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HK-Handelsausschuss tagte in Würzburg

Wie werden Innenstädte zu „Smart Cities“?

WÜRZBURG/MAINFRANKEN – Der IHK-Handelsausschuss hat am 14. April in hybrider Form getagt. Im Mittelpunkt der Frühjahrssitzung stand ein Vortrag zum Thema „Smart City“.

 

Die Coronakrise gilt als Katalysator des innerstädtischen Strukturwandels: Aufgrund der Einschränkungen im Handel und im Dienstleistungsgewerbe sowie aufgrund der Kontaktbeschränkungen kommen deutlich weniger Passanten in die Innenstädte. Dies führt zu massiven Umsatzeinbußen für innerstädtische Gewerbetreibende. Zudem hat die Digitalisierung das Kundenverhalten verändert. Überdauern diese Entwicklungen die Corona-Pandemie? Welche Folgen hätte das für die Innenstadt der Zukunft? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Mitglieder des IHK-Handelsausschusses bei ihrer Frühjahrssitzung.

 

Charlotte Lamb, Ausschussvorsitzende und Prokuristin der Max Lamb GmbH und Co. KG, begrüßte Jens Helmerich, Geschäftsführer der ByteConsult GmbH, der in seinem Vortrag feststelle: Technologien wie Data Analytics, Cloud Services, Virtual Reality und Co seien keinesfalls „Science Fiction“. Um die Transformation von Städten zu „Smart Cities“ zu unterstützen, seien neben digitalen Technologien vor allem strategische Kooperationen zwischen Unternehmen, kommunalen Akteuren, Standortgemeinschaften sowie Bürgern nötig. Die zentrale Frage dabei laute: Wie kann der Stadtbesuch einen klaren Mehrwert für den Kunden bieten?

 

Mangelnde Planbarkeit belastet den Handel

Darüber hinaus diskutierten die Unternehmer über die Folgen der Corona-Krise für den Handel. Die Ausschussmitglieder bemängelten vor allem die fehlende Planbarkeit für Handelsunternehmen bei der Warenbeschaffung, beim Personaleinsatz oder bei Terminen. Die ständig wechselnden Einschränkungen aufgrund schwankender Inzidenzwerte würden für Unsicherheit und zunehmenden Frust in der Branche sorgen. Dabei würden Studien belegen, dass nicht der Handel, sondern vor allem private Kontakte Infektionstreiber in der Pandemie seien.

 

Information: Dr. Christian Seynstahl, IHK, Tel. 0931 4194-314, E-Mail: christian.seynstahl@wuerzburg.ihk.de oder unter www.wuerzburg.ihk.de

BU: Die Ausschussvorsitzende Charlotte Lamb (rechts) begrüßte Referent Jens Helmerich, Geschäftsführer der ByteConsult GmbH, der virtuell zugeschaltet war. Außerdem im Bild: Der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Sascha Genders (links) sowie Ausschussbetreuer Dr. Christian Seynstahl (Mitte). Foto: Melissa Ebert/IHK