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Innovatives Konzept aus Würzburg bringt die Praxis direkt in die Coach-Ausbildung

Die Würzburger Business Coach Akademie integriert die Arbeit mit echten Klienten aus der Wirtschaft in ihre Coach-Ausbildung. Davon profitieren nicht nur die angehenden Business Coaches, sondern auch ihre Sparringspartner.

WÜRZBURG

Der praxisnahe Teil einer Ausbildung bedeutet nicht nur das berühmte i-Tüpfelchen, sondern liefert die wesentlichen Erkenntnisse dafür, wie das angestrebte Berufsleben aussehen wird. Während sich dies in den meisten Ausbildungen über betriebliche Praktika realisieren lässt, fehlte dieser Part bislang in den gängigen Coach- und Business Coach-Ausbildungskonzepten.

 

Coaching lernt man durch Coachen. Das heißt, es braucht viel Praxis, um ein guter Coach zu werden. Doch woher kommen die Klienten? In der Regel üben die Teilnehmer innerhalb der Ausbildungsgruppe in Peergroups. Oder sie suchen sich Übungspartner im privaten Umfeld oder im Freundeskreis, was sich gerade für den Beginn eher weniger eignet. Für das Ziel, am Ende der Ausbildung direkt in die Praxis zu starten, ist das suboptimal und zwar sowohl für die absolvierenden Business Coaches als auch für deren erste Klienten.

 

Für Helmut Martin, Inhaber und Ausbildungsleiter der Würzburger Business Coach Akademie, war diese Erkenntnis Ansporn, ein Konzept zu erarbeiten, das bereits in der Coach-Ausbildung ein hohes Maß an Praxiserfahrung, Lernfortschritt und Reife ermöglicht. "Da ich selbst in den letzten zwanzig Jahren zahlreiche Coach-Ausbildungen durchlaufen habe, habe ich mir die Schwächen bestehender Konzepte bewusst gemacht und mir Lösungen überlegt", erzählt der erfahrene Lehrtrainer. Das Format Lerncoaching sei eine dieser Lösungen, bei dem die Würzburger Business Coach Akademie ihren Teilnehmenden die Arbeit mit echten Klienten aus der Wirtschaft ermöglicht.

 

Lerncoaching stellt eine Kooperation mit Unternehmen dar, die ihren Nachwuchskräften wie Trainees, Dualstudierenden oder auch Auszubildenden ein kostenloses Coachingangebot zur Verfügung stellt, das durch die Teilnehmer der jeweiligen Business Coach-Ausbildung durchgeführt wird. Durch diese Arbeit mit echten Klienten und deren Anliegen vertiefen sich sehr schnell Kompetenzen wie Beziehungs- und Prozessgestaltung, Zielklärung, Methodenwahl und Zeitmanagement im Coaching. Als besonders wichtig beurteilt Helmut Martin den nachvollziehbaren Effekt, dass sich die Teilnehmer später sehr schnell im Businesskontext zurechtfinden, da der Prozess des Lerncoachings das spätere Vorgehen in der Wirtschaft nachbildet.

 

Kooperation als Win-win-Situation

Es liegt auf der Hand, dass auch die kooperierenden Firmen vom neuen Konzept profitieren. Auf diese Weise können sie ihren Nachwuchskräften ein kostenloses Coaching anbieten und so gezielt ihre späteren Fach- und Führungskräfte fördern. Je nach den aus der Praxis entnommenen Anliegen besteht dieses aus zwei bis fünf Einzelgesprächen mit einer Dauer von je 90 Minuten. In dieser Zeit lassen sich bereits fundierte Ergebnisse erzielen.

 

Als Beispiele für Themen der meist jungen Sparringspartner nennt Helmut Martin Prüfungsangst, Angst vor Vorträgen, Unklarheit über Erwartungen, die an die Person gestellt werden, berufliche Orientierung, Persönlichkeitsentwicklung und Konflikte innerhalb der Organisation. Selbstverständlich werden die Inhalte des Coachings wie beim echten Coach vertraulich behandelt.

 

Als er ausgewählten HR-Leitern und Geschäftsleitungen sein Konzept vorstellte, stieß er auf großes Interesse. Aktuell begleiten vier namhafte Unternehmen seine Business Coach-Ausbildungen: EDEKA, VR Bank Würzburg, s.Oliver Group und die persolog GmbH, der Marktführer im Bereich Managementdiagnostik.

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Das Feedback der Partner spricht für sich. Thomas Lurz, Director HR Global bei s.Oliver: „Es ist für uns als Unternehmen wichtig, gerade für unsere Young Talents die besten Ausbildungsmöglichkeiten anzubieten, die hohen Praxisbezug haben. Jede Ausbildung, die nachher im Business einen hohen Grad in der Anwendung hat, ergibt einen direkten Mehrwert. Daher sind wir beim Lerncoachingkonzept der Würzburger Business Coach Akademie mit dabei und bieten es unseren Young Talents an.“

 

Cristian Biondani, Bereichsleiter Personalentwicklung und Recruiting bei EDEKA, ergänzt: „Unsere Nachwuchskräfte sind die Fach- und Führungskräfte von morgen. Die Möglichkeit, sie mit einem professionellen Coaching in ihrer Entwicklung zu fördern, sehen wir als große Chance an.“

 

„Nachwuchskräfte zu entwickeln, ist für mich eine der wichtigsten Personalentwicklungsaufgaben. Die Lerncoachings durch die Würzburger Business Coach Akademie sind für mich ein wertvoller Beitrag, der für unsere Azubis nicht nur einen Mehrwert bringt, sondern die Führungskräfte auch entlastet und unterstützt. Durch den Qualitätsanspruch von Helmut Martin habe ich außerdem hier keinerlei Bedenken, ihnen die Azubis anzuvertrauen, denn ich weiß, es wird auf höchstem Niveau ausgebildet und gecoacht“, lobt persolog-Geschäftsführerin Debora Karsch.

 

Auch Carolin Gewinner, Personalleiterin der VR-Bank Würzburg, sieht nur Vorteile: "Lerncoaching bietet unseren Auszubildenden ein durchdachtes und strukturiertes Konzept, mit dem sie sich selbst besser kennenlernen und ihre Persönlichkeit stärken können. Unser Ziel ist es, diese jungen Menschen dabei zu unterstützen, Hindernisse zu überwinden und persönliche Unsicherheiten abzubauen. Das Lerncoaching vereinfacht ihnen den Start ins Berufsleben. Für die Lerncoaches wie auch für unsere Azubis ergibt sich ein wechselseitiger Lerneffekt, der sich für beide Seiten sehr positiv auswirkt."

 

Wie der Prozess abläuft, beschreibt der Institutsleiter so: "Im Vorfeld findet eine Infoveranstaltung für die Nachwuchskräfte statt, in der das Lerncoaching vorgestellt wird. Hier wird im Wesentlichen erklärt, was Coaching ist, wie in der Praxis gearbeitet wird und wie Klienten und Coach zusammenkommen. Danach erhalten die Unternehmen die Coach-Profile der Ausbildungsteilnehmer für ihre Nachwuchskräfte, die bei entsprechenden Anliegen Kontakt mit den Coaches aufnehmen, ein Vorgespräch führen und sich dann für den Coach ihrer Wahl entscheiden. Wie der nachfolgende Prozess gestaltet ist, vereinbaren Coach und Klient eigenverantwortlich."

 

Bildunterschrift: Coach-Training mit WBCA-Ausbildungsleiter Helmut Martin. Foto: WBCA