Würzburg: Regio-Chef der IG BAU wiedergewählt: Michael Groha ist als Vorsitzender des Bezirksverbands Mainfranken der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) für vier weitere Jahre im Amt bestätigt worden. Damit bleibt der 58-Jährige oberster Interessenvertreter in Würzburg für Bauarbeiter, Reinigungskräfte und für Beschäftigte in der Land- und Forstwirtschaft. Nach Angaben der Arbeitsagentur arbeiten in Würzburg alleine rund 590 Menschen im Bauhauptgewerbe und 3.610 in der Gebäudereinigung.
„Ob auf der Baustelle, im Garten- und Landschaftsbau, in der Reinigungsfirma, im Maler- oder Dachdeckerbetrieb – gerade am Arbeitsplatz kommt es darauf an, dass die Menschen an einem Strang ziehen. Gute Löhne und gute Arbeitsbedingungen fallen nicht vom Himmel“, sagt Michael Groha. Der Gewerkschafter appelliert an die Beschäftigten in der Region, sich für ihre Interessen einzusetzen. Das sei besonders in unsicheren Zeiten wichtig. Dabei stehe die IG BAU Mainfranken auch zukünftig fest an der Seite der Beschäftigten. „Das gilt nicht nur, wenn es um faire Bezahlung, gute Job-Bedingungen oder die Mitsprache im Betrieb geht, sondern gerade auch dann, wenn es Zoff mit dem Chef gibt“, so Groha.
Der wiedergewählte Bezirksvorsitzende kündigt an, dass sich die IG BAU auch weiterhin in politische Debatten einmischen werde: „Viele Vorhaben der Berliner Koalition haben direkte Auswirkungen für unsere Region und die Beschäftigten. Ein typisches Beispiel ist hier der Wohnungsbau. Da geht es um bezahlbare Wohnungen und um mehr Sozialwohnungen. Hier ist dringend mehr Unterstützung vom Bund notwendig.“Auch für dieStärkung der Tarifbindung fordert Groha ein klares Signal von der Bundesregierung: „Der Tariflohn sollte endlich zur Regel werden. Denn davon würden auch die Beschäftigten in der Region profitieren.“
Ein klares „Stoppschild“ forderte Michael Groha für die Versuche, insbesondere den arbeitenden Menschen immer neue Belastungen aufzubürden. „Ob Kürzungen bei der Lohnfortzahlung, die Abschaffung des 8-Stunden-Tags oder eine Erhöhung des Renteneintrittsalters – so dreiste Forderungen sind respektlos und gehen völlig an der Realität der Beschäftigten vorbei. So ist beispielsweise gerade auf dem Bau und im Handwerk schon heute für viele die Rente mit 65, 66 oder 67 nicht erreichbar“, so Groha. Statt über soziale Einschnitte und den Abbau des Sozialstaats zu diskutieren, seien sinnvolle Reformvorschläge notwendig. Vor allem eine „ordentliche, sichere und gerechte Rente“ müsse her.
„Bessere Löhne und Arbeitsbedingungen fallen nicht vom Himmel“
„Bessere Löhne und Arbeitsbedingungen fallen nicht vom Himmel“: Michael Groha steht an der Spitze der IG BAU Mainfranken. Er ist als Bezirksvorsitzender der Gewerkschaft für vier Jahre wiedergewählt worden. Der 58-Jährige vertritt damit weiterhin die Interessen von Menschen, die in der Region in der Bau-, Land- und Forstwirtschaft sowie in der Reinigungsbranche arbeiten. An sie appelliert Groha, sich für die eigenen Interessen einzusetzen. Foto: by Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt Bezirksverband Mainfranken

