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Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung

Gebäudeintegrierte Wärmespeicher erhöhen die Energieeffizienz von Gebäuden

 

Am 14. und 15 März 2018 fand im Energy Efficiency Center am Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE Bayern) in Würzburg unter Leitung von Dr. Helmut Weinläder das Symposium zum Thema „Einsatz von PCM in Gebäuden“ statt. Neben Teilnehmern aus Forschung und Industrie sowie von Universitäten waren auch zahlreiche Interessierte aus der Bau- und Energieberaterbranche anwesend. Es wurden aktuelle Forschungsergebnisse und Nutzungsmöglichkeiten vorgestellt und diskutiert.

 

Wer heute ein Haus bauen oder sanieren möchte, kommt am Thema effiziente Wärmedämmung nicht mehr vorbei. Neben der Wärmedämmung rückt auch immer mehr die Wärme- und Kältespeicherung in den Fokus. Eine bisher noch wenig verbreitete Speichertechnologie basiert auf der Verwendung von Phasenwechselmaterialien (Englisch: Phase Change Materials (PCM). Bei diesen Materialien werden Schmelz- und Erstarrungsvorgänge ausgenutzt, um größerer Wärmemengen bei einer definierten Schmelztemperatur zu speichern. Die Schmelztemperatur wird durch die Wahl des PCM bestimmt. Daher ist es wenig verwunderlich, dass das Symposium im Energy Efficiency Center (EEC) des ZAE Bayern mit 17 Fachvorträgen großen Anklang bei Sachkundigen der Baubranche und Energieberatern sowie Forschern auf dem Gebiet der PCM gefunden hat. Das EEC – selbst mit PCM-Kühldecken sowie PCM–Wandelementen ausgestattet – gab dem Symposium den richtigen Rahmen und konnte von den Teilnehmern während einer Führung eingehend besichtigt werden. Die praxisorientierten Vorträge von Vertretern aus Wissenschaft und Industrie stellten die vielseitigen Möglichkeiten der PCM-Nutzung sowohl in Energiespeicherhäusern und Wohn- als auch in Bürogebäuden oder beispielsweise Kindergärten dar. Auch Themenaspekte wie die Umweltverträglichkeit von PCM-Systemen und bereits in Einzelfällen vorhandene Langzeiterfahrung wurden im Rahmen des Symposiums behandelt. Die aktive Teilnehmerbeteiligung und die regen Diskussionsbeiträge machten das große Interesse am Thema deutlich. So zieht auch Projektleiter und Gastgeber Dr. Weinläder ein sehr positives Fazit am Ende der Veranstaltung: „PCM bietet optimale Chancen, Temperaturspitzen abzupuffern, Wärme und Kälte im Gebäudebereich energieeffizient zu speichern, und bei Bedarf abzurufen. Die Diskussionen zeigten, dass die Technologie ein großes Umsetzungspotential besitzt und der Bedarf an gegenseitigen Informationen in der Branche sehr hoch ist. Die Veranstaltung soll deshalb nächstes Jahr fortgesetzt werden.“ 

 

 

Über das ZAE

Als eine der führenden Einrichtungen auf dem Gebiet der angewandten Energieforschung verbindet das Bayerische Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE) exzellente Forschung mit exzellenter Umsetzung der Resultate in die wirtschaftliche Praxis. Hierzu bietet das ZAE seinen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft ein breites Leistungsspektrum an, das sich von messtechnischen Dienstleistungen über Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bis zu kompletten Innovationspaketen erstreckt. Energieeffizienz, Energiespeicherung und erneuerbare Energien sind die zentralen Kompetenzbereiche des ZAE. Auf diesen Gebieten befasst sich das ZAE an seinen fünf Standorten unter anderem mit thermischen und elektrochemischen Energiespeichern, energieoptimierten Gebäuden und Stadtquartieren, energieeffizienten Prozessen, Photovoltaik, Solarthermie, Geothermie, Messtechnik, Thermophysik, Nanomaterialien, Smart Grids und Energiesystemen. Das ZAE Bayern wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie unterstützt.

Volles Haus und rege Diskussionsbeiträge bei dem Wärmespeicher-Symposium des ZAE Bayern (© ZAE Bayern).