stromtarife berücksichtigt.

Alleine die Erhöhung der EEG-Umlage (3,53 ct/kWh – 2,047 ct/kWh = 1,483 ct/kWh) verrechnet mit der Senkung des KWKG-Zuschlages (0,13 ct/kWh -0,03 ct/kWh = - 0,10 ct/kWh) macht eine Differenz von netto 1,383 ct/kWh und wurde als Strompreiserhöhung an unsere Kunden weiter gegeben. Nicht mehr und nicht weniger.

Unstrittig ist auch, dass zunehmend auf eine Kürzung der Solarstromförderung hingewiesen wird. So sagte Bundesumweltminister Norbert Röttgen Anfang Dezember im Bundestag: „Die Solarbranche muss sich nach Kürzungen in diesem Jahr schon wieder auf neue Einschnitte einstellen. Hintergrund ist der nach wie vor stürmische Bau von neuen Anlagen, der über eine Umlage von allen Stromkunden bezahlt wird“ (Quelle: Financial Times vom 2.12.10). Der Druck auf die Branche ist so hoch, dass der Bundesband Solarwirtschaft (BSW) eigene Kürzungs-vorschläge an den Bundesumweltminister gerichtet hat. Damit will der Branchen-verband weit drastischeren Einschnitten durch eine Zwangskürzung zuvorkommen.

Unstrittig ist auch, dass die Stadtwerke Schweinfurt GmbH einen eigenen Ökostromtarif „SWnature“ ihren Kunden anbieten und die Mehrerlöse in der Region wieder in regenerative Projekte investieren.

Es ist der Stadtwerke Schweinfurt GmbH besonders wichtig, dass die Vorzüge der Erneuerbaren Energien zunehmend und nachhaltig genutzt werden. Dies zeigt sich auch darin, dass sich die Stadtwerke Schweinfurt GmbH bei der Bürgersolar GmbH als Kommanditist engagiert hat. Davon unberührt ist es unsere Aufgabe, unseren Kunden Strompreisveränderungen sachlich und korrekt zu begründen. Dazu gehört natürlich auch der Anstieg der EEG-Umlage in 2011."

Anfang nächsten Jahres wollen die Stadtwerke die Vertreter vom Bund Naturschutz zu einem klärenden Gespräch einladen um eventuelle Irritationen auszuräumen.


Von: Michael Horling