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Strategischen Ausrichtung der Sparkasse für die Zukunft: Anpassungen im Filialnetz

25.07.2020

Die aktuellen Entwicklungen stellen für die Wirtschaftsunternehmen sowie Banken und Sparkassen ein sehr schwieriges Marktumfeld dar.


Schweinfurt - Herausfordernde Rahmenbedingungen

Unsere Kundinnen und Kunden fragen verstärkt digitale Service- und Zahlungsverkehrslösungen nach. Wir beobachten seit Jahren eine stark sinkende Kundenfrequenz bei Serviceleistungen in unseren Filialen. Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklungen noch einmal verstärkt. Darüber hinaus ist durch die langjährige und andauernde Niedrig-/Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) der Zinsüberschuss und damit die Hauptertragsquelle für Sparkassen spürbar rückläufig. Hieraus resultiert zusätzlich ein gestiegener Kostendruck.

 

Strategische Ausrichtung für die Zukunft

Unser Ziel ist es, die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge langfristig betriebswirtschaftlich leistungsfähig zu erhalten. Unseren Auftrag als Kreditgeber und Förderer der Region werden wir auch weiterhin zuverlässig erfüllen. Hierfür ist es wichtig, die Auswirkungen der veränderten Rahmenbedingungen systematisch zu untersuchen und auf Basis von detaillierten Marktforschungsdaten die bestehenden Strukturen weiter zu entwickeln und zu optimieren, um weiterhin handlungsfähig zu sein und in tragfähige Zukunftsstrukturen investieren zu können.

 

Filialnetz wird in den Jahren 2020 und 2021 gebündelt

Wir werden uns deshalb auf Standorte konzentrieren, in denen von unseren Kunden ausreichend Bankdienstleistungen nachgefragt werden. Unsere derzeit geschlossenen Kleinstfilialen Augustinum, Eßleben, Greßthal, Hesselbach, Oberwerrn, Sulzheim und Wipfeld werden nicht mehr öffnen und deren SB-Bereiche ab 30.09.2020 nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Filialen Rathaus und Schwanfeld werden künftig als SB-Standorte fortgeführt. Die fahrbare Filiale werden wir nicht mehr in Betrieb nehmen.

 

In einem weiteren Schritt werden im Verlauf des Jahres 2021 die Filialen Deutschhof, Gartenstadt, Geldersheim, Oberschwarzach, Obertheres, Röthlein und Segnitzstraße mit bestehenden Filialen gebündelt, um auch weiterhin ein leistungsfähiges Angebot bieten zu können.

 

Dieser Schritt fällt uns nicht leicht. Wir sind jedoch überzeugt, dass wir mit dieser Neuausrichtung und Bündelung in größere Filialen unsere Kunden künftig noch besser und individueller beraten können.

 

Vier Punkte wollen wir an dieser Stelle deutlich machen:

1. Die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge wird weiterhin in der gesamten Region an über 40 Standorten mit Filialen und SB-Angebot vertreten sein.

2. Die Bargeldversorgung wird flächendeckend sichergestellt bleiben und durch alternative Angebote ergänzt.

3. Wir verfolgen das Ziel, dass unsere Kunden weiterhin von ihren vertrauten Beratern betreut werden.

4. Es wird im Rahmen der Filialschließungen keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Mit der Bündelung unserer Filialstandorte sorgen wir in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld und angesichts immer strengerer aufsichtsrechtlicher Pflichten für zukunftssichere Arbeitsplätze.

 

Wir sind überzeugt, dass wir unsere Sparkasse damit fit für die Zukunft machen und weiterhin als Motor der wirtschaftlichen Entwicklung Impulse für unsere Region geben können.

Die Pressefotos zeigen die beiden Sparkassenvorstände Peter Schleich (Vorstandsvorsitzender) und Roberto Nernosi (Vorstandsmitglied) sowie die Verwaltungsratsvorsitzenden Oberbürgermeister Sebastian Remelé, Landrat Florian Töpper (aktueller Vorsitzender) und Landrat Wilhelm Schneider. © Birgit Kraus

Von: S. Thomas/T. Engert