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Würzburger Bitcoin-Hype: Wieso die Kryptowährung immer beliebter wird

11.09.2020

 

Zum Zeitpunkt seiner Einführung galt der Bitcoin noch als dubioses, nicht greifbares Zahlungsmittel, das mit viel Skepsis betrachtet wurde und dem wilde Gerüchte anhingen, welche vor allem auf die anfängliche Nutzung für illegale Internetgeschäfte wie Drogen- oder Waffenhandel zurückzuführen waren. Seitdem hat sich extrem viel getan, und die digitale Währung im Allgemeinen hat einen extremen Imagewandel hingelegt und sich als Spekulationswert etabliert. Kontinuierlich steigende Kurse geben dem Erfolg recht und die Zahl der Investoren steigt fortlaufend an.

 

Dass das Thema Kryptowährung gerade aktuell enorm präsent ist und sich so starker Nachfrage erfreut wie nie, liegt in erster Linie daran, dass sich die wirtschaftliche Situation schwierig darstellt und dass bisher als vertrauenswürdig eingestufte Investitionsformen nicht mehr rentabel sind. So kommt zwangsläufig auch in Franken die Frage auf, ob man ebenfalls Bitcoins kaufen und auf diesen Zug aufspringen sollte, der schon so viele andere Leute zuvor reich gemacht hat.

 

Tatsächlich ist der Einstieg kinderleicht, denn jedermann kann ganz problemlos im Internet Bitcoin kaufen Doch wie funktioniert der Handel eigentlich und was macht Kryptowährungen allgemein so populär?

 

Bitcoin und Co. kurz erklärt

Der Bitcoin war die erste Kryptowährung, die 2009 auf den Markt kam und hat seitdem die größte Bekanntheit erlangt. Doch es gibt inzwischen Tausende von weiteren digitalen

 

Währungen, die in sehr vergleichbarer Weise funktionieren. Sie heißen Litecoin, NEO, Dash oder Ethereum, um nur einige zu nennen und gewinnen immer mehr an Bedeutung 

 

Im Vergleich zu Papier- oder Münzgeld besitzt und handelt man Kryptogeld lediglich digital und zwar über verschlüsselte Computercodes. So bleiben Käufer und Verkäufer durchgängig anonym. Da digitale Währungen nicht an den offiziellen Börsen sondern nur über spezielle Online-Plattformen - so genannten Online-Börsen - gehandelt werden, gibt es auch keine regulierende Behörde oder zwischengeschaltete Kontrollinstanz, was dem Markt sehr viel mehr Freiheiten einräumt.

 

Ähnlich wie beim Aktienhandel auch, verdient man letztlich an den Kursentwicklungen der jeweiligen Währung, das heißt, wenn zu einem höheren Wert verkauft werden kann, als man für den Kauf selbst bezahlen musste. Abgewickelt werden die Geschäfte über ein Wallet, eine Art elektronische Brieftasche mit codierter Nummer. Die Umtauschkurse in reale Währungen wie dem Euro, US-Dollar oder Britischen Pfund werden ebenfalls ständig neu bestimmt.

 

Was verursacht den beachtlichen Fortschritt?

Zum einen wird mit Kryptogeld nicht nur spekuliert, sondern auch internationales Waren-Geschäft abgewickelt. Da dieser Wirtschaftszweig enorm am Wachsen ist und immer noch ausgefeiltere technologische Lösungen entwickelt werden, steckt hier ein wahnsinnig treibender Motor dahinter, der die Bedeutung von digitalen Werteinheiten immer weiter erhöht.

 

Die momentan weltweit vorherrschende, durch Wirtschaftseinbruch und Zukunftsangst bestimmte Lage befeuert den Aufschwung von digitalen Währungen obendrein. Sinkende Zinsen bei gleichzeitig steigenden Inflationsraten führen über kurz oder lang dazu, dass sich das in Sparverträgen und Ähnlichem angelegte Vermögen nicht weiter vermehren kann. Natürlich spielen auch Anlageformen wie Aktienhandel, Staatsanleihen oder Fonds auch weiterhin eine große Rolle im Anlagemarkt, aber die durch die Decke gehenden Kurssteigerungen von Bitcoin und Co. stellen dennoch Vieles in den Schatten.

 

Entsprechend wird Kryptowährung von vielen Experten daher als die ideale Absicherung in der Krise gesehen. Andere Stimmen dagegen befürchten, dass sich alles zu einer künstlich geschaffenen Blase entwickelt und sich umfangreiche Investments zu schnell in extremen Verlusten niederschlagen können. Das Risiko ist natürlich real, er ist aber eben auch Teil des Geschäfts. Als Anleger muss man sich gut überlegen, ob man bereit ist, dieses einzugehen. Anders wird man allerdings auch kein Stück vom Kuchen abhaben können, denn ohne Einsatz sind logischerweise nicht die großen Gewinne einzufahren.

 

Die Akzeptanz von Kryptogeld in und um Würzburg

Auch als Privatperson kann Kryptowährung nicht nur weltweit verschickt und empfangen, sondern auch ganz praktisch zum Einkaufen genutzt werden. Expedia ist eine der bekanntesten Webseiten, auf denen man als Benutzer seine Bestellung auf Wunsch bereits ganz unkompliziert über den eigenen Bitcoin-Vorrat abwickeln kann. Doch auch Rakuten, Wikipedia, Mozilla oder Lieferando arbeiten mit digitaler Währung. An Greenpeace können sogar Spenden in Form von Bitcoins geleistet werden.

 

Für den direkten Bezahlvorgang im Geschäft oder Restaurant ist Franken noch nicht besonders gut vorbereitet. Während es in und um Nürnberg und Erlangen immerhin einige Anbieter gibt, bei denen die Rechnung mit Bitcoins beglichen werden kann, wartet man in Würzburg noch auf den Einzug der neuen Technologie.

 

Werden künftig noch mehr Würzburger ins Geschäft einsteigen?

Da im Würzburger Umland wie bundesweit eine zunehmende Digitalisierung in vielerlei Bereichen stattfindet, ist auch davon auszugehen, dass sämtliche Finanzgeschäfte ebenfalls weiter wachsen, die damit zusammenhängen. Der Trend geht eindeutig hin zu Handy-Apps, die uns die Abwicklung sämtlicher Themen erleichtern und auch das schlägt sich natürlich beim Kryptohandel nieder.

 

Viele Nutzer arbeiten bereits mit mobilen Anwendungen, um ihre Vermögenswerte zu verwalten oder zahlen Servicegebühren für die Verwendung von so genannten Krypto Trading Bots, also einer Computer-Software, die roboterartig komplett automatisiert Statistiken und Kursverläufe abscannt und so den eigenen Erfolg beim Handeln deutlich unterstützen kann. Weitere Innovationen werden sicherlich bald folgen.

Foto: by aleksi-raisa

Von: PM/TN