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Wissenswertes über den Wein in Schweinfurt: Winzer Jürgen Dahms schulte die drei Prinzessinen-Kandidatinnen

31.01.2012

Schweinfurt - Weinmodul „Schweinfurt und der Wein“ im Weingut Dahms im Hafen - relativ trocken klang das, was drei junge Damen laut Terminliste am Dienstagabend erlebten. Christina Schuhmann (22, Kauffrau für Tourismus und Freizeit) aus Schweinfurt, Larissa Keilholz (19, Kauffrau für Bürokommunikation) aus Bergrheinfeld und Denise Klemke (20, Schülerin) aus Schweinfurt heißen die drei verbliebenen und für die Endphase auserwählten Kandidatinnen, von denen eine am 1. März ab 19.30 Uhr bei einer Gala im großen Schweinfurter Weltbio-Kinosaal zur ersten Schweinfurter Weinprinzessin seit langen Jahren gekürt wird.


„Die letzte war meine Schwester Ute Mitte der 80er Jahre", weiß der Diplom-Weinbauingenieur Jürgen Dahms, der die Qualität der Weine im Weinberg auf der Peterstirn und im Keller verantwortet und der die Kandidatinnen beim ersten Treffen aufklärte über die Tradition des Weins in Schweinfurt. „Ich hoffe, ich lerne etwas über die Historie hier, wie wichtig und bedeutend der Wein für die Region ist", lauteten Christinas Erwartungen. „Mich interessiert, wie sich die Geschichte des Weins in Schweinfurt entwickelt hat", klingen die Worte von Denise ähnlich. Und Larissa sagt: „Auf alle Fälle will ich mal sehen, welche Weine es bei Dahms gibt!"

Es gibt so einige! Ein bisschen probiert werden durfte natürlich auch. Wichtiger aber war das Lehrreiche. Dahms beispielsweise zeigte, wie man ein Weinglas richtig hält. „Schwenken ist wichtig. Es soll sich schon richtig drehen!" Warum das? „Weil sich so die Aromen besser entfalten und zur Seite bilden. Wenn man dann daran riecht, bekommt man gleich einen ersten Eindruck von dem Wein." Geruch, Geschmack und Harmonie seien wichtig. Zu heller Rotwein könne zu dünn oder zu wässrig sein - oder einfach nur Weinschorle. Das zu erkennen, ist die Aufgabe einer Weinprinzessin. Stichwort Schorle. Apfelsaft bekommt die gewählte junge Damen gewiss künftig öfters auf Terminen serviert, „weil man ja nicht so viel Wein trinken kann. Aber dann sollte man trotzdem charmant lächelnd den Wein loben", sagt Dahms. Echte Experten kann auch er binnen weniger Wochen nicht aus den Kandidatinnen machen. Immerhin dauert eine Ausbildung zum Wein-Sommelier Jahre. „Aber ein Gefühl für den Wein könnt ihr bekommen."

Drei Stunden sind danach angesetzt bei einem IHK-Seminar, wo die drei jungen Damen das generelle „Basiswissen Wein“ vermittelt werden soll. Schon am kommenden Samstagmorgen ab 10 Uhr steht die Weinkeller-Besichtigung im Weingut Dahms an, vier Tage später folgt eine Stadtführung durch Schweinfurt, damit das Trio Kenntnise über die Stadt erlangt. Und am 26. Februar heißt es „Bühne, Kamera, Moderation“, wenn Larissa, Christina und Denise bei TV touring gezeigt bekommen, wie man sich am besten präsentiert auf der Kinobühne des Weltbio. Beim Termin bei Dahms machte Florian Dittert zudem die offiziellen Fotos für Poster und Flyer und drehte Rüdiger Wolf bewegte Bilder vom Trio.

Schon jetzt ist klar: „Es gibt ein paar lose Anfragen und auch schon einen festen Termin für die neue Weinprinzessin", weiß Jürgen Dahms. Bei der „Auto - Freizeit - Sport" Ende März Auf dem Volksfestplatz wird die gewählte Adelige auf Einladung des Autohauses anwesend sein, das der Prinzessin einen Wagen zur Verfügung stellt. Bürgervereine oder Organisatoren von Weinfesten hätten sich schon erkundigt nach einem Auftritt. Fast logisch, dass Larissa, Christina und Denise bei den beiden Weinfesten im Sommer auf der Peterstirn anwesend sein werden. Fix ist auch ein Termin in Iphofen für die Siegerin, wo die ehemalige Deutsche Weinkönigin Nicole Then bei einem zweitägigen Seminar eine Schulung angeboten hat.

Eine weitere Option gibt´s für 2013. Nachdem heuer die vorgesehene Wahl zur Fränkischen Weinkönigin hinfällig wird, weil sich lediglich Melanie Dietrich aus Fahr für dieses Amt beworben hat, verzichtet die für die Zeremonie vorgesehene Stadt Schweinfurt auf das Event. An sich wäre es logisch, wenn dann im nächsten Jahr die Königin im Konferenzzentrum auf der Maininsel gewählt werden würde. „Dann wollen wir noch einen draufsetzen", kündigte Jürgen Dahms schon jetzt das Interesse an, die Schweinfurter Weinprinzessin ins Rennen zu schicken. Die Regularien sehen vor, dass das erlaubt ist. „Das wäre doch eine Sensation....", will Dahms den Satz gar nicht ausformulieren. Schwester Ute jedenfalls, angetreten damals als Prinzessin „Judith von der Peterstirn", scheiterte bei der Frankenwahl auf der Festung in Würzburg.

Unser Bilder entstanden am Dienstagabend im Weingut Dahms im Hafen. Das vorderte Foto zeigt von links Larissa Keilholz, Denis Klemke und Christina Schuhmann.


Von: Michael Horling