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Nuus.de Buchtip: Der Baron im Blauen Haus von Helmut Haberkamm

Cadolzburg: Die Geschichte eines Freiheitskämpfers aus Franken: In den USA sind neun Städte und sechs Distrikte nach Johann Kalb benannt. Bis heute wird er dort als Freiheitsheld verehrt. In seiner Heimat ist »Baron de Kalb« dagegen weitgehend unbekannt. Als einfacher Bauernsohn, geboren 1721 in Hüttendorf bei Erlangen, entscheidet Johann Kalb sich früh, Soldat zu werden, um der eigenen engen Welt zu entkommen.

Autor Helmut Haberkamm folgt dem jungen Mann nach Frankreich und Amerika und zeichnet dessen Entwicklung zum General im amerikanischen Revolutionskrieg nach. Als Kalb im Sterben liegt, zieht sein bewegtes Leben in seinem Geist noch einmal vorüber. Die wechselvolle Karriere bis zum Brigadegeneral in der französischen Armee, seine Familie bei Versailles, seine Freundschaft mit Washington und Lafayette, die Jugend in Franken. »Einer der britischen Soldaten kommt aus Hessen. Er sprach mich auf deutsch an. Er wusste auf Anhieb, wo ich herkomme. Franken, irgendwo zwischen Ansbach, Nürnberg, Bamberg. Erstaunlich! Nach so vielen Jahren. Ich bin doch Franzose, was denn sonst?«

1776 erklären die Vereinigten Staaten von Amerika ihre Unabhängigkeit. Im Krieg gegen die Weltmacht England steht George Washington an der Spitze einer zusammengewürfelten Armee von Freiwilligen. Unterstützt wird er von den französischen Generälen Lafayette und de Kalb. Bei der Schlacht in Camden in South Carolina 1780 wird Baron de Kalb tödlich verwundet.

Der Baron im Blauen Haus ist ein biografischer Roman über einen ungewöhnlichen Mann, der sein ganzes Leben fremden Kriegen opfert und dafür einen hohen Preis zahlt.

Helmut Haberkamm Foto: by Andreas Riedel

Foto: by Ars vivendi